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NABU F. Derer
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Die Dohle, Vogel des Jahres 2012
Juniorranger-Fortbildung und Jugendangebote 2012
Juniorranger-Mitmach-Qualipassangebote 2012
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6. -8. Januar
Stunde der Wintervögel - Von einem Platz aus wurden eine Stunde lang die Vögel dokumentiert, die gesehen wurden. Die Beobachtungen konnten auf Teilnahmekarten, welcher bei Rathäusern und Banken in Mengen und Umgebung auslagen, notiert oder direkt übers Internet gemeldet werden. Alle Teilnehmer nahmen an einer Verlosung teil. Im Mittelpunkt dieser "Volkszählung für Vögel" standen die vertrauten und weitverbreiteten Vogelarten.
SN v. 22.12.2011 , SZ v. 31.12.2011, SZ v. 05.01.2012, Wochenblatt vom 05.01.2012.
13. Januar
Erste Ausschusssitzung im Jahr 2012 bei Werner Löw zuhause in ruhiger und gemütlicher Umgebung (danke an Werner Löw!), nachdem das Hotel Baier in Mengen trotz fester Reservierung für unsere Sitzung das Nebenzimmer anderweitig vergeben hat, ohne uns vorher Bescheid zu geben. Wir besprachen hauptsächlich den Ablauf und die Organisation unserer bevorstehenden Hauptversammlung in neuer Rekordzeit von nur einer Stunde Sitzungsdauer.
10. Februar
Unsere Hauptversammlung 2012 im Gasthof zur Sonne in Hohentengen war mit 30 Personen, darunter auch wieder viele Jugendliche, sehr gut besucht.
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Werner Löw begrüßte als Versammlungsleiter alle Anwesenden und zahlreiche Gäste, darunter auch Herrn Müller, den Naturschutzbeauftragten des Landkreises Sigmaringen, Herrn Moll vom NABU Bad Saulgau, Herrn Bauernfeind vom NABU Sigmaringen und Herrn Hecht vom Fischereiverein Mengen.
Werner Löw bedauerte in seiner bewegenden Rede den Rückgang der Artenvielfalt, welcher auch volkswirtschaftlich eine tickende Zeitbombe darstelle.
Die Naturerhaltung sei wichtig. Wir stünden alle in der Verantwortung, auch für zukünftige Generationen Natur zu erhalten und zu schützen. Mehr Unterstützung aus der Bevölkerung sei notwendig. Die Fischer, Jäger und wir hätten viel Gemeinsames.
Wir reichen allen die Hand, so Werner Löw und laden ein zur Mit- und Zusammenarbeit mit interessanten Arbeiten und Aufgaben.
"Wir freuen uns auf Ihr Engagement!", so Werner Löw. "Brechen Sie mit uns auf zu neuen Ufern!"
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Es folgte der Bericht unseres Schriftführers Martin Orlik mit einem Rückblick auf 2011 und den wichtigsten Ereignissen.
Elke Reinauer ging als Kassenwartin in ihrem Kassenbericht detailliert auf die Einnahmen und Ausgaben im Jahr 2011 ein. Einnahmen in Höhe von 176.933,03 EUR standen Ausgaben in Höhe von 162.054,91 EUR gegenüber. Dadurch ergab sich ein Überschuss in Höhe von 14.878,12 EUR für das Jahr 2011. Der Stand des Gesamtvermögens betrug zum 31.12.2011 35.309,11 €. Darin enthalten sind zweckgebundene Rücklagen für die Amphibien-Leiteinrichtung Zielfingen in Höhe von 24.804,60 € (6.100 € = Restsumme der Vorauszahlung der Stiftung Naturschutz BW und 18.704,60 € = der von unserer Gruppe noch zu leistende Betrag). Der tatsächliche Vermögenswert beträgt also 10.504,51 €.
Unser Kassenprüfer Arnd Siebenrock bescheinigte auch stellvertretend für unsere Kassenprüferin Erika Rimmele-Laux Elke Reinauer erneut eine sehr übersichtliche und vorbildliche Kassenführung mit feinsäuberlich geordneten, vollständigen Belegen.
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Anne Pfundstein und unsere Jugendlichen / Juniorranger(innen) berichteten mit Vorträgen und Präsentationen zu unserer Jugendarbeit im Jahr 2011, zu unserer in 2011 gegründeten NAJU-Gruppe und zur Arbeit als Jugendbegleiterinnen an drei Schulen und gaben auch einen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten im Jahr 2012. |
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Dabei überreichte Anne Pfundstein Qualipass-Bescheinigungen an Jugendliche. Die Jugendlichen bedankten sich beim NABU-Vorstand für die Ermöglichung der Jugendarbeit und die Bereitstellung der hierfür notwendigen Mittel, bei Anne Pfundstein mit einem Blumenstrauß und bei Werner Löw mit einem Weinpräsentkorb für die tatkräftige Unterstützung und für die aktive auch praktische Mitwirkung das ganze Jahr über bei der Jugendarbeit. |
Verständnisfragen und Diskussionsbedarf zu den Berichten gab es auf Nachfrage von Werner Löw keine.
Die Vorstandschaft wurde von den Anwesenden einstimmig ohne Gegenstimmen entlastet. Die Durchführung der Entlastung nahm NABU-Mitglied Alfred Bauernfeind vom NABU Sigmaringen vor.
Die Satzungsänderung stellte Martin Orlik vor. Er erklärte die wichtigsten Punkte kurz und anschaulich in Form einer Gegenüberstellung alte - neue Satzung. Fragen gab es zur Satzungsänderung keine. Werner Löw stellte darauf die neue Satzung zur Abstimmung. Sie wurde einstimmig angenommen.
Anschließend standen Neuwahlen auf dem Programm. Horst Reinauer führte als Wahlleiter die Wahlen durch. Gewählt wurden auf 2 Jahre jeweils einstimmig ohne Gegenstimmen:
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Vorstand (Sprecher / Sprecherinnen):
Werner Löw als Sprecher mit der Funktion Beauftragter für Natur- und Artenschutz
Anne Pfundstein als Sprecherin mit der Funktion Jugendarbeit
Elke Reinauer als Sprecherin mit der Funktion Kassenwartin
Martin Orlik als Sprecher mit der Funktion Schriftführer
Ausschuß (= erweiterter Vorstand mit Beisitzern / Beisitzerinnen):
Werner Gottwald, Arnd Siebenrock, Inge Laidler, Lisa Eberhard, Julia Speh, Vanessa Reppner und Sarah Müller
Kassenprüfer / Kassenprüferin:
Arnd Siebenrock, Erika Rimmele-Laux
Alle Gewählten nahmen die Wahl an.
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Anschließend erfolgte die Ehrung von langjährigen NABU-Mitgliedern, welche zur Hauptversammlung gekommen waren. Werner Löw nahm die Ehrung vor:
Anne Pfundstein und Jürgen Pfundstein für 10 Jahre aktive und treue NABU-Mitgliedschaft
Wilfried Ballarin für 30 Jahre passive und treue NABU-Mitgliedschaft
Werner Gottwald für sein Amt als Sprecher (2 Jahre) und viele Jahre als aktiver Beisitzer und aktive und treue NABU-Mitgliedschaft.
Nach der Ehrung schloss Werner Löw die Hauptversammlung 2012.
Es folgte zum Abschluss der Hauptversammlung ein schöner und interessanter Vortrag zum Vogel des Jahres 2012, der Dohle. Werner Gottwald vermittelte eindrucksvoll und abwechslungsreich alles Wissenswerte zu diesem inzwischen leider auch in unserer Gegend selten gewordenen, prächtigen Vogel und seiner oft zu Unrecht verfolgten Verwandtschaft, den Rabenvögeln.
SZ v. 25.01.2012; SN v. 26.01.2012, SZ v. 09.02.2012, SN v. 09.02.2012, großer Nachbericht SZ v. 23.02.2012.
15. Februar
Heckenpflege naturverträglich durchführen
Beim NABU gingen wiederholt Meldungen ein über rücksichtsloses Vorgehen bei der Heckenpflege in der Landschaft. Vögel und Insekten haben dadurch weniger Chancen zu überwintern und sich im Frühjahr fortzupflanzen.
