Flussregenpfeifer (Charadrius dubius)

    

Der Flussregenpfeifer gehört zur Familie der Regenpfeifer (Charadriidae) und erreicht eine Körpergröße von 15cm. Er sieht ähnlich wie ein kleiner Sandregenpfeifer aus, unterscheidet sich aber von diesem durch das Fehlen einer weißen Flügelbinde, durch blassgelbliche Beine, seine andersartige Stimme und gewöhnlich durch verschiedenen Aufenthalt. Ferner hat er eine weiße Linie hinter dem schwarzen Stirnband und einen Schnabel, der nur an dessen Unterseite an der Wurzel gelb ist. Von nahem kann man auch seinen gelben Augenring sehen. Jungtiere haben ein unvollständiges braunes Kropfband und sind dadurch dem Seeregenpfeifer ähnlich, unterscheiden sich aber von diesem durch hell fleischfarbene Beine und die fehlende Flügelbinde.

Der Flussregenpfeifer ruft hoch und pfeifend "tíü" mit Betonung der ersten Silbe. Er trillert wiederholt und wenig abwechslungsreich "tri-ä, tri-ä, tri-ä".

Er ist nicht sehr gesellig und an eine Lebensweise am Süßwasser eng gebunden. Er kommt besonders in überfluteten Kiesgruben, an neu renaturierten Bach- und Flussläufen mit keinem oder geringem Baumbestand und auf Schotterinseln von Flüssen vor, im Winter auch an der Küste. Er nistet auf Kies- oder Sandufern der Binnengewässer und lokal an der Küste. Sein Bestand ist durch die Begradigung, Regulierung und Bebauung von Flüssen seit den 60er und 70er Jahren stark zurückgegangen.

Der Flussregenpfeifer ist Sommervogel und brütet in Mitteleuropa außer Schottland, Wales und Irland, Teilen von Nordskandinavien, Südfrankreich, Nordspaniens, Süditaliens und dem Alpenraum.

 

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