Juniorranger - Ausbildung 2010 und Fortbildung 2010

 

Auch im Jahr 2010 boten wir eine Ausbildung für unsere Juniorranger 2010 und eine Fortbildung für unsere Juniorranger 2008 und 2009 an.

 

 

Ausbildung 2010:

 

1. Termin (Ausbildung): 20. März 2010 - Heimische Amphibien mit Werner Löw und 27. März 2010 mit Anne Pfundstein

 

         

         
     
1. Termin der Gruppe 1 bei der Juniorranger-Ausbildung 2010 vom Krötenzaun in Rulfingen mit Frau Manz, Biologielehrerin der Klassen 6a / 6b des Gymnasium Mengen.    

 

Artenschutz Amphibien, Kennenlernen der verschiedenen Arten wie Frösche, Kröten, Molche. Warum "wandern" Kröten?

 

 

 

2. Termin (Ausbildung): 25. April 2010 - Frühlingsboten-Exkursion mit Anna Benz-Wannenmacher

Frühblüher wie Buschwindröschen u.a. in Wald, Feld und Flur auf dem Missionsberg und im Stadtwald entdecken.

 

 

3. Termin (Ausbildung): 15. Mai 2010 - Vogelführung an den Zielfinger Baggerseen mit Peter Danner

Beobachtung des Haubentauchers bei der Fischjagd und eventuell Balz, verschiedene Entenarten.

 

Begleiterinnen: Bianca und Vanessa, Kl. 10 vom Gymnasium.

 

 

 

4. Termin (Ausbildung): 21. Mai 2010 - Leben in der Blumenwiese mit dem Ökomobil Tübingen und mit Frau Reußink

Ökosystem Blumenwiese erkunden. Welche Tiere und Pflanzen können wir in unserer Schulwiese entdecken?

 

Da diese Veranstaltung während der Schulzeit vormittags stattfand, konnten nur die Schüler der Realschule teilnehmen. Für die Schüler des Gymnasiums bot Werner Löw am 12. Juni 2010 von 9.00-11.00Uhr eine Veranstaltung in den Ennetacher Blumenwiesen an

 

 

 

5. Termin (Ausbildung): 19. Juni 2010 / 26. Juni 2010 - Einblicke ins Bienenleben mit Doris Danner

Beobachtungen am Bienenstock. Woher kommt unser Honig? Informationen aus dem Klostergarten Habsthal.

 

 

         

Künftige Ranger sehen sich Auge in Auge mit der Honigbiene (SZ v. 01.07.10).
     

 

 

Der SZ- Artikel war der gelungene "Einstand" von Sarah Müller, Kl. 10 vom Gymnasium Mengen, als freie Mitarbeiterin der SZ Mengen. Inzwischen ist sie selber begeisterte Anhängerin der NABU- Fortbildungs- und Qualipass-Angebote. Herzlichen Glückwunsch! Als weitere Begleiterin dabei: Vanessa, ebenfalls Kl. 10.

 

         

 

 

 

6. Termin (Ausbildung): 24. Juli 2010 - Fledermaus-Batnight mit Armin Lenk am Lausheimer Weiher.

Beobachtung von heimischen Fledermäusen mit Hilfe des Bat-Detektors, Einführung und Grillen am Lagerfeuer.

 

 

 

7. Termin (Ausbildung): 18. September 2010 - Dem Siebenschläfer auf der Spur mit Werner Gottwald.

Spannende Suche nach geheimnisvollen Nistkastenbewohnern und viele Infos dazu.

 

 

 

8. Termin (Ausbildung): 15. Oktober 2010 - Besuch des Beuroner Rangers mit Anne Pfundstein.

Vorstellung des Arbeitsbereichs des Naturrangers und Urkundenvergabe.

 

 

Am 15. 10. fuhren die neuen Juniorranger von Realschule und Gymnasium Mengen mit den Begleitern Frau Benz-Wannenmacher und A. Pfundstein mit dem Zug nach Beuron, um nach abgeschlossener Ausbildung die Urkunden und Abzeichen aus den Händen vom Naturpark-Ranger Markus Ellinger entgegen zu nehmen und mit ihm durch sein Revier zu streifen. Doch es kam ganz anders!
 

Weil sich die Zugtüre in Beuron nicht öffnen ließ, entführte die Deutsche Bahn alle bis zum nächsten Bahnhof nach Tuttlingen, wo nun guter Rat teuer war!