Feldhecken überaltern im Laufe der Jahre und wachsen in die angrenzenden Felder hinein. Sie müssen von Zeit zu Zeit zurückgenommen und u. U. alle zehn bis fünfzehn Jahre auf den Stock gesetzt werden. Das sieht man auch beim NABU so, meint Werner Löw. Dann können sie sich verjüngen und wieder verdichten und bieten Tieren wieder einen besseren Unterschlupf. Um den darin lebenden Tieren nicht auf einen Schlag ihren ganzen Lebensraum zu nehmen, darf man keinen Kahlschlag machen. Beim „auf den Stock setzten“ werden Abschnitte auf 20m Länge über dem Wurzelstock abgeschnitten und die nächsten 20m stehen gelassen. Darin können sich Hase und Igel zurückziehen, Vögel finden noch einen geschützten Schlaf- und im Frühjahr einen Nistplatz.
Bei kleinen Hecken oder den Abschnitten die stehen bleiben, wird nur das, was seitlich in die Felder hängt zurückgenommen. Wenn sich die Pflegestellen in ein bis zwei Jahren erholt haben, können die verschonten Bereiche bearbeitet werden. Nur Zeilen aus ein paar Ruten oder einzelne Bäume stehen zu lassen reicht nicht aus. Das bietet keine Deckung, schon gar nicht für ein Nest.
Auch für die Insektenwelt ist eine richtige Heckenpflege enorm wichtig. Viele Käfer, Schmetterlinge und Wildbienen überwintern in den Hecken als Ei, Puppe oder fertiges Insekt. Wo sollen im Frühjahr die Meisen Kleiber, Rotkehlchen, Neuntöter, Zaunkönige und die anderen Heckenbewohner das Futter für ihre Jungen herbringen, wenn kaum noch etwas den Winter überleben und im Frühjahr sich ansiedeln kann.
Natürlich ist es rationell, alles auf einmal weg zu machen, wenn man schon dran ist. Doch erfreulicherweise gibt es auch Heckenpfleger, wenn auch wenige, die es wirtschaftlich verkraften, wenn sie es naturverträglich machen, freut sich Löw. Wie man es richtig macht ist im „Merkblatt für Heckenpflege“ nachzulesen. Erhältlich ist es bei der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt oder der NABU-Gruppe Mengen Scheer Hohentengen Ostrach, Scheererstraße 27, Mengen/Ennetach.
23. Februar
Großer Lauschangriff auf den Uhu im Donautal - Juniorranger des NABU Mengen mit im Einsatz
(SN v. 01.03.2012).
9. März
Unsere Jugendlichen erhielten für ihren Einsatz bei der Renaturierung des Ablach-Flutkanals eine Auszeichnung vom Zwiefaltener Naturschutzfonds
(SZ v. 12.03.2012).
15. März
Die Amphibienwanderungen haben begonnen
(SN v. 15.03.2012).
16. März
Weitere öffentliche Ausschußsitzung im Gasthaus Adler in Mengen-Ennetach. Es ging im wesentlichen um die Jugendarbeit, um Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeiterwerbung, um die voraussichtlichen Kosten 2012 für die einzelnen Aufgabenbereiche, um die weitere Nutzung des Schaufensters in der Hauptstraße 119 in Mengen, um die Bestellung eines Geschäftsstellenleiters und dessen Aufwandsvergütung sowie um Berichte und Sonstiges.
17. März 2012
Die Juniorranger gestalten im Walke-Garten einen der beiden großen Pappelstämme als Nistbaum und setzen ein paar Büsche für die Naturhecke. Die Anleitung erfolgte durch Markus Ellinger vom Naturschutzzentrum Obere Donau Beuron, Werner Löw und Anne Pfundstein.
21. März
Helfer sichern Kröten und Fröschen den Weg - Großer Artikel in der Schwäbischen Zeitung
(SZ v. 21.03.2012 Bild, SZ 21.03.2012 Artikel).
22. März
Vögel suchen noch Quartiere
(SN v. 22.03.2012, SZ v. 22.03.2012).
22. März
Amphibienfreude sind gesucht (SN v. 22.03.2012).
22. März
Ein junger Zwetschgenbaum ist noch zu haben (SN v. 22.03.2012).
