Blumenwiesen an der Donau

 

Die Blumenwiesen in den Donauauen zwischen Mengen-Ennetach und Scheer sind per Fahrrad oder zu Fuß leicht erreichbar. Ein Feldweg führt ab der B32 an den Ennetacher Krautländern vorbei geradeaus bis zur Wasserpumpstation Ennetach. Von dort geht es direkt links weiter zu den Blumenwiesen. Von Scheer aus führt ein Feldweg gegenüber der Tankstelle Weckerle direkt zu den Blumenwiesen.

 

Bereits unterhalb der Ennetacher Krautländer weist unsere im Mai 2004 neu aufgestellte Blumenwiesentafel auf "ein artenreiches Naturerlebnis" hin. Dieselbe Tafel steht auch in Scheer.

 

 

 

 

 

  Foto: Paul Rogg

Foto: Paul Rogg

 

 

Die Blumenwiesen erstrecken sich auf vereinzelten, teilweise noch zusammenhängenden Flächen am Weg entlang rund 3 bis 4 Kilometer Richtung Scheer bis auf Höhe des dortigen Sees des Fischereivereins Scheer, einem ehemaligen "Ausläufer" eines Donaualtarmes.

Die Donau, oberhalb Scheer, eingeengt und daher schnell, führte bei Hochwasser große Mengen Kies mit. Unterhalb Scheer nahm sie in vielen Mäandern das ganze Tal ein, wurde daher langsam und konnte das so genannte Geschiebe als Kiesbänke ablagern. Dabei änderte sie stets ihren Lauf.

Reste der einmal sehr bewegten Landschaft mit verschiedenen Standorten unterschiedlicher, sehr artenreicher Vegetation sind hier noch erhalten. Die Kiesbänke sind heute Standorte magerer Salbei-Glatthaferwiesen.

 

  

 

 

Die Blumenwiesen blühen je nach Dauer und Ausprägung des Winters bereits ab Ende März / ab Mitte / Ende April (Löwenzahn, Wiesenschaumkraut, Schlüsselblume und kleine Traubenhyazinthe gehören zu den ersten Blütenpflanzen) bis lange in den Herbst hinein

Nach und nach treffen wir viele Pflanzenarten an, die an anderen Standorten kaum noch vorkommen. 

 

 

Das Gebiet nördlich der B 32 von Scheer bis Ennetach ist Wasserschutzgebiet. Die damit verbundenen Einschränkungen beim Düngen und Spritzen, spätere Schnittzeitpunkte und die geringere Häufigkeit der Schnitte beeinflussen die Artenvielfalt der Tier- und Pflanzengesellschaften.

Es gibt darum noch viele Arten von Schmetterlingen, Wildbienen, Käfer und Heuschrecken. Damit ziehen wieder die vielen Feldlerchen und andere Kleinvögel ihre Jungen auf.

 

         

   

Scharfer Hahnenfuss (Ranunculus acris), Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae) und Wiesenbocksbart (Tragapogon pratensis), Korbblütengewächse (Compositae bzw. Asteraceae) im Vordergrund bilden zusammen mit dem Löwenzahn (s.rechts) den charakteristischen Gelbaspekt der Wiesen bis Mitte / Ende Mai.

 

Vorne links verblühter Wiesen-Löwenzahn (Taraxacum officinale), Korbblütengewächse (Compositae bzw. Asteraceae) , blau blüht hier nicht der Enzian, sondern die Wiesenglockenblume (Campanula patula), Glockenblumengewächse (Campanulaceae) sowie in sattem Gelb Scharfer Hahnenfuss (s.l.). 

Letzterer enthält den scharf schmeckenden Giftstoff Anemonin (daher der Name) und und wird deshalb von Rindern gemieden. Auf beweideten Wiesen bleibt der Scharfe Hahnenfuss deshalb oft inselartig stehen. Beim Trocknen verliert der Giftstoff seine Wirkung, sodass die Pflanze im Heu unschädlich ist. 

 

Die Rote Lichtnelke (Silene dioica), Nelkengewächse (Caryophyllaceae) dominiert die Wiesen...

     

...und kommt meist gehäuft in einzelnen Gruppen vor. Sie hat den Blütentypus einer Stiel-Teller-Blüte, deren Bestäuber fast ausschließlich Schmetterlinge und nur selten Hummeln sind.

 

 

Nahe am Boden wächst der Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys), Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae)...

