Jahresrückblick 2005 

Foto: Markus Grosche, NABU Waldeck-Frankenberg

Der Uhu, Vogel des Jahres 2005

 

SZ v. 02.10.04, STB v. 02.10.04

 

Jahresbericht 2005

 

Jahreswahl

 

 

 

April    Juli    Oktober   

 

 

 

1. Januar

 

Der NABU wünscht Ihnen allen ein gutes Jahr 2005! (SN v. 07.01.05)

 

 

 

 

7. Januar

 

Mitglieder unserer Gruppe nahmen an den Naturschutztagen des NABU und BUND in Radolfzell teil.

 

 

 

14. Januar

 

Erste Ausschußsitzung im neuen Jahr im Hotel Baier in Mengen. Neben Berichten ging es im wesentlichen um die bevorstehende Nachtwanderung zum Uhu, Vogel des Jahres 2005, eine Ehrenordnung für aktive und passive Mitglieder, das Programm der Hauptversammlung 2005, die Gestaltung des Außen- und Eingangsbereichs unseres Schaufensters und um die Bildung von Arbeitskreisen für die Erarbeitung verschiedener Informationsschriften.

 

21. Januar

Nachtwanderung zum Uhu, Vogel des Jahres 2005, im Donautal zwischen Neumühle und Neidlingen, zusammen mit dem NABU Sigmaringen.

Die rund 25 Teilnehmer erhielten von Werner Löw, Werner Gottwald und Herrn Stehle, Förster, wertvolle Informationen zum Uhu. Sie warteten geduldig und aufmerksam auf die Balzrufe des Uhu, hörten aber aufgrund des windigen Wetters mit teilweisem Schneetreiben lediglich einige Male einen Fuchs. Die gemeinsame Einkehr in die "Mühle" in Neidlingen bildete den Abschluss der Veranstaltung (SZ v. 19.01.05, SN v. 20.01.05, SZ v. 21.01.05).

 

26. Januar

Donaualtwasser wieder freigelegt

Beim NABU und der Naturschutzbehörde hoffte man, damit auch die Nahrungssituation für die Störche zu verbessern.

Vor fast zwanzig Jahren hatte die Stadt Mengen auf Betreiben der damaligen Aktion „Natürliche Umwelt“, Vorläufer der heutigen NABU Ortsgruppe und mit  Befürwortung durch Alfons Müller, damals Ortsvorsteher von Ennetach, einen Teil des Areals gekauft. Zwei Landwirte stellten ihre in dem tiefen Gelände liegenden Grundstücksteile ebenfalls zur Verfügung.

Die untere Naturschutzbehörde hatte dann den ehemaligen Donauarm wieder freilegen lassen. Inzwischen waren die Wasserflächen teilweise verlandet und mit Bäumen und Sträuchern zugewachsen. Bei einer Begehung zwecks Erörterung der Nahrungssituation der Scheerer Störche im vergangenen Frühjahr durch Werner Gottwald vom NABU Mengen mit Gerhard Hafen und Angelika Altherr von der unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Sigmaringen wurde angeregt, das Areal von den Wiesen her wieder frei zu machen.

Die Gemeinden sind zwar nach dem Gesetz gehalten, ihre Liegenschaften zu unterhalten. Beim NABU weiß man aber zum einen um die finanzielle Lage der Stadt. Zum anderen wollte man auch das Altwasser nach bestimmten naturschützerischen Gesichtspunkten wