Jahr 2012 

NABU F. Derer

 

Die Dohle, Vogel des Jahres 2012

 

 

Jahreswahl

 

Jahresbericht 2012

 

 

April    Juli    Oktober   

 

 

 

6. -8. Januar

 

Stunde der Wintervögel - Von einem Platz aus wurden eine Stunde lang die Vögel dokumentiert, die gesehen wurden. Die Beobachtungen konnten auf Teilnahmekarten, welcher bei Rathäusern und Banken in Mengen und Umgebung auslagen, notiert oder direkt übers Internet gemeldet werden. Alle Teilnehmer nahmen an einer Verlosung teil. Im Mittelpunkt dieser "Volkszählung für Vögel" standen die vertrauten und weitverbreiteten Vogelarten.

SN v. 22.12.2011 , SZ v. 31.12.2011, SZ v. 05.01.2012, Wochenblatt vom 05.01.2012.

 

13. Januar

Erste Ausschusssitzung im Jahr 2012 bei Werner Löw zuhause in ruhiger und gemütlicher Umgebung (danke an Werner Löw!), nachdem das Hotel Baier in Mengen trotz fester Reservierung für unsere Sitzung das Nebenzimmer anderweitig vergeben hat, ohne uns vorher Bescheid zu geben. Wir besprachen hauptsächlich den Ablauf und die Organisation unserer bevorstehenden Hauptversammlung in neuer Rekordzeit von nur einer Stunde Sitzungsdauer.

 

 

10. Februar

 

 

Unsere Hauptversammlung 2012 im Gasthof zur Sonne in Hohentengen war mit 30 Personen, darunter auch wieder viele Jugendliche, sehr gut besucht.

 

 

 

Werner Löw begrüßte als Versammlungsleiter alle Anwesenden und zahlreiche Gäste, darunter auch Herrn Müller, den Naturschutzbeauftragten des Landkreises Sigmaringen, Herrn Moll vom NABU Bad Saulgau, Herrn Bauernfeind vom NABU Sigmaringen und Herrn Hecht vom Fischereiverein Mengen.

 

Werner Löw bedauerte in seiner bewegenden Rede den Rückgang der Artenvielfalt, welcher auch volkswirtschaftlich eine tickende Zeitbombe darstelle.

 

Die Naturerhaltung sei wichtig. Wir stünden alle in der Verantwortung, auch für zukünftige Generationen Natur zu erhalten und zu schützen. Mehr Unterstützung aus der Bevölkerung sei notwendig. Die Fischer, Jäger und wir hätten viel Gemeinsames.

 

Wir reichen allen die Hand, so Werner Löw und laden ein zur Mit- und Zusammenarbeit mit interessanten Arbeiten und Aufgaben.

 

"Wir freuen uns auf Ihr Engagement!", so Werner Löw. "Brechen Sie mit uns auf zu neuen Ufern!"

 

 

 

 

 

Es folgte der Bericht unseres Schriftführers Martin Orlik mit einem Rückblick auf 2011 und den wichtigsten Ereignissen.

 

 

Elke Reinauer ging als Kassenwartin in ihrem Kassenbericht detailliert auf die Einnahmen und Ausgaben im Jahr 2011 ein. Einnahmen in Höhe von 176.933,03 EUR standen Ausgaben in Höhe von 162.054,91 EUR gegenüber. Dadurch ergab sich ein Überschuss in Höhe von 14.878,12 EUR für das Jahr 2011. Der Stand des Gesamtvermögens betrug zum 31.12.2011 35.309,11 €. Darin enthalten sind zweckgebundene Rücklagen für die Amphibien-Leiteinrichtung Zielfingen in Höhe von 24.804,60 € (6.100 € = Restsumme der Vorauszahlung der Stiftung Naturschutz BW und 18.704,60 € = der von unserer Gruppe noch zu leistende Betrag). Der tatsächliche Vermögenswert beträgt also 10.504,51 €.

 

 

Unser Kassenprüfer Arnd Siebenrock bescheinigte auch stellvertretend für unsere Kassenprüferin Erika Rimmele-Laux Elke Reinauer erneut eine sehr übersichtliche und vorbildliche Kassenführung mit feinsäuberlich geordneten, vollständigen Belegen.

 

 

 

 

Anne Pfundstein und unsere Jugendlichen / Juniorranger(innen) berichteten mit Vorträgen und Präsentationen zu unserer Jugendarbeit im Jahr 2011, zu unserer in 2011 gegründeten NAJU-Gruppe und zur Arbeit als Jugendbegleiterinnen an drei Schulen und gaben auch einen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten im Jahr 2012.

Dabei überreichte Anne Pfundstein Qualipass-Bescheinigungen an Jugendliche.

Die Jugendlichen bedankten sich beim NABU-Vorstand für die Ermöglichung der Jugendarbeit und die Bereitstellung der hierfür notwendigen Mittel, bei Anne Pfundstein mit einem Blumenstrauß und bei Werner Löw mit einem Weinpräsentkorb für die tatkräftige Unterstützung und für die aktive auch praktische Mitwirkung das ganze Jahr über bei der Jugendarbeit.

 

 

 

 

Verständnisfragen und Diskussionsbedarf zu den Berichten gab es auf Nachfrage von Werner Löw keine.

 

 

 

Die Vorstandschaft wurde von den Anwesenden einstimmig ohne Gegenstimmen entlastet. Die Durchführung der Entlastung nahm NABU-Mitglied Alfred Bauernfeind vom NABU Sigmaringen vor.

 

 

 

Die Satzungsänderung stellte Martin Orlik vor. Er erklärte die wichtigsten Punkte kurz und anschaulich in Form einer Gegenüberstellung alte - neue Satzung. Fragen gab es zur Satzungsänderung keine. Werner Löw stellte darauf die neue Satzung zur Abstimmung. Sie wurde einstimmig angenommen.