    

... der in dichten Gruppen mit vielen einzelnen Pflanzen als eine Art "Teppich" den Boden bedeckt, zwar auch im Halbschatten wächst, aber nur an sonnigen Standorten Blüten ausbildet. Der Grund hierfür ist die im vollen Licht wesentlich höheren Photosyntheserate.

 

Am Wiesen- oder (ungespritzten) Ackerrand ist der Klatschmohn (Papaver rhoeas), Mohngewächse (Papaveraceae) anzutreffen.

      

Auch der Wiesen-Pippau (Crepis biennis), Korbblütengewächse (Compositae bzw. Asteraceae) trägt zur Farbenvielfalt der Wiesen bei, ...

   

  

Der griechende Günsel (Ajuga reptans), Lippenblütengewächse (Lamiaceae) ist eine häufig anzutreffende Licht- bis Halbschattenpflanze und gilt als Nährstoffzeiger. Die Verbreitung der Art wird durch Ameisen und durch oberirdisch kriechende Ausläufer begünstigt.

 

...hier ist der Wiesen-Pippau noch einmal näher zu sehen:

 

 

Auch der Wiesenstorchschnabel (Geranium pratense), Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) gehört zum herrlichen Blau der Wiesen mit dazu. Die nach dem Verblühen abwärts gebogenen Blütenstiele sehen wie Storchschnäbel aus, daher der Name der Art. Er gilt als Nährstoffzeiger und Tiefwurzler. 

Die eigenartige Verbreitung der Früchte wird als Schleuderverbreitung oder Katapultmechanismus bezeichnet, wobei der Samen aus dem Fruchtstand ruckartig hinausbefördert wird. 

Bemerkenswert sind auch die Wachstumsbewegungen der Blütenstiele beim Aufblühen, die durch unterschiedliches Wachstum der Blütenstielflanken zustande kommen.       

Die Gewöhnliche Wucherblume oder Margerite (Leucanthemum vulgare), Korbblütengewächse (Compositae bzw. Asteraceae) darf auf einer artenreichen, ungedüngten Wiese nicht fehlen. In den überdüngten Wiesen an anderer Stelle ist sie heute nicht mehr anzutreffen.

   

Der Hopfenklee (Medicago lupulina), Schmetterlingsblütler (Fabaceae) wächst wie der Gamander-Ehrenpreis (s.o.) dicht am Boden.

 

 

Die schönen Salbei-Glatthaferwiesen weisen über 50 verschiedene Pflanzenarten pro Quadratmeter auf. Geht man davon aus, dass im Durchschnitt von jeder Pflanzenart 15 Insektenarten für Ihre Ernährung und Fortpflanzung abhängig sind, kann man sich ein Bild davon machen, wie viele Insekten in so einer Wiese leben.

 

 

Die Rote Lichtnelke (s.o.) ist hier mit dem Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris), Doldengewächse (Apiaceae) vergesellschaftet.

 

     
     

Am Wegesrand trifft man das Gemeine Leimkraut oder Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris), Nelkengewächse (Caryophyllaceae) an, ein relativ anspruchsloser Rohbodenpionier. Die Blüten, die reichlich Nektar absondern, werden insbesondere durch Nachtfalter, seltener auch durch Bienen bestäubt. Die Art enthält Saponine und wurde früher zu Heilzwecken verwendet.

 

Der Wiesenbocksbart (s.o.) wurde früher zu einem "Feldsalat" verarbeitet und gegessen,...

...er enthält einen milchig weißen, süßlich schmeckenden Saft.

      

Die Wiesenglockenblume (s.o.) blüht ab Mitte Mai das ganze Jahr über, wendet sich dem Licht zu (sonnenwendige Lichtpflanze) und wird von Bienen bestäubt.

 

 

Das Jahr durch können allein um 30 Schmetterlingsarten und 15 Bienenarten beobachtet werden. Noch zahlreicher sind die Käferarten. Pflanzen und Insekten sind die Basis verschiedener Nahrungsketten. Es ist tatsächlich die Vielfalt, die das Besondere an diesen Wiesen ausmacht.

 

Auf der Wiesenknautie oder Witwenblume (Knautia arvensis), Kardengewächse (Dipsacaceae) tummeln sich viele Fluginsekten...

 

    

  

...Sie blüht ab Ende Mai bis in den Spätsommer hinein.

Der Wiesensalbei (Salvia pratensis), Lippenblütengewächse (Lamiaceae), Charakterpflanze der Salbei-Glatthaferwiesen, ist eine wertvolle Pflanze, die auf sonnig-trockenen Biotopen, also Wegrändern, Rainen, Böschungen, Halbtrocken- und Kalkmagerrasen steht und... 

