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Führung durch das Naturschutzgebiet am 29.12.2018 war sehr informativ

Die fünfundzwanzig Teilnehmer an der Jahresabschlusswanderung des NABU durch das Naturschutzgebiet „Ölkofer Ried“ erfuhren viel Interessantes über das ca. 380 ha große Naturschutzgebiet. Auf den ersten  ca. 500 m entlang des Friedbaches waren Spuren des Bibers und ein von ihm errichteter Damm zu entdecken. Der Biber hat damit den Bach aufgestaut, so  wurde vermutet, um  an einen großen Maisacker im Schutzgebiet  zu gelangen. Kommentare dazu: Maisäcker gehörten halt auch nicht in ein Naturschutzgebiet. Auch ein größerer Sprung Rehe in den weitläufigen Wiesen fand großes Interesse. Mit dem Wechsel der Wanderstrecke auf die rechte Bachseite gelangte man in das Kerngebiet des Entwicklungskonzeptes für das Schutzgebiet. Ausgewiesen wurde das Schutzgebiet 1993 für die letzten Brutvorkommen des Großen Brachvogels in unserer Region. Wo diese Zielart ihr Auskommen hat, sind die Voraussetzungen auch für andere bodenbrütende Vogelarten und sonstige seltene Tier- und Pflanzenarten gegeben. Das sollte erhalten und optimiert werden. Die Ausweisung erfolgte leider zu spät. Der Brachvogel brütet seit der Ausweisung nicht mehr und ist nur noch als Durchzügler zu beobachten.

Um den Zustand des Schutzgebietes für die Entwicklung der Artenvielfalt zu verbessern, hat die höhere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Tübingen auf Betreiben des NABU das aktuelle Entwicklungskonzept erarbeitet. Franz Laub, Schutzgebietsbetreuer des NABU Mengen Scheer Hohentengen Ostrach führte kurz in die Ziele des Entwicklungskonzeptes ein. Vorbei an den einstigen Gelegestandorten des Brachvogels gelangte man in den Bereich, wo aktuell Maßnahmen zur Zurückführung von nicht standortgerechten, wie auch forstwirtschaftlich uninteressanten Waldflächen in Streuwiesen im Gange sind. Streuwiesen wurden früher im späten Herbst gemäht und das Mähgut als Streu im Stall eingesetzt. Dadurch entstanden nährstoffarme Flächen, auf denen seltene Pflanzen, auch kleine Orchideen gut gediehen. Franz Laub berichtete welche Maßnahmen auf den NABU-eigenen Flächen bereits umgesetzt wurden und auch von den Verhandlungen mit den Landwirten betreffs einer notwendigen Pflege der Streuwiesen. Revierförster Harald Müller erklärte die aufwändigen Schritte der Umwandlung von forstlichen Flächen zu ökologisch wertvollen Streuwiesen.

Beispielhaft konnte die laufende Räumung von Hybridpappeln beobachtet werden. Waldarbeiter und Forstmaschinen arbeiten hier umsichtig Hand in Hand, um die überwiegend schon von Stürmen geworfenen Pappeln aus der Fläche zu bringen. Bei der abschließenden Einkehr im „Gerber“ sorgte das Gehörte und Gesehene noch für reichlich Gesprächsstoff.    

 

 

Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019.Foto: NABU, Manfred Delpho

 

 

 

2019

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