Haussperling (Passer domesticus)

    

Der Haussperling, im Volksmund auch Spatz genannt, gehört zur Familie der Sperlinge (Passeridae) und erreicht im adulten Zustand eine Körpergröße von knapp 15cm.

Das Männchen (Bild) ist leicht erkennbar an dem im Winter zum Teil verdeckten schwarzen Kehllatz mit weißlichen Wangen, grauem Bürzel und dunkelgrauem Scheitel, hinten seitwärts kastanien- bis rotbraunem Oberkopf. Weibchen und Juveniltiere haben keine besonderen Kennzeichen, einen fahlen Streif hinter den Augen, einen gestreiften mattbraunen Rücken und weißbeigen Bauch.

Der Haussperling stößt schilpende und verschiedene scheltende, zwitschernde und zirpende Rufe aus.

Er lebt in Ortschaften, selbst inmitten der Großstädte und im Kulturland in direkter Nachbarschaft des Menschen, selten weitab von menschlichen Wohnungen. Er nistet bei uns meist in Höhlen oder Spalten von Gebäuden, im Efeu an Wänden, an und in Scheunen, gelegentlich auch in freistehenden Nestern in Bäumen. Er ist von Veränderungen im Siedlungsbereich (Fassadenrenovierung ohne Spalten und Fugen für Nistplätze, versiegelte Flächen und verringertes Nahrungsangebot) unmittelbar betroffen.

Fachleute beobachten nach einem Massenauftreten zu Beginn des letzten Jahrhunderts und starker Verfolgung bis in die 50er Jahre seit einigen Jahren einen deutlichen Rückgang der Vorkommen.

Der Haussperling ist vorwiegend Jahresvogel und kommt in ganz Europa und Kleinasien vor, mit Ausnahme von Italien (dort lebt der Italiensperling, offenbar eine Vermischung zwischen dem Haussperling und dem Weidensperling).

SZ v. 20.09.01; SN v. 15.11.01; SZ v. 27.11.04 "Schwere Zeiten für Spatz und Kiebitz".

 

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