 

 

Anschließend standen Neuwahlen auf dem Programm. Horst Reinauer führte als Wahlleiter die Wahlen durch. Gewählt wurden auf 2 Jahre jeweils einstimmig ohne Gegenstimmen:

 

 

 

 

Vorstand (Sprecher / Sprecherinnen):

 

Werner Löw als Sprecher mit der Funktion Beauftragter für Natur- und Artenschutz

 

Anne Pfundstein als Sprecherin mit der Funktion Jugendarbeit

 

Elke Reinauer als Sprecherin mit der Funktion Kassenwartin

 

Martin Orlik als Sprecher mit der Funktion Schriftführer

 

 

Ausschuß (= erweiterter Vorstand mit Beisitzern / Beisitzerinnen):

 

Werner Gottwald, Arnd Siebenrock, Inge Laidler, Lisa Eberhard, Julia Speh, Vanessa Reppner und Sarah Müller

 

 

Kassenprüfer / Kassenprüferin:

 

Arnd Siebenrock, Erika Rimmele-Laux

 

 

Alle Gewählten nahmen die Wahl an.

Quelle: SZ

 

 

 

Anschließend erfolgte die Ehrung von langjährigen NABU-Mitgliedern, welche zur Hauptversammlung gekommen waren. Werner Löw nahm die Ehrung vor:

 

Anne Pfundstein und Jürgen Pfundstein für 10 Jahre aktive und treue NABU-Mitgliedschaft

 

Wilfried Ballarin für 30 Jahre passive und treue NABU-Mitgliedschaft

 

Werner Gottwald für sein Amt als Sprecher (2 Jahre) und viele Jahre als aktiver Beisitzer und aktive und treue NABU-Mitgliedschaft.

 

 

Nach der Ehrung schloss Werner Löw die Hauptversammlung 2012.

 

 

 

Es folgte zum Abschluss der Hauptversammlung ein schöner und interessanter Vortrag zum Vogel des Jahres 2012, der Dohle. Werner Gottwald vermittelte eindrucksvoll und abwechslungsreich alles Wissenswerte zu diesem inzwischen leider auch in unserer Gegend selten gewordenen, prächtigen Vogel und seiner oft zu Unrecht verfolgten Verwandtschaft, den Rabenvögeln.

 

SZ v. 25.01.2012; SN v. 26.01.2012, SZ v. 09.02.2012, SN v. 09.02.2012, großer Nachbericht SZ v. 23.02.2012.

 

 

 

15. Februar

Heckenpflege naturverträglich durchführen

Beim NABU gingen wiederholt Meldungen ein über rücksichtsloses Vorgehen bei der Heckenpflege in der Landschaft. Vögel und Insekten haben dadurch weniger Chancen zu überwintern und sich im Frühjahr fortzupflanzen.

Feldhecken überaltern im Laufe der Jahre und wachsen in die angrenzenden Felder hinein. Sie müssen von Zeit zu Zeit zurückgenommen und u. U. alle zehn bis fünfzehn Jahre auf den Stock gesetzt werden. Das sieht man auch beim NABU so, meint Werner Löw. Dann können sie sich verjüngen und wieder verdichten und bieten Tieren wieder einen besseren Unterschlupf. Um den darin lebenden Tieren nicht auf einen Schlag ihren ganzen Lebensraum zu nehmen, darf man keinen Kahlschlag machen. Beim „auf den Stock setzten“ werden Abschnitte auf 20m Länge über dem Wurzelstock abgeschnitten und die nächsten 20m stehen gelassen. Darin können sich Hase und Igel zurückziehen, Vögel finden noch einen geschützten Schlaf- und im Frühjahr einen Nistplatz.

Bei kleinen Hecken oder den Abschnitten die stehen bleiben, wird nur das, was seitlich in die Felder hängt zurückgenommen. Wenn sich die Pflegestellen in ein bis zwei Jahren erholt haben, können die verschonten Bereiche bearbeitet werden. Nur Zeilen aus ein paar Ruten oder einzelne Bäume stehen zu lassen reicht nicht aus. Das bietet keine Deckung, schon gar nicht für ein Nest.

Auch für die Insektenwelt ist eine richtige Heckenpflege enorm wichtig. Viele Käfer, Schmetterlinge und Wildbienen überwintern in den Hecken als Ei, Puppe oder fertiges Insekt. Wo sollen im Frühjahr die Meisen Kleiber, Rotkehlchen, Neuntöter, Zaunkönige und die anderen Heckenbewohner das Futter für ihre Jungen herbringen, wenn kaum noch etwas den Winter überleben und im Frühjahr sich ansiedeln kann.

Natürlich ist es rationell, alles auf einmal weg zu machen, wenn man schon dran ist. Doch erfreulicherweise gibt es auch Heckenpfleger, wenn auch wenige, die es wirtschaftlich verkraften, wenn sie es naturverträglich machen, freut sich Löw.  Wie man es richtig macht ist im „Merkblatt für Heckenpflege“ nachzulesen. Erhältlich ist es bei der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt oder der NABU-Gruppe Mengen Scheer Hohentengen Ostrach, Scheererstraße 27, Mengen/Ennetach.

SZ v. 15.02.2012

 

 

 

 

23. Februar

Großer Lauschangriff auf den Uhu im Donautal - Juniorranger des NABU Mengen mit im Einsatz (SN v. 01.03.2012).

 

 

9. März

Unsere Jugendlichen erhielten für ihren Einsatz bei der Renaturierung des Ablach-Flutkanals eine Auszeichnung vom Zwiefaltener Naturschutzfonds (SZ v. 12.03.2012).

 

 

15. März

Die Amphibienwanderungen haben begonnen (SN v. 15.03.2012).

 

 

 

16. März

Weitere öffentliche Ausschußsitzung im Gasthaus Adler in Mengen-Ennetach. Es ging im wesentlichen um die Jugendarbeit, um Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeiterwerbung, um die voraussichtlichen Kosten 2012 für die einzelnen Aufgabenbereiche, um die weitere Nutzung des Schaufensters in der Hauptstraße 119 in Mengen, um die Bestellung eines Geschäftsstellenleiters und dessen Aufwandsvergütung sowie um Berichte und Sonstiges.

