NABU-Pressemitteilung               

 

 

Miteinander eine Menge mehr am Ennetacher Berg

Die Bevölkerung und Vereine sind zur Landschaftspflege am Ennetacher Berg eingeladen

 

Der Ennetacher Berg, ein Landschaftsschutzgebiet mit alten Hochstammobstbäumen, war einmal ein schönes Naherholungsgebiet. Jungvieh weidete dort und hielt den Bewuchs kurz und den schönen Blick auf Ennetach, das Ablachtal und bis zum  Bussen frei.  Am Fuß des Fohrenwäldle, so heißt das kleine Waldstück auf dem östlichsten Sporn des Berges bei den Ennetachern, blühten Silberdisteln und Frühlingsenziane.

Nach der Einstellung der Beweidung gingen im Laufe der Jahre die Pflanzenvielfalt und der schöne Ausblick verloren. Schlehe, Hasel und Ahorne erdrücken die Obstbäume und lassen sie absterben. Auf den Wiesen machen sich Brennnessel und Ackerdisteln breit.

Gelegentliche kleinere Pflegemaßnahmen durch den Bauhof  konnten die Entwicklung kaum aufhalten. Inzwischen reicht auch bei der Stadt Mengen das Geld nicht mehr für solche Arbeiten.

 

Die Ennetacher beklagen wie der Berg verkommt und den Verlust des schönen Ausblickes. Auch beim NABU verfolgt man schon länger mit Sorge diese Entwicklung.

Aber man wollte sich jetzt nicht mehr einfach damit abfinden und besann sich auf

Mengen – Miteinander eine Menge mehr. So lautet die Leitidee der lokalen Agenda 21 von Mengen. In der Praxis könnte das auch heißen,  Ennetacher Bürger, natürlich auch Mengener, Vereine, Jung und Alt, nehmen sich selber um ihren Berg an und helfen mit, dass es ihnen wieder auf dem Berg gefällt.

 

Und weil man in einem Landschaftsschutzgebiet nicht einfach tun kann was man will, hat der NABU bei der unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Sigmaringen angefragt, auch wegen eines eventuellen Zuschusses. Aber über eine Förderung nach den Landschaftspflegerichtlinien des Landes wird in Tübingen entschieden. So kam es zu einer Ortsbesichtigung auf dem Berg durch Frau Altherr v. LRA Sigmaringen, Herr Fritz von der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege, BNL, Tübingen, Ortsvorsteher Eberhart, Ennetach, Herr Vogel und Herr Grohm von der Stadt Mengen und Werner Löw vom NABU.

 

Die Maßnahme wurde von beiden Fachbehörden-Vertretern als sehr dringend gesehen.

Sinnvoll sei sie doch nur, wenn es danach ein Pflegekonzept  u. a. in Form von Beweidung durch Schafe, Ziegen, stellenweise auch Pferde gebe. Das wurde quasi zur Bedingung gemacht.

 

Der besseren Förderung wegen wurde der NABU als Maßnahmeträger, auch für die Arbeit durch die Stadt, vorgeschlagen.

 

Es ist also mit einem Zuschuss, hauptsächlich für den Maschineneinsatz, zu rechnen. Eine rege Beteiligung von Seiten der Bürger und Vereine, einfach dem Berg und der Natur zuliebe an den Arbeitseinsätzen, würde die Maßnahme zu einem Bürgerprojekt und großen Erfolg für alle machen.

 

Die Einsatzzeiten werden je nach – möglichst frühzeitigen- Anmeldungen mit Angaben zu möglichen Zeiten bekannt gegeben, vielleicht auch unter der Woche. Vorgesehen sind zunächst vier Wochenende.  Wer seine Motor-Kettensäge mitbringen möchte, sollte auch  die nötigen Schutzeinrichtungen haben. Alle freiwilligen Helfer stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Und ein Vesper gibt es bei längeren Arbeitseinsätzen auch.

 

Anmeldungen bei Werner Löw, Tel. + Fax 07572/8371; E-Mail: werner.loew@nabu-mengen.de

 

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