 

     

...von dessen getrockneten und zerriebenen Blüten man einen gut schmeckenden Tee zubereiten kann.

 

 

 

Die Zaunwicke (Vicia sepium), Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae) ist ebenfalls in den Magerwiesen anzutreffen,...

 

 

Großer Klappertopf (Rhinanthus serotinus), Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae), dessen Name daher kommt, dass die Samen in den dürren Kapseln bei Windeinwirkung "klappern",  Rotklee (Trifolium pratense), Schmetterlingsblütler (Fabaceae) und Gänseblümchen (Bellis perennis), Korbblütengewächse (Comositae bzw. Asteraceae) prägen die Blumenwiesen mit.

 

 

...kommt aber normalerweise eher auf stickstoffhaltigen Böden, in Gebüschen, Waldrändern, Laubmischwäldern und an Gartenrändern und -zäunen vor. Der hohe Eiweißgehalt der Pflanze macht diese zu einem wertvollen Futterkraut.

 

Die Farbpalette der Gänseblümchen-Blüten (s.o.) reicht von fast weiß über rotweiß zu fast rot. Es gibt zahlreiche Unterarten. 

Das Gänseblümchen wird als Heilpflanze verwendet gegen Hauterkrankungen und Leberbeschwerden sowie mit schleimlösender Wirkung.   

 

Rotklee (s.o.) wurzelt bis in 2m Tiefe und bevorzugt wintermilde Klimate. Er wird von Hummeln bestäubt und durch Ameisen und pflanzenfressende Säugetiere verbreitet. Er ist auch heute noch eine wichtige eiweißreiche Futterpflanze, ein Bodenverbesserer (Anreicherung von Luftstickstoff mittels Bakteriensymbiose) sowie ein Nährstoffzeiger. Reine Rotkleewiesen sind aber selten geworden.

 

         

Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), Korbblütengewächse (Compositae bzw. Asteraceae) ist auf Wiesen, Weiden, Magerrasen und Moorwiesen weit verbreitet, so auch auf den Blumenwiesen an der Donau. Sie hat etwa 2cm große, purpurrötliche Blütenköpfe, deren Randblüten deutlich strahlenartig vergrößert sind.

 

         

         

   
 

An Brutvögeln können vor allem die Feldlerche, Goldammer, Bachstelze, die seltene Schafstelze, der Stieglitz, der Bluthänfling und das Rebhuhn beobachtet werden.

In den Hecken kommen die Dorngrasmücke, der Neuntöter und die Elster vor.

Im Frühjahr und Herbst sind Zuggäste wie Braunkehlchen und Steinschmätzer anzutreffen. Wintergast ist die Kornweihe.

 

      Der Gemeine Beinwell (Symphytum officinale), Borretschgewächse (Boraginaceae) hat rotviolette bis gelblich weiße Blüten und kommt an Wegrändern, auf Naß- und Moor- sowie Auenwiesen vor. Er ist eine sehr alte Heilpflanze. Sein griechischer Name Symphytum leitet sich von "symphyein" = zusammenwachsen ab und bezieht sich auf die Heilwirkung des Wurzelstockes in Form von Salben, Tinkturen und Breiumschlägen bei Knochenbrüchen, daher auch die deutsche Bezeichnung Beinwell. 
Im Juni und Juli dominieren als Wiesenaspekt Blau und Violett die Wiesen,...        
 

 

...aber auch das Rot des Klatschmohns (Papaver rhoeas), Mohngewächse (Papaveraceae) der angrenzenden Äcker.
 

 

 

       
Die Büschel-Glockenblume (Campanula glomerata), Glockenblumengewächse (Campanulaceae) (inmitten des großen Klappertopfs, s.o.) zeigt violette Blüten am Stielende und gebüschelt in den Achseln der oberen Blätter. Die Pflanze wird 20-60cm hoch und kommt an Wald- und Wegrändern vor, aber wie hier speziell auch auf Kalkmagerrasen.  

Foto: Paul Rogg

    

Die Blumenwiesen an der Donau sind jedes Jahr einen Besuch wert! 

Bitte betreten Sie die Wiesen nicht ! Auch vom Weg aus sind die Pflanzen in ihrer ganzen Vielfalt zu bewundern. 

 

 

 

 

Läuft man von den Blumenwiesen Richtung Ennetacher Fischersee zurück wie bei unseren Führungen anlässlich des Blumenwiesenfestes am 02.06.2002, siehe Karte unten, rot gestrichelt, kann man noch deutliche Reste eines ehemaligen Bewässerungssystems entdecken. 

