NABU-Pressemitteilung               

 

Führung zur Donaurenaturierung

Das Pilotprojekt Blochinger Sandwinkel zur Renaturierung der Donau sorgte vor knapp 10 Jahren landesweit für Aufsehen. Grosse Mengen an Boden und Kies wurden bewegt. Nach der Fertigstellung wurde das bis dahin einmalige Vorhaben zum Mekka für Wasserbauer, Naturschützer und viele Interessierte.

Als dann auf den neu geschaffenen Kiesbänken mehrere Brutpaare des sehr selten gewordenen Flussregenpfeifers ihre Jungen aufzogen, wurden diese zum Magneten für viele Ornithologen und Symbolvogel für das Projekt. Das etwa 30 Hektar große Areal wurde als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

 

 

 

Lässt man natürliche Gewässer gewähren, verändern sie sich. So hat auch die Donau in diesem Abschnitt nach 8 Jahren ihr Aussehen verändert. In ihrem neuen Bett hat sie Ufer abgetragen, neue Kiesbänke aufgeschüttet, die große Insel im Pfaffenkreut mit einem Arm durchschnitten. Üppige Vegetation hat sich breit gemacht und damit haben sich auch die Artengesellschaften verändert. Der Flussregenpfeifer ist wieder verschwunden und andere Vogel- und Tierarten haben sich eingestellt, sogar der Biber.

 

Am kommenden Sonntag, 10 Juni [2001] möchte der NABU diese Veränderungen des wieder lebendigen Flusses zeigen. Mit den Führungen dicht am Schutzgebiet entlang können die Besucher die Natur erleben, ohne groß zu stören. Als Schmankerl sind auf einem Maisacker direkt daneben drei Kiebitzpaare mit Jungen zu beobachten. Es wird empfohlen, ein Fernglas mitzubringen. Die erste Führung beginnt um 14 Uhr, die zweite um 15:30 Uhr. Ausgangspunkt ist die neue Scheuer am Donauradweg rechts der L268 vor der Donaubrücke von Mengen nach Blochingen. Dort können sich die Besucher auch mit Getränken erfrischen und ausruhen.

 

SZ v. 08.06.2001, SN v. 07.06.2001.

 

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