4. April
Naturschützer rügen Bauern (
SZ v. 04.04.2012).
5. April
Der NABU wünscht frohe Ostern!
(SN v. 05.04.2012).Jetzt ankommende Zugvögel suchen Nistgelegenheiten
(SN v. 05.04.2012).Infoabend für Mauersegler- und Schwalbenfreunde
(SN v. 05.04.2012).
11. April
Einweihung der Leiteinrichtung für Amphibien in Zielfingen
SZ v. 12.04.2012 Bild; SZ v. 12.04.2012; SZ v. 13.04.2012.
Umweltminster Alexander Bonde, MdL Tanja Gönner und Landrat Dirk Gaerte besuchen
Amphibienleiteinrichtung bei Mengen
Hoher Besuch traf sich unlängst an der neuen
Amphibienleiteinrichtung, die auf Initiative unserer NABU-Gruppe im letzten Jahr
gebaut worden ist. Umweltminister Alexander Bonde, Landtagsabgeordnete Tanja
Gönner und Landrat Dirk Gaerte besichtigten die Anlage und lobten das
Naturschutzengagement unserer NABU-Gruppe. Das ständige Nachhaken und Bitten
unserer NABU-Gruppe in der Politik hat sich schließlich gelohnt. Seit dieser
Wanderperiode können die rund 5.000 Kröten die Straße ungefährdet passieren.
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Südkurier-Zeitungsartikel vom 13.04.2012 im Wortlaut: „Wir müssen die Natur spüren“, machte Landrat Dirk Gaerte beim „Neuseeland“ an den Zielfinger Seen deutlich. Jetzt kann man auch sehen, dass Beton und Natur sich nicht ausschließen: Eine Amphibien-Leiteinrichtung sorgt dafür, dass rund 4000 bis 5000 Kröten unbeschadet die Straße überqueren können. Besser gesagt: Unterqueren. Die Tiere werden in Rinnen zu Untertunnelungen geführt und so nicht mehr von Autoreifen „platt gemacht“. Auch die rund 100 000 Jungtiere, die im Juni die Seen verlassen, können nun unbeschadet in die Zukunft hüpfen. Bislang wurden sie durch Krötenzäune geschützt. Schon 1995 hat die Gruppe Mengen-Hohentengen-Scheer-Ostrach des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) hier so eine Schutzeinrichtung aufgestellt und freiwillige Helfer sammelten zu bestimmten Zeiten die Amphibien auf und trugen sie mittels Plastikeimer auf die andere Straßenseite. So geschieht das auch immer noch an vielen Stellen im Landkreis Sigmaringen. Dass jetzt überall solche Leiteinrichtungen gebaut werden, das ist illusorisch und ohne die Unterstützung der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg, wäre es auch in Zielfingen nicht gegangen. Denn immerhin hat die komplette Maßnahme über 180 000 Euro gekostet. Landkreis, Sparkassenstiftung und die NABU-Gruppe selbst steuerten das Geld für die nicht gedeckten Kosten bei. Werner Löw und seine Freunde vom NABU haben nicht locker gelassen, immer wieder nachgehakt, Anträge gestellt und um Unterstützung gebeten. Die bekamen sie auch von der damaligen Umweltministerin Tanja Gönner. Die CDU-Politikerin ist nun Landtagsabgeordnete und stand mit grünen Gummistiefeln und grünem Regenschirm neben ihrem Nachfolger von den Grünen im schwarzen Anzug. „Es wäre sicher interessant gewesen, der realen Eröffnung beizuwohnen“, scherzte Alexander Bonde. Wegen der niederen Temperaturen war aber weit und breit keine Kröte zu sehen. Dafür gab es von ministerieller Seite viel Lob für das Engagement der NABU-Gruppe, die nun eine Entlastung bekomme. Doch die Arbeit dürfte den Naturschützern nicht ausgehen. „Wir müssen uns weiterhin für den Artenschutz und den Naturschutz einsetzen“, machte Löw deutlich. Der brauche das dringend. Solche Einrichtungen wie die Leiteinrichtung machten auch deutlich, wie wichtig der Artenschutz ist – und dass man in seinen Bemühungen nicht nachlassen darf.
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