Ursprünglich wurden die Wässergräben von der Herrschaft zu Friedberg Scheer zur Bewässerung der Felder und Gärten im Gewann "Greut" angelegt. 

                                                                         

Vom späteren Besitzer Thurn und Taxis wurde das Bewässerungssystem erweitert, um auch die Wiesen in der "Hau" zu bewässern. Dazu wurde an der Ablach eine Falle (Steckbretter) umgesteckt und das Wasser in das Grabensystem geleitet.

Es ging dabei nicht nur um das Wasser. Die Schwebstoffe des Wassers waren ein wichtiger Dünger. Kunstdünger gab es noch nicht und der Tierdung war damals knapp. Es wurde wesentlich weniger Vieh pro Hektar als heute gehalten. Den Dung brauchte man hauptsächlich für die Äcker.

Es wurde noch bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts bewässert, bis die Bauern sich schließlich Kunstdünger leisten konnten.

Brutvögel sind hier das Rebhuhn, die Goldammer, der Stieglitz, der Sumpfrohrsänger, die Bachstelze, Feldlerche, der Bluthänfling, Neuntöter, Feldsperling, die Elster und die Rabenkrähe.

 

 

Der Ennetacher Fischersee  ist die Erweiterung eines ehemaligen Donaualtwassers.

 

Die ehemalige Kiesgrube der Firma Gaggli-Buck neben dem Ennetacher Fischersee hat sich zu einer wertvollen Weichholzaue entwickelt. So hat früher wohl die gesamte Donauaue ausgesehen. Hier sind noch Wacholderdrossel, Amsel, Mönchsgrasmücke, Dorngrasmücke, Gartengrasmücke, Zilpzalp, Rotkehlchen, Grünling, Buchfink, Stieglitz, Neuntöter, Elster, Rabenkrähe, Türkentaube, Turmfalke, Grünfüßiges Teichhuhn und Stockente anzutreffen.

 

 

Weitere Bilder schöner Blumenwiesen:

         

                                 Hofwiesen 1992

 

                            Otterwiesen Ennetach 1992

         

 

         

                      Sommeraspekt

Scheer, Olber (Wilde Traubenhyazinthen)

         

 

 

         

 

 

Anleitung zur Einstufung von Flächen für die Förderung im MEKA II (Prospekt "Artenreiches Grünland" des Ministerium Ländlicher Raum Baden-Württemberg, Stuttgart aus dem Jahre 1999.

 

 

         

Auch im Mai 2004 konnte man die schönen Blumenwiesen an der Donau bewundern. Die Farbe Gelb dominierte das Landschaftsbild.

Um die Wichtigkeit und Einzigartigkeit dieser Blumenwiesen herauszustellen, haben wir vom 28.Mai 2004 bis 25.Juni 2004 unsere Ausstellung "Mensch und Landschaft" im Römermuseum in Mengen-Ennetach veranstaltet. Ausgestellt wurden auch Blumenwiesenbilder von Kindern, welche an unserem Blumenwiesen-Malwettbewerb 2004 teilnahmen.

Am 27.Juni 2004 fand ein großes und sehr gut besuchtes Blumenwiesenfest unterhalb der Ennetacher Krautländer statt (siehe 2004 und Bericht zum Blumenwiesenfest 2004).

     
 

 

Am 21. Mai 2006 stand unser Blumenwiesen-Wandertag auf dem Programm.

Blumenwiesen-Karte als pdf zum Downloaden

 

 

Bei zunächst weitgehend verregnet-kaltem, anschließend windig-bewölktem Wetter und seltenen sonnigen Abschnitten war der Ausgangspunkt beim Gasthaus i-Punkt in Scheer. Neben Informationsmaterial und Teilnehmerbuttons wurde auch eine schöne Teilnehmerkarte zur Erinnerung an die Veranstaltung an die leider recht wenig erschienenen Teilnehmer(innen) ausgegeben.    

Die Wanderstrecke und die Radstrecke waren zuvor von uns komplett ausgeschildert worden. Zusätzliche Warnschilder warnten die Autofahrer vor querenden Wanderern und Fahrradfahrern.

Die Wanderung führte auf den Stauden, eine Albhöhe bei Scheer, mit wunderschönen Blumenwiesen, herrlicher Aussicht auf die Alpen und das Alpenvorland und zurück ins Städtchen mit dem imposanten Schloss. Wir bedanken uns beim Schwäbischen Albverein Scheer für die freundliche Unterstützung bei den Führungen.