 

17. März 2012

Die Juniorranger gestalten im Walke-Garten einen der beiden großen Pappelstämme als Nistbaum und setzen ein paar Büsche für die Naturhecke. Die Anleitung erfolgte durch Markus Ellinger vom Naturschutzzentrum Obere Donau Beuron, Werner Löw und Anne Pfundstein.

 

 

21. März

Helfer sichern Kröten und Fröschen den Weg - Großer Artikel in der Schwäbischen Zeitung (SZ v. 21.03.2012 Bild, SZ 21.03.2012 Artikel).

 

22. März

Vögel suchen noch Quartiere (SN v. 22.03.2012, SZ v. 22.03.2012).

 

22. März

Amphibienfreude sind gesucht (SN v. 22.03.2012).

 

22. März

Ein junger Zwetschgenbaum ist noch zu haben (SN v. 22.03.2012).

 

 

Januar    Juli    Oktober

 

 

4. April

Naturschützer rügen Bauern (SZ v. 04.04.2012).

 

 

5. April

Der NABU wünscht frohe Ostern! (SN v. 05.04.2012).

Jetzt ankommende Zugvögel suchen Nistgelegenheiten (SN v. 05.04.2012).

Infoabend für Mauersegler- und Schwalbenfreunde (SN v. 05.04.2012).

 

 

11. April

Einweihung der Leiteinrichtung für Amphibien in Zielfingen

SZ v. 12.04.2012 Bild; SZ v. 12.04.2012; SZ v. 13.04.2012.

 

Umweltminster Alexander Bonde, MdL Tanja Gönner und Landrat Dirk Gaerte besuchen Amphibienleiteinrichtung bei Mengen
Hoher Besuch traf sich unlängst an der neuen Amphibienleiteinrichtung, die auf Initiative unserer NABU-Gruppe im letzten Jahr gebaut worden ist. Umweltminister Alexander Bonde, Landtagsabgeordnete Tanja Gönner und Landrat Dirk Gaerte besichtigten die Anlage und lobten das Naturschutzengagement unserer NABU-Gruppe. Das ständige Nachhaken und Bitten unserer NABU-Gruppe in der Politik hat sich schließlich gelohnt. Seit dieser Wanderperiode können die rund 5.000 Kröten die Straße ungefährdet passieren.

 

 

 

 

 

 

 

Südkurier-Zeitungsartikel vom 13.04.2012 im Wortlaut:

„Wir müssen die Natur spüren“, machte Landrat Dirk Gaerte beim „Neuseeland“ an den Zielfinger Seen deutlich. Jetzt kann man auch sehen, dass Beton und Natur sich nicht ausschließen: Eine Amphibien-Leiteinrichtung sorgt dafür, dass rund 4000 bis 5000 Kröten unbeschadet die Straße überqueren können.

Besser gesagt: Unterqueren. Die Tiere werden in Rinnen zu Untertunnelungen geführt und so nicht mehr von Autoreifen „platt gemacht“. Auch die rund 100 000 Jungtiere, die im Juni die Seen verlassen, können nun unbeschadet in die Zukunft hüpfen.

Bislang wurden sie durch Krötenzäune geschützt. Schon 1995 hat die Gruppe Mengen-Hohentengen-Scheer-Ostrach des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) hier so eine Schutzeinrichtung aufgestellt und freiwillige Helfer sammelten zu bestimmten Zeiten die Amphibien auf und trugen sie mittels Plastikeimer auf die andere Straßenseite. So geschieht das auch immer noch an vielen Stellen im Landkreis Sigmaringen. Dass jetzt überall solche Leiteinrichtungen gebaut werden, das ist illusorisch und ohne die Unterstützung der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg, wäre es auch in Zielfingen nicht gegangen. Denn immerhin hat die komplette Maßnahme über 180 000 Euro gekostet. Landkreis, Sparkassenstiftung und die NABU-Gruppe selbst steuerten das Geld für die nicht gedeckten Kosten bei.

Werner Löw und seine Freunde vom NABU haben nicht locker gelassen, immer wieder nachgehakt, Anträge gestellt und um Unterstützung gebeten. Die bekamen sie auch von der damaligen Umweltministerin Tanja Gönner. Die CDU-Politikerin ist nun Landtagsabgeordnete und stand mit grünen Gummistiefeln und grünem Regenschirm neben ihrem Nachfolger von den Grünen im schwarzen Anzug. „Es wäre sicher interessant gewesen, der realen Eröffnung beizuwohnen“, scherzte Alexander Bonde. Wegen der niederen Temperaturen war aber weit und breit keine Kröte zu sehen. Dafür gab es von ministerieller Seite viel Lob für das Engagement der NABU-Gruppe, die nun eine Entlastung bekomme. Doch die Arbeit dürfte den Naturschützern nicht ausgehen.

„Wir müssen uns weiterhin für den Artenschutz und den Naturschutz einsetzen“, machte Löw deutlich. Der brauche das dringend. Solche Einrichtungen wie die Leiteinrichtung machten auch deutlich, wie wichtig der Artenschutz ist – und dass man in seinen Bemühungen nicht nachlassen darf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

13. April

Schwalben- und Mauerseglerfreunde trafen sich in der Walke

 

Rauchschwalben - Foto: NABU, Thomas Munk

Schwalben und Mauersegler brauchen unsere Hilfe. Was man für sie wie tun kann, wollte die NABU-Gruppe Mengen Scheer Hohentengen Ostrach bei einem Infoabend am Freitag, 13. April vermitteln. Alle Vogelfreunde, die sich dafür interessierten oder etwas tun wollten, waren dazu eingeladen.

Beim städtischen Wasserkraftwerk an der Ablach in der Walke – zwischen Mengen und Blochingen - wurden zur Anschauung zunächst Nisthilfen für beide Arten angebracht. Danach gab es im Jugendraum der NAJU Informationen über das Leben und die Bedürfnisse dieser Vogelarten  und Anleitungen für die praktische Arbeit. Natürlich konnten die Kursteilnehmer ihre Erfahrungen mit einbringen. Es konnten auch Nisthilfen erworben werden. Die Veranstaltung begann um 19 Uhr. Anfahrt war über die L 268 von Mengen nach Blochingen und vor der Donaubrücke nach links (auf NABU-Wegweiser achten).

SZ v. 11.04.2012; SN v. 12.04.2012.

 

 

 

19. April

Zum Tag der Erde: "Die Störche Oberschwabens" - Gut besuchter Vortrag an der VHS Mengen (Alter Fuchs) mit der Storchenbeauftragten Ute Reinhard in Zusammenarbeit mit dem NABU

SZ v. 11.04.2012; SN v. 12.04.2012; SZ v. 18.04.2012; SN v. 19.04.2012, SZ v. 25.04.2012.

 

20. April

Weitere Ausschußsitzung im Gasthaus Adler in Mengen-Ennetach, in welcher es unter anderem um aktuelle Berichte aus unserer Jugendarbeit ging.

 

 

26. April

Mehlschwalben und Mauersegler gehören zu den besonders geschützten Tieren

Wer vor hat, den Sommer über sein Haus zu dämmen, neu zu verputzen oder Streichen, das Dach zu sanieren oder das Haus abzubrechen, sollte jetzt Vorsorge treffen. Naturfreundliche Hausbesitzer beachten schon den Vögeln zuliebe die rechtlichen Vorgaben.

Mehlschwalben und Mauersegler kommen bei uns Anfang Mai aus ihren Winterquartieren zurück und beginnen Mitte bis Ende Mai mit dem Brutgeschäft. Ab dieser Zeit beginnen oft auch die vorgesehenen Haussanierungen. Waren letztes Jahr Mauersegler oder Mehlschwalben am Haus, muss man dieses Jahr wieder mit ihnen rechnen. Falls man vorhat, die Außenhaut des Hauses zu sanieren, sollte man jetzt vorsorglich die betreffenden Öffnungen in der Dachschalung oder Mauerlöcher verschließen und die Schwalbennester unzugänglich machen, empfiehlt Werner Löw vom NABU Mengen Scheer Hohentengen Ostrach. Das ist wichtig, denn wenn einmal Eier oder Junge in den Nistplätzen vorhanden sind, müssen die Sanierungsarbeiten verschoben werden bis die jungen Vögel ausgeflogen sind. Gelege und noch nicht flügge Jungvögel aller Arten, auch die der Spatzen, sind grundsätzlich streng geschützt und dürfen auch nicht wegen Bauarbeiten gestört oder beseitigt werden. Bei Mauerseglern kann sich das bis Mitte August hinziehen. Bei den Spatzen ist die Sache nicht so einfach. Sie brüten von Mitte April bis August und sind sehr flexibel. Man muss also schon Anfang April ein Auge darauf haben wo Vögel aus und einfliegen um sie zu stoppen. Ihre Nester brauchen danach nicht ersetzt werden.

Anders ist es bei auf Dauer angelegten Nestgebilden wie die von Schwalben und Mauerseglern. Sie müssen ersetzt werden. Für beide Arten gibt es im Handel fertige Nisthilfen. Auch die NABU Gruppe Mengen Scheer Hohentengen Ostrach hat sie im Angebot.

Immer wieder meinen die Hausbesitzer oder Handwerker, sie könnten die bei den Bauarbeiten vorgefundenen Jungvögel einfach zu den Naturschützern zu bringen. Die werden schon dafür sorgen. Aber ganz besonders junge Schwalben und Mauersegler sind sehr schwer zu füttern und haben dabei kaum eine Überlebenschance. Sie fressen keine Würmer.  Die Altvögel bringen nur kleine Fluginsekten. Woher sollen menschliche Pflegeeltern alle fünf Minuten so viele Schnaken, Mücken, Fliegen und kleine Käfer bringen? Schon allein der Zeitaufwand ist nicht machbar.

Mehlschwalbennester dürfen, wenn sie noch nicht belegt sind, nur wegen Sanierungsarbeiten am Haus entfernt werden. Dafür sind in der gleichen Anzahl an anderer geeigneter Stelle oder nach den Sanierungsarbeiten Kunstnester anzubringen. Mehlschwalben brüten in der Regel zweimal pro Jahr. Die letzten Jungvögel fliegen Ende September aus.

Eine Entfernung, auch von noch nicht belegten Schwalbennestern, ist aus anderen Gründen nicht erlaubt.

Es empfiehlt  sich, bei der unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt, bei größeren Städten bei der kommunalen  Naturschutzbehörde nachzufragen. Die Belange des Naturschutzes und die gesetzlichen Vorgaben sind unbedingt zu beachten. Zuwiderhandlungen können empfindliche Geldstrafen nach sich ziehen.

Auch örtliche Naturschutzgruppen können dazu fachliche Beratung und vielleicht sogar eine praktische Lösung für das Problem anbieten.

SN v. 26.04.2012

 

 

11. Mai bis 13. Mai

Stunde der Gartenvögel

Mitmachen bei Deutschlands größter Vogelzählaktion vom 11. bis 13. Mai 2012 war angesagt

Teilnahme-Flyer lagen in den Banken und Rathäuser um Mengen, Scheer, Hohentengen und Ostrach herum aus.

 

Es war ganz einfach. Man beobachtete die gefiederten Freunde ganz bequem im Garten oder vom Balkon aus und meldete dem NABU, was man im Laufe einer Stunde alles gesehen hatte. Erleichtert wurde es mit den Meldebogen, in denen die häufigsten Gartenvögel zur Erkennung abgebildet waren. Sie lagen als Flyer in allen Banken und Rathäusern von Mengen und Umgebung zum Mitnehmen aus. Natürlich konnte man von mehreren Standorten wie zum Beispiel auch öffentlichen Grünanlagen beobachten und Karten ausfüllen. Alle Teilnehmer nahmen an einer Verlosung teil. Der 1. Preis war eine vogelkundliche Reise ins Havelland, der 2. Preis ein Gutschein über 150 Euro, der 3. Preis über 100 Euro beim Kosmos-Verlag. Und es gab viele weitere wertvolle Preise zu gewinnen.

Je mehr Naturfreunde an der „Stunde der Gartenvögel“ teilnahmen, desto wertvoller wurden die Zählergebnisse. Sie wurden Teil von Forschungen und halfen die Bestandsentwicklung der Vögel zu beurteilen und Schützkonzepte zu erstellen, die auch für die Naturschutzpolitik wichtig waren.

Man konnte auch unter www.stunde-der-gartenvoegel.de seine Beobachtungen online registrieren lassen und aktuelle Ergebnisse erfahren oder am 12. und 13. Mai von 10 bis 18 Uhr kostenlos unter der Rufnummer 0800-1157115 melden. Informationen, Bestimmungshilfen und Meldemöglichkeiten gab es auch mit dem NABU-Vogelführer per SmartphoneTM und iPodTM, kostenloser Download unter www.nabu.de/vogelfuehrer.

SN v. 10.05.2012; SZ v. 10.05.2012.

 

 

13. Mai

Schwalben gehören zum Kreuzplatz

 

Am Kreuzplatz, Reiserstraße,  am Haus von Elisabeth König befinden sich noch sieben Mehlschwalbennester. Sie halten dort als die letzten ihrer Art die Stellung. Seit mehr als vierzig Jahren, so erinnert sich Elisabeth König, gibt es an ihrem Haus Schwalben. So lange putzt sie auch den  Schwalbendreck weg. Das ist halt so. So viel Arbeit macht das nicht, meint sie. Der frühere Stadtgärtner Karl Beck habe ihr aufgetragen, lass ja die Schwalbennester an Deinem Haus, die bringen Glück, sie werden überall weniger und gehören  zu diesem Platz. Sie mag ihre Schwalben und möchte sie behalten. Aber sie sollen jetzt halt nicht das neue Pflaster, das jetzt mit der Stadtsanierung verlegt wird versch….und hat beim NABU Mengen Scheer Hohentengen Ostrach angefragt was man da machen kann. Da hat man sich sehr gefreut und gleich zum Gebäude passende Kotbretter angebracht. Die Vögelchen haben sich von den Montagearbeiten nicht stören lassen und haben nach einer kurzen Irritation durch das neue Brett die Nester wieder angeflogen.

Als das Städtchen Mengen noch vom Handwerk und der Landwirtschaft geprägt war und es sich, weil an einem wichtigen, uralten Straßenknoten gelegen, zur Fuhrmannsstadt entwickelte, gab es in fast allen Häusern Rauchschwalben und außen unter den Dachtraufen die Mehlschwalben. Die flinken Fliegenfänger waren gerne gesehen weil sie auch als Glücksbringer galten. Man kann sich ganz gut vorstellen, wie gerade um den Kreuzplatz mit seinen Stallungen herum die Häuser dicht besetzt waren mit Schwalbennestern. Im Laufe der Zeit hat sich Vieles verändert. Mengen ist zur Einkaufstadt mit Schaufenstern und Bürgersteigen geworden. Die Lebensgrundlagen für die Schwalben sind damit buchstäblich weggebrochen. Aber trotzdem haben sich erfreulicherweise bis heute in Seitenstraßen noch Nester halten können. Den betreffenden Hausbesitzern sagt der NABU Dank und Anerkennung für ihre Naturfreundlichkeit und diesen wichtigen Beitrag zur Bewahrung der Artenvielfalt.

Im Zuge der Stadtsanierung  wird mit einem neuen Brunnen samt Wagenspuren an das frühere Fuhrmannswesen erinnert. Schwalben gehören als sogenannte Kulturfolger dazu und haben damals das Bild der Häuser  in der Stadt mit geprägt. Schon von daher sind sie es wert, dass man sich um sie kümmert. Wenn die Schwalben am Kreuzplatz bleiben oder sogar dank Kunstnestern noch mehr werden, wäre das ein schönes, lebendiges Bindeglied von der alten Fuhrmannstadt zum angehenden, modernen Stadtbild, in dem  die Geschichte der Stadt noch erkennbar sein soll.

Wenn man sich dann auf dem neu gestalteten Kreuzplatz auf einer der neuen Bänke niederlässt, die Störche auf dem Martinsturm sieht und die Schwalben beobachten kann wie sie ständig ihre Nester anfliegen, verstärkt sich vielleicht noch das Gefühl, in einer lebenswerten Stadt in einer noch etwas heilen Landschaft zu sein, meint man beim NABU.

 

 

21. Mai

Kotbretter schützen vor Vogeldreck (SZ v. 21.05.2012).

 

 

28. Mai

Mit Lerchengesang durch die Blumenwiesen - Blumenwiesenführung mit Werner Löw zum Internationalen Tag der Artenvielfalt - Gemeinschaftsveranstaltung mit der Stadt Mengen

Wiesen sind durch die frühere Formen der Landwirtschaft entstanden und einer der schönsten Bereiche unserer Kulturlandschaft. Wegen ihrer besonderen Artenvielfalt sind die bunten Wiesen von Scheer bis Blochingen als Natura 2000 Schutzgebiet ausgewiesen worden. Sie sind heute eine Rarität und eine Sehenswürdigkeit im Programm der Gästeführung der Stadt Mengen.

Werner Löw vom NABU begrüßte 22 Erwachsene und 2 Kinder und führte, ständig begleitet vom Gesang der Feldlerchen, durch die bunten Blumenwiesen der Donauauen mit ihrer sehr bewegten Topografie. Nicht nur die außergewöhnliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren war interessant, sondern auch die Entstehungsgeschichte dieser Landschaft.

Treffpunkt war bei der Blumenwiesen-Infotafel unterhalb der Ennetacher Krautländer.  Zufahrt war von der Kreuzung beim Autohaus Halmer, Ennetach, an der B 32 Richtung Norden zur Donau. Die Führung dauerte rund zwei Stunden und fiel bei Regen aus. Die Teilnahme kostete drei – für NABU-Mitglieder zwei Euro. Kinder und Jugendliche waren frei.

Im Anschluss an die Führung gab es Informationen zum Anlegen einer Blumenwiese im Garten.

SZ v. 23.05.2012, SN v. 24.05.2012 Teil 1, SN v. 24.05.2012 Teil 2.

 

 

8. Juni

Öffentliche Ausschusssitzung im Gasthaus Adler in Mengen-Ennetach. Wir besprachen unter anderen die Aktionen unserer Juniorranger seit der letzten Sitzung und geplante weitere Aktivitäten. Außerdem ging es auch um weitere Programmpunkte für 2012 und 2013.

 

10. Juni

Mit Lerchengesang durch die Blumenwiesen - 2. Führung mit Werner Löw und 10 Personen, welche zur Führung auch bei nicht ganz optimalem Wetter erfreulicherweise dennoch gekommen waren.

SZ v. 05.06.2012, SN v. 06.06.2012 und SZ v. 08.06.2012.

 

23. Juni

Sensenmähkurs mit Werner Löw

 

Hinweis auf den Sensenmähkurs in unserem Schaufenster in der Hauptstraße 119 in Mengen (Juni 2012)

 

Mit der Sense mähen lernen

Zunehmend mehr Gartenbesitzer möchten etwas für die Natur tun und legen eine kleine Blumenwiese an. Die oder auch kleine Obstgärten müssen aber mit der Sense gemäht werden. Darum luden wir wieder zum Sensen-Mähkurs ein.

Von 8 bis 11 Uhr konnte auf der Wiese bei der Blumenwiesentafel unter den Ennetacher Krautländern das Dengeln und Wetzen, Einstellen der Sense und Mähen gelernt werden.

Die letzten Teilnehmer sollten spätestens um 9 Uhr erscheinen. Es wurde empfohlen, wenn möglich, eine Sense mitzubringen.

Mit der Sense Mähen ist etwas anstrengend, macht hungrig und durstig, aber auch Spaß. Auch darauf richtete man sich beim NABU ein. Für die Selbstversorger unter den Teilnehmern wurde ein Grill aufgestellt. Für Kinder war genügend Platz.

Die Kursgebühr betrug 4 EUR, für NABU-Mitglieder 3 EUR. Zufahrt war von der B 32 aus gegenüber dem Autohaus Halmer (beim Sägewerk Löw) Richtung Donau (NABU-Wegweiser).

SZ v. 20.06.2012; SN v. 21.06.2012.

 

 

 

 

Januar    April    Oktober

 

 

 

2. Juli

Und „buntes Leben“ sprießt  aus den Ruinen           

Bunte Wildstauden und Tortürme lassen ahnen, was in der Walke entstehen soll

 

Auf Reste verfallener Gewächshäuser, Teile von Hütten und Möbel, weggeworfene Folien, verrostete Autoteile und vieles mehr stießen die Jugendlichen der NAJU-Mengen überall, wo sie Hacke und Schaufel ansetzten und unterstützt von einem Traktor im Herbst das Gelände zur Anlage verschiedener Biotopflächen herrichteten. Zwei PKW-Anhänger, gefüllt mit Müll mussten schon entsorgt werden!

Die Stadt Mengen hat den NABU-Jugendlichen das aufgelassene und total überwucherte Gartengrundstück beim T 13 im Niederbol, auch als Walke bekannt, zur Umgestaltung und Pflege überlassen. Auf dem ca 1200m²  großen Grundstück soll ein Natur-Lehrgarten mit möglichst vielen einheimischen Gewächsen entstehen, gleichzeitig aber auch die natürliche Sukzession beobachtet werden auf Brachflächen. Viele interessante Kräuter hatten sich schon dort angesiedelt und dürfen im hinteren, der Ablach zugewandten Teil weiterwuchern, ungestört und „tierisch“ idyllisch.

Die Teile vom Stamm einer dort gefällten mächtigen Pappel konnten verwendet werden. Senkrecht aufgestellt bilden sie jetzt das imposante Tor zum angehenden Naturgarten. Auf einem der Türme befindet sich bereits eine achteckige Pflanzkiste mit Pflanzen, wie sie auch für Dachbegrünungen verwendet werden. In diesen  Stamm wurden unter Mithilfe vom Naturparkranger Markus Ellinger auch Elemente für ein Bienenhotel eingearbeitet. Die Wildbienen haben scheinbar schon darauf gewartet. Viele der gebohrten Löcher sind bereits belegt. Sehen Sie selbst nach!

Die Senke an der Straße entlang wurde schon letztes Jahr zusammen mit Schülern der Astrid-Lindgren-Schule aufgeräumt, mit Donaukies aufgefüllt, eingeebnet und als Blumenwiese eingesät. Die heuer dominanten Hochstauden und Pionierpflanzen bilden einen imposanten, üppigen Blühteppich und sind die Nahrungsgrundlage für Wildbienen und andere Insekten. Das Bienenhotel wird bereits deshalb so gut angenommen, weil das Nahrungsangebot drum herum stimmt. In den nächsten Jahren wird sich eine normale Blumenwiese daraus entwickeln.

Wer noch schnell einen üppigen Blumenstrauß pflücken will, hat noch Zeit bis Anfang nächster Woche, denn da wird gemäht werden, damit sich die Samen wieder neu ausbreiten können.

Dann werden auch neue Abschnitte des Geländes in Angriff genommen und es wird an den geplanten Biotopen weiter geschafft, immer unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, die sich so stückweise selber einbringen und mit dem Gartenidyll identifizieren können.

Alle Kinder und Jugendlichen, die das Projekt interessant finden, können gerne mitarbeiten. Sie melden sich einfach bei Anne Pfundstein (07576 7040) oder Werner Löw (07572 767439).

Für mehrfache Teilnahme gibt es das Qualipass-Testat!

SZ v. 02.07.2012 

 

 

2. Juli

Jugendbegleiterinnen bringen Kindern Natur näher

SZ v. 02.07.2012

 

 

7. Juli

Wie kann ich Wildbienen helfen? Beim NABU gab es auf diese Frage Antworten beim Imkermarkt auf der Heuneburg

Unsere Honigbienen kommen durch verschiedene Umwelteinflüsse und dadurch begünstigte Krankheiten und Parasiten zunehmend in Bedrängnis. Diese Probleme verleiden immer mehr Imkern diese  für die Volksernährung so wichtige Arbeit oder ihr Hobby. Die Bienenvölker werden weniger. Dass aber die Wildbienen , das sind keine verwilderten Honigbienen, auch bisher schon die Hauptbestäuber unserer Kulturpflanzen sind, ist allgemein wenig bekannt und sie könnten in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Aber auch die Wildbienen sind durch die immer intensiver werdende Landwirtschaft und andere Faktoren auf dem Rückzug. Von den allein in Baden-Württemberg derzeit etwa 460 bekannten Bienenarten stehen fast die Hälfte auf der „Roten Liste“. 49 Arten sind als ausgestorben zu betrachten.

Zum Überleben und sich fortzupflanzen brauchen Wildbienen vom Frühjahr bis in den Herbst hinein ein artenreiches Angebot an blühenden Wildpflanzen. Einige Wildbienenarten sind beim Pollensammeln für ihren Nachwuchs auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert. Viele kleine, artenreiche Blumenwiesen in den Gärten und öffentlichen Anlagen, aber auch Balkonkästen mit entsprechender Bepflanzung, können ihre Not lindern. Am NABU-Stand beim Bienenmarkt  gab es den Blumenwiesensamen. Doris Danner und Hannelore Lenk mussten viele Fragen zum Anlegen eine Blumenwiese wie  auch für den Bau eines „Bienenhotels“ beantworten.

Wer noch Fragen zu diesen Themen hat oder Blumenwiesensamen haben möchte (Selbstabholer), kann sich an Werner Löw, Tel: 07572/767439 oder werner.loew@freenet.de wenden.

 

 

19. Juli

Die alten Handys in die roten Sammelboxen (SN v. 19.07.2012).

 

24. Juli

Schüler des Gymnasium Mengen bekommen Auszeichnungen. Von uns wurden Vanessa Reppner, Bianca Krugger und Sarah Müller für ihr Engagement im Naturschutz ausgezeichnet (SZ v. 24.07.2012).

 

4. August

Führung zu den Schmetterlingen am Zielfinger Hang mit Werner Löw

Mit Werner Löw ging es durch bunte Wiesen bergauf zum Höhenweg über dem Zielfinger Hang, auch Kirchhalde genannt, mit herrlicher Aussicht über das Ablachtal mit den Baggerseen. Schmetterlinge lieben solche sonnenexponierte Südhänge. Sind sie noch von Wäldern und Hecken gesäumt, stellen sich da besonders viele Arten ein.

Treffpunkt war am Parkplatz beim Bahnübergang der Kreisstraße bei Zielfingen. Die Führung dauerte ca. zwei Stunden (SN v. 02.08.2012; SZ v. 03.08.2012 und großer Nachbericht SZ v. 09.08.2012).

 

 

 

7. August

 

Der NABU pflegt 11400 m² Blumenwiesen

Allein 1400 m² davon gehören der Stadt Mengen

Gerne möchte der NABU weitere Mitbürger an diesem Erfolgserlebnis teilhaben lassen und lädt zum Mitmachen ein.

 

Blumenwiesen sind nicht nur schön. Mit ihrer außergewöhnlichen Artenvielfalt an Pflanzen bilden Sie auch  die Lebensgrundlage für Honig- und Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Insektenarten. Am Ende der natürlichen Nahrungsketten stehen Hase, Reh, Fuchs, Dachs und viele Vögel bis zum Roten Milan und Storch. Indirekt ganz oben steht der Mensch.

Der Nutzen für die Menschen ist nicht zu unterschätzen. Davon ist man nicht nur beim NABU überzeugt. Angefangen mit ihrem unbestritten hohen Erholungswert, sind sie ein fast unerschöpfliches Reservoir an Heilpflanzen und  Wirkstoffen mit zunehmender Bedeutung für die Pharmaindustrie. Da, wo man nicht industriell Käse herstellt, weiß man das besondere Aroma der Milch aus dem kräuterreichen Viehfutter hoch zu schätzen. Für die Saatgutzucht können Blumenwiesen in der Zukunft mit ihrem ungeheuren Genpotenzial die Volksernährung sichern helfen. Schon allein wegen dieser zunehmend volkswirtschaftlichen Bedeutung sind Blumenwiesen es wert, dass man sie erhält und sogar wieder vermehrt. Aber sie müssen auch entsprechend schonend bewirtschaftet und gepflegt werden. Vor dem Hintergrund der noch gegenwärtigen landwirtschaftlichen Förderpolitik sind Blumenwiesen in der intensiven Landwirtschaft betriebswirtschaftlich wenig interessant. Sie passen in der Regel nicht ins derzeitige Betriebskonzept.

 

In der Hoffnung, dass sich da in absehbarer Zeit etwas zu Besseren wendet, versucht der NABU Mengen Scheer Hohentengen Ostrach, wenigsten im Rahmen seiner bescheidenen Möglichkeiten, auf für die Landwirtschaft noch uninteressanten Flächen die dortigen Blumenwiesen zu erhalten und sogar neue anzulegen. So hat der NABU auf zusammen 1400 m² Fläche der Stadt Mengen Blumenwiesen angelegt und in Pflege. 0,8 ha = 8000m², schwer zu bewirtschaftende Magerwiese in den Scheerer Donauwiesen (Natura 2000 Schutzgebiet) hat er in Pacht. Hier übernimmt zum Glück der Verpächter Johann Rebholz aus Ennetach zu einem großen Teil die Pflege.

Für weitere acht ha konnten zwischen Landwirten und der Naturschutzbehörde Pflegeverträge vermittelt werden.

In der „Kirchhalde“ am Zielfinger Hang pflegt der NABU seit Jahren eine 2500 m² große, steile Buckelwiese mit einer besonders artenreichen Pflanzengesellschaft. Sie wurde früher vom Schäfer Thalgott aus Rulfingen beweidet. Den Schäfer gibt es nicht mehr, die Wiese begann zu verbuschen und die Blütenpracht zu schwinden.  Mit den heutigen, großen Maschinen ist es den Bauern nicht mehr möglich solche Lagen zu befahren. Die NABU-Aktiven wollten das nicht einfach nur bedauern. In Abstimmung mit den Grundstücksbesitzern mähen sie alljährlich im September und räumen das Mähgut ab. Das dort wieder außergewöhnlich große Vorkommen an Bienen, Hummeln, Schmetterlingen- und anderen Insektenarten ist es den NABU-Mitgliedern und den anderen Helfern wert, sich mit Balkenmäher, Gabel und Rechen abzumühen. Sie kommen sich ein bisschen wie Bergbauern vor und sind Stolz auf das gute Ergebnis. Gerne möchte der NABU weitere Mitarbeiter an diesem Erfolgserlebnis teilhaben lassen und lädt zum Mitmachen ein. Der gute Teil des späten Heues wird  einem Pferdehalter gebracht, das, wo die giftige Herbstzeitlose drin ist, holt Biobauer Hubert Göhring aus Rulfingen zu Kompostieren.

Auch die  Gartenbesitzer, aber auch die Gemeinden, können schon mit einer echten Wildblumenwiese in einer Ecke etwas Natur in den Siedlungsbereich holen und einen wichtigen Beitrag leisten gegen den drohenden Verlust der genetischen Vielfalt (SZ v. 13.08.2012).

 

 

10. August

Weitere öffentliche Ausschußsitzung im Gasthaus Adler in Ennetach. Neben aktuellen Berichten besprachen wir unter anderem ausführlich anhand eines eigens erstellten Planes unsere Ideen und Vorstellungen zum Walke-Garten.

 

11. August

Marias Kräuterbüschel - ein Jahrhunderte alter Brauch

Früher hing in jedem Bauernhof ein Kräuterbüschel, ein Strauß getrockneter Pflanzen, der im Sommer gepflückt wurde. Die Tage vor Maria Himmelfahrt waren günstig dafür; alle Pflanzen waren dann von der Sonne getränkt. Dieses Kräuterbüschel wurde zum Schutz und Segen von Haus und Hof und als Haus-Apotheke für den Winter genutzt.

Die NABU-Gruppe Mengen-Scheer-Hohentengen-Ostrach lud ein zur Kräuterführung mit Frau Weiß, Kräuter-Expertin aus Eichen. Es wurde Ausschau gehalten nach alten Heilpflanzen, z.B. Johanniskraut, Schafgarbe, Kamille und andere. Wir erfuhren etwas über die Heilwirkung und die Verwendung der einzelnen Pflanzen. Ebenso waren alte Mythen und Gebräuche ein Thema. Anschließend banden die Teilnehmer ihr eigenes Kräuterbüschel. Zum Abschluss segneten wir die Büschel und tranken Kräuterlimonade (SZ v. 08.08.2012).

 

6. September

Werner Löw, Markus Krugger und Gerhard Schmid mähen den Zielfinger Hang.

 

 

15. September

Stand beim Herbstreff in Mengen mit Blumenwiesensamen und Nisthilfen (SN v. 13.09.2012 und SZ v. 14.09.2012).

 

 

27. September

Die NAJU sucht Nachwuchs-Juniorranger (SN v. 27.09.2012).

 

 

Januar    April    Juli  

19. Oktober

Ausschusssitzung im Gasthaus Adler in Ennetach. Neben den Berichten besprachen wir unter anderem die Möglichkeiten, neue Mitarbeiter und Mitglieder zu gewinnen sowie das Restprogramm 2012 und das Programm für 2013.

 

 

8. November

Im NABU-Wildgarten entstehen neue Lebensräume (SZ v. 08.11.2012).

 

 

15. November

Fledermäuse - unsere heimlichen Nachbarn - Vortrag von Ernst Auer, NABU Gruppe Überlingen, in Zusammenarbeit mit der VHS Mengen

Fledermäuse sind besonders faszinierende Säugetiere, da sie in mancherlei Hinsicht anders sind. Wenn die Menschen zur Ruhe kommen oder schon schlafen gehen beginnt die nächtliche Aktivität der Fledermäuse. Ihre Tagesquartiere befinden sich oftmals in unmittelbarer Nachbarschaft zum Menschen. In der modernen Welt von heute ist die Nähe zum Menschen für Fledermäuse durchaus gefährlich, dennoch suchen sie aus den unterschiedlichsten Gründen immer wieder Wohnstätten in unserer Umgebung. Ernst Auer vom Arbeitskreis Fledermäuse Bodensee-Oberschwaben erzählte mit seinen Aufnahmen von der verborgenen Welt und den notwendigen Schutzmaßnahmen zum Erhalt der insektenfressenden Flugkünstler. Dabei widmete er sich auch den Fledermauspopulationen in der Region. Leider kamen zu der überaus gelungenen und hochinteressanten Veranstaltung nicht mehr als 7 Personen.

SN v. 08.11.2012; SZ v. 09.11.2012; SN v. 15.11.2012; SZ v. 15.11.2012; SZ v. 22.11.2012.

 

 

23. November

Letzte öffentliche Ausschusssitzung im Jahr 2012 im Gasthaus Adler in Mengen-Ennetach. Neben Berichten ging es unter anderem um das Programm 2013 und um die Planung der Hauptversammlung 2013.

 

 

12. Dezember

NABU bildet naturnahe Jugendliche zu Juniorrangern aus (SZ v. 12.12.2012).

 

20. Dezember

Unsere Gruppe wünscht Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und für das kommende Jahr alles Gute (SN v. 20.12.2012). Außerdem baten wir darum, die alten Handys in die Sammelbox zu werfen, um wertvolle Rohstoffe wiedergewinnen zu können, um Müll zu vermeiden und um der Natur helfen zu können.

 

24. Dezember

Nachhaltiger Sprung auf die Landesebene - Lisa Eberhard wird in den Landesjugendbeirat für die Nachhaltigkeitsstrategie berufen (SZ v. 24.12.2012).

 

30. Dezember

Mit 21 Personen sehr gut besuchte Jahresabschlusswanderung von Lauchertal nach Hitzkofen und durchs Luibentäle zurück. Abschließend kehrten wir im Rosengarten in Sigmaringendorf ein und ließen das Jahr 2012 gemeinsam gemütlich ausklingen (SZ v. 27.12.2012).

 

Januar    April    Juli    Oktober  

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