Nachtigall (Luscinia megarhynchos, syn. Erithacus megarhynchos)

 

    

Die Nachtigall gehört zur Familie der Sänger (Muscicapidae) und erreicht eine Körpergröße von 16,5cm. Sie hat fast keine bezeichnenden Merkmale mit Ausnahme ihres braunroten Schwanzes und des bemerkenswerten Gesanges. Sie ist hochbeinig, ihre Oberseite ist einfarbig braun, die Unterseite hell braungrau. Die Jungtiere sind gefleckt und gesprenkelt wie ein junges Rotkehlchen, aber leicht an der größeren Gestalt, am rotbraunen Schwanz und an der helleren Unterseite zu unterscheiden. Sie trägt ihre Flügel oft hängend.

Nachtigallen rufen flüssig "huit" und laut "zeck", leise und kurz "tack" und bei Alarm rauh "karr". Ihr Gesang ist reich, laut und wohltönend und besteht aus Strophen dicht gereihter Einzel- oder Doppeltöne. Charakteristisch ist ein tiefes, aufsprudelndes "tschuk-tschuk-tschuk", ein langsames "dü,dü,dü" in prächtigem Crescendo und herrlich-harten Schmetterstrophen. Sie singt bei Tage und bei Nacht aus dichter Deckung oder aus niedriger, freier Warte.

Nachtigallen leben versteckt und ungesellig. Flug und Haltung bei der Nahrungssuche am Boden sind wie beim Rotkehlchen, sie bewegt sich auf dem Erdboden in großen Sprüngen.

Sie kommt in Laubwaldungen des Tieflandes, feuchten Dickichten, verwilderten Hecken, im Ufergebüsch und in Parkanlagen vor in Höhenlagen unter 300-400m, im Süden auch im Gebirge. Das Nest befindet sich wohlverborgen am Boden in Brombeeren, Brennesseln etc.

Die Nachtigall ist Sommervogel und brütet in ganz Mitteleuropa außer Schottland, Irland, Skandinavien, Teilen der Schweiz, Österreichs und Bayerns.

 

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