Die Radrundfahrt links der Donau führte nach Blochingen, am Egelsee vorbei über den Donauradweg nach Ennetach und von dort an den Ennetacher Krautländern entlang durch die Donauauen mit den herrlichen Blumenwiesen wieder nach Scheer. Auch bei den Blumenwiesen versorgten wir die Teilnehmer mit Informationen zu den vorhandenen Pflanzengesellschaften und den dort lebenden Tieren, der Geschichte der einst sehr bewegten Landschaft mit den Donaualtarmen und dem ehemaligen Bewässerungssystem von der Ablach her.

 

Insgesamt gesehen war die Veranstaltung trotz der relativ geringen Resonanz ein wichtiger Beitrag zu unserer Öffentlichkeitsarbeit und unserem Bemühen, unsere wunderschöne Landschaft in direkter Nähe zu erhalten.

 

 

 

 

Um die neue Blumenwiese Mitte Oktober 2006 unterhalb der Ennetacher Krautländer bei unserer Blumenwiesentafel anzulegen, musste der Boden, vorher handelte es sich bei der Fläche um eine Wiese, erst einmal vorbereitet werden.

Nachdem der Landwirt Martin Kleiner zuvor die Fläche von etwa 500 qm aufgefräst hatte, wurden durch Helfer unserer Gruppe über 12 Tonnen Kalksplitt verteilt.

      

Dieser Splitt ersetzte den sonst vorhandenen feineren Donaukies und sollte den Boden mit Kalk anreichern.

Helfer beim Anlegen der neuen Blumenwiese Mitte Oktober 2006 (von links nach rechts): Alfons Laux, Hannelore Lenk, Armin Lenk, Lothar Seel und Werner Löw

 

 

Die ganze Fläche sollte nun mit einem so genannten Kultivator behandelt werden, der den Schotter in das Erdreich einarbeitet. Wir wollten noch 2006 einsäen – bei vielen Blumen und Kräutern handelt es sich um Frostkeimer, die erst nach einer Frostperiode zu keimen beginnen.

   

Der sehr anstrengende Einsatz wurde mit einer zünftigen Brotzeit mit frischem Zwiebelkuchen beendet.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung: Der NABU legt ein Versuchsfeld "Blumenwiese" an (SZ v. 17.10.06).

 

 

Wenige Tage später war der Boden fertig bearbeitet und die Wiese eingesät.

 

                                      Vor der Einsaat (Oktober 2006)

                                           Nach der Einsaat (Oktober 2006)

 

Anfang November 2006 wurde unsere neue Wiese bereits grün. Es keimte!

 

   

 

 

 

Anfang April 2007 wurde unsere neu angelegte Blumenwiese unterhalb der Ennetacher Krautländer bereits deutlich grüner. Es sproßen die ersten Blütenpflanzen!

 

         

         

 

 

 

 

 

Bei insgesamt 3 ausgedehnten Führungen unter abwechselnder Führung von Werner Gottwald, Werner Löw, Inge Laidler und Martin Orlik konnte man beim Blumenwiesenwandertag 2007 mit Ausgangspunkt in Scheer die wohltuende Weite der Donauauen  mit ihren einzigartigen, sehr artenreichen und wunderschön blühenden Blumenwiesen und der von der Donau geschaffenen abwechslungsreichen Topografie genießen.

Alle Wege waren genau ausgeschildert. Es gab eine kleine und eine große Runde. Für Radfahrer gab es einen noch etwas längeren Rundkurs.

Wer mochte, konnte die Schönheit dieser Landschaft auch von der Pferdekutsche aus erleben.

Alle Wege führten immer am Erfrischungsstand mit Kaffee und Kuchen des Fischervereins Scheer bei ihrem Weiher vorbei.

 

Siehe auch 2007 und dann 3. Juni "Blumenwiesenwandertag".

 

 

 

Auch 2009 fand wieder ein Blumenwiesenfest statt. Werner Löw stellte die vor zwei Jahren neu angelegte Blumenwiese bei der Infotafel unter den Ennetacher Krautländern vor. Dabei erläuterte er, wie man mit relativ wenig Aufwand, aber viel Geduld so ein Stück Natur in seinen Garten holen kann.

      

 

 

Hoffen wir, dass uns die Blumenwiesen an der Donau zwischen Ennetach und Scheer mit den Resten des ehemaligen Bewässerungssystems und der Donaualtarme noch recht lange erhalten bleiben und auch unsere Kinder und Enkel noch in den Genuss dieser ehemals sehr bewegten Landschaft mit einer enormen Farben-, Formen-  und Duftvielfalt kommen können!

 

 

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