Der nächste Zug nach Beuron fuhr erst 1 1/2 Stunden später wieder zurück.

Kurzentschlossen setzte sich Markus Ellinger auf einen verzweifelten Handyanruf hin ins Auto mit den neuesten Flyern zu Fledermaus, Uhu und Biber und ein paar Tierpräparaten und verlegte die Urkunden-Vergabe in den Bahnhof Tuttlingen.

Nachdem er sachkundig und routiniert die Flyer und Tiere vorgestellt hatte, konnte er die 15 mitgereisten neuen Juniorranger beglückwünschen und wünschte ihnen wenigstens noch eine gute Heimreise nach Mengen. Einen richtigen Ranger kann halt so schnell nichts erschüttern.

 

 

 

Zugfahrt nach Beuron

   

Idyllischer Ort

Was der alles weiß!

Jury passt auf!

Verleihung Urkunde und Abzeichen

   

Juniorranger 2010

 

SN v. 28.10.10

 

 

 

 

 

Fortbildung 2010:

 

 

 

1. Termin (Fortbildung): 23. + 24. Oktober 2009 - Jugenbegleiterinnen-Modul Teil 2 (Praxis) am Gymnasium Mengen und an der Realschule Mengen. Veranstalter war wieder die Landesakademie für Natur und Umwelt.

 

 

2. Termin (Fortbildung): 18. Februar 2010 - Uhuverhör im oberen Donautal mit Herrn Ellinger

Uhuverhör und Seeadler-Visite (SN v. 11.03.2010)

 

 

3. Termin (Fortbildung): 20. Februar 2010 - Wintergäste am Bodensee mit Herrn Ellinger und Herrn Haug.

 

 

 

zu 2 und 3: Uhuverhör und Seeadler-Visite

         

Im Februar waren die Juniorranger des NABU-Mengen des Naturschutz-Zentrums Obere Donau, Beuron, bei zwei besonderen Veranstaltungen Hauptakteure.

Der  erste Termin am Donnerstag, dem 18. Februar, führte zum Uhuverhör nach Beuron. Mit 3 Pkw's fuhren 12 Jugendliche und 3 Erwachsene um 16.00Uhr in Mengen ab nach Beuron, wo ihnen  Herr Ellinger die wichtigsten Anweisungen gab, wie sie  beim Uhuverhör vorgehen sollten. Jede 2er-Gruppe von Jugendlichen der Mengener und Beuroner Juniorranger, begleitet von jeweils 1 Erwachsenem , sollten auf Uhu- und Wanderfalkenrufe auf einzelnen Streckenabschnitten von Beuron bis Hausen horchen und das Gehörte genau nach Lageplan orten und in eine Zeittabelle mit Art, Dauer und Richtungsangabe  eintragen. Nach dem Anhören der Rufe (CD) und einer interessanten Einführung in die Lebensweise der Tiere waren alle Gruppen um 17.30Uhr auf ihrem Streckenabschnitt verteilt und horchten angestrengt und sehr motiviert in alle Richtungen und trugen trotz klammer Finger die Ergebnisse in die  Liste. Zum Glück spielte das Wetter optimal mit und die Rufe waren weit zu hören, nur die Beuroner Gruppe hörte statt der ersehnten Vogelrufe lediglich die Glocken des Beuroner Klosters läuten.

Anschließend wurden die Ergebnislisten eingesammelt von Herrn Ellinger, miteinander verglichen und es bestätigte sich in etwa der Bestand vom Vorjahr. Alle 3 Jahre wird die Bestandsaufnahme in Form des Uhuverhörs im Donautal durchgeführt und ist jedes Mal eine spannende Angelegenheit, denn die Wahrnehmung verschiedenster Geräusche bei einsetzender Dunkelheit, sei es von Bibern, anderen Vögeln und Lebewesen oder einfach das Knacken von Ästen will auch gelernt sein. 

Nach einer Vesperpause erreichten die Teilnehmer aus Mengen, Pfullendorf, Beuron u.U.  wieder trotz einsetzender Straßenglätte sicher um 21.00Uhr ihren Heimatort.

 

Schon 2 Tage später sollten die Juniorranger etwas ganz Besonderes erleben, was selbst die begleitenden Vogelkenner Thomas Haug und Peter Morgen in Begeisterung versetzte und noch nie bei einer Exkursion zu den Wintergästen an den Bodensee passiert war!

Alle Vögel sind noch da!

Markus Ellinger und Thomas Haug halten Ausschau. 

Da ist doch tatsächlich ein Seeadler auf dem dünnen Eis gelandet!

Letzte Etappe in Moos am Bodensee.     

     

Tageserfolg: 21 Wasservogelarten und 20 Landvogelarten gesichtet und "erkannt".

       

 

Geschätzte 195 000 Wasservögel beziehen in den Wintermonaten ihr Quartier auf dem Bodensee, auch die Gäste an den zugefrorenen Zielfinger Seen und viele davon kann man von der Reichenau aus bestens mit dem Spektiv beobachten. Über 20 Arten von Wasservögeln galt es zu erkennen und ein anfangs der Exkursion gestellter Quiz steigerte die Spannung, wer wohl die "richtige" Anzahl von Wasservögeln schätzen würde und den Gewinn in Form von Gummibärchen oder Schokolade einstecken könnte.    

 

 

4. Termin (Fortbildung): 26. März und 27. März 2010 - Modul für Jugendbegleiterinnen mit der Landesakademie für Natur und Umwelt

 

 

5. Termin (Fortbildung): 9. April 2010 - Wildbienenfahndung ober- und unterirdisch mit Herrn Hermann, Konstanz

 

 

6. Termin (Fortbildung): 21. Mai 2010 - Leben in der Blumenwiese mit dem Ökomobil Tübingen und mit Frau Reußink

 

 

 

7. Termin (Fortbildung): 2. bis 6. Juni 2010 - Alpenexkursion mit Herrn und Frau Haug, Herrn Ellinger, Anne Pfundstein und weiteren mitleitenden und teilnehmenden Personen

Bericht in der SZ v. 12.07.2010; Titelkurzinfo

 

 

Horizont erweitern in den Alpen - Junior-Ranger entdecken die Welt der Alpen

Mengen/Beuron. Die Junior-Ranger des Naturschutzbundes Mengen und des Naturschutzzentrums Obere Donau sind gemeinsam in die Tier- und Pflanzenwelt der Alpen eingetaucht. Ziel war, ein breiteres Verständnis für die Natur zu entwickeln.

 

Jeder der schon einmal versucht hat, Pflanzen mit Hilfe eines Bestimmungsbuches selbst zu bestimmen, denkt daran wahrscheinlich mit einem leichten Schaudern zurück. Dies zu ändern, war eines der Ziele dieser Exkursion mit Jugendlichen im Alter von 13 bis 16 Jahren, die in den Junior-Ranger-Gruppen des NABU Mengen und des Naturschutzzentrums Obere Donau organisiert sind.

Klaus Gilmer, Biologe bei der Firma Geberit, klärte mit den Jugendlichen verschiedene Fachbegriffe die zur Pflanzenbestimmung unerlässlich sind. Alles andere erledigten die Junior-Ranger eigentlich selbst. Die verschiedenen selbst bestimmten Enzianarten waren hier sicherlich der größte Hingucker.

Es war jedoch auch nicht die Absicht von Initiator Thomas Haug in fünf Tagen perfekte Botaniker auszubilden. Den 13 Jugendlichen sollte ermöglicht werden mit offenen Augen durch die Natur zu laufen und eigene Vorlieben zu entdecken. Deshalb waren insgesamt acht Betreuer mit von der Partie, die unterschiedliche Schwerpunkte setzten. So konnte mit Robert Morgen die Vogelwelt „er-Robert“ werden. Am letzten Tag der Exkursion hatte der mächtige Steinadler endlich ein Einsehen und zeigte sich direkt über der Hütte in Au. Mit Fernrohr und Spektiven ließen sich auch Steinböcke und Gämsen sehr gut beobachten.

Mit der Kräuterpädagogin Annemarie Bär aus Au erschlossen sich die Jugendlichen Wildkräuterrezepte und althergebrachte Traditionen der Bewohner des Bregenzer Waldes. Einige Kräuterrezepte wurden abends zusammen mit Anne Pfundstein vom NABU Mengen in der Küche umgesetzt und probiert. Giersch, Brennnesseln, Vogelmiere, Wiesenknopf und andere Kräuter fanden ihre Verwendung in Kräuterbrötchen, Salat, Quark oder Butter und rundeten den Grillabend ab.

        Darüber hinaus standen die Insektenkunde und die Orientierung mit Karte und Kompass auf dem Programm. Am letzten Tag gab es ein abschließendes, groß angelegtes Geländespiel bei dem Vieles des Erlernten angewandt werden musste. Von diesem Spiel kam die Gruppe erst abends um acht Uhr wieder zurück an die Hütte in Au. Als das besorgte Küchenteam unter Leitung um Markus Ellinger die Heimkehrer fragte, wie es gelaufen sei, waren sich die Junior-Ranger jedoch einig: „A bissle anstrengend war’s schon, aber super!“

Dass die Exkursion für die Jugendlichen sehr günstig angeboten werden konnte, liegt daran, dass alle Betreuer ehrenamtlich tätig waren und zahlreiche Spenden eingingen.

 

 

 

 

Das "Klatschbrot", hergestellt aus frischen Wildkräutern, überzeugte alle davon, dass mancherlei "Unkraut" überraschend gut schmeckt, abgesehen davon, dass es auch sehr gesund ist!
     
 

Das von der Landesbank gesponserte NABU-T-Shirt mit dem Juniorranger-Logo begleitet uns seit der Alpen-Exkursion bei unseren Einsätzen und Aktionen und sieht "echt gut" aus, finden alle. Vielen Dank!

   
Das 3. Bild zeigt uns vor der Hütte in Au mit dem Hausberg, der Canisfluh, im Hintergrund.

       

 

 

 

 

 

8A. Termin (Fortbildung): 26. Juni 2010 - Naturfotos und Bearbeitung am PC mit Frau Kramer, Humax Sigmaringen

ausgefallen

 

8B. Termin (Fortbildung): 3. Juli 2010 - Fotoworkshop mit Frau Kramer, Humax Sigmaringen

ausgefallen

 

 

8. (Ersatz-)Termin (Fortbildung): 17. Juli 2010 - Botanik am Bahndamm mit Herrn Gilmer

 

         

 

 

 

Das Thema "Botanik am Bahndamm" war Ersatz-Angebot für die 2 leider kurzfristig ausgefallenen Foto-Kurs-Termine 7A und 7B.
 

7 Juniorranger waren am Samstag, den 17.07.2010 mit Thomas, Stefanie, Klaus und Manne im Pfullendorfer Bahnareal unterwegs, um im Sommer blühende Pflanzen zu bestimmen: Fabian, Manuel, Lisa, Marcel, Marc, Julia und Franzi.

Klaus (Gilmer) hatte die botanische Leitung und war wieder, wie bei der Alpen-Exkursion, unschlagbar in seinen Ausführungen.

Von den JR bestimmt wurden folgende Pflanzen bestimmt:

Die Kleinblütige Nachtkerze, das Tüpfel-Johanniskraut, der Weiße Steinklee, der Ruprecht-Storchschnabel, die Wilde Möhre, das Gemeine Leinkraut, die Gemeine Kratzdistel, die Kleinblütige Königskerze, der Pastinak, als schwerer Brocken der Gewöhnliche Beifuß und der Rainfarn.

Das Thema Sonderstandort Bahnareal wurde schon eingangs mit den hier typischen Lebensraumfaktoren kurz aufskizziert.

Toll war, dass Franzi nagelneue Wanderschuhe präsentierteschlecht, dass sich an Lisas Bergschuhen beide Sohlen einfach komplett ablösten. 

Für Marcel war das Wiedersehen mit einigen Alpenrangern sicher das Wichtigste.

 

 

 

 

 

Weitere Aktivitäten

 

Juni und Juli

 

Endlich wird es wahr, dass den Jugendlichen für ihre Ausbildungs- und Fortbildungstermine Räume zur Verfügung stehen- zumindest in den Sommermonaten, denn im Winter können sie leider nicht geheizt werden.
 

Im Monat Juni und Juli war schon reger Betrieb: Die Juniorranger räumten auf, putzten und strichen an mehreren Terminen mit Beistand des NABU-Teams die zukünftige Bleibe.

Demnächst kommt noch ein Farbanstrich hinzu, dann richten wir uns eine Sitzecke für Besprechungen und Schulungen und eine Arbeitszeile für die handwerklichen Aktivitäten ein.
 

Auch für eine zukünftige Jugendgruppe und die neuen Juniorranger ist dann Platz geschaffen.

 

Das NABU-Team und die Jugendlichen freuen sich.
    

 

 

 

 

 

Juniorranger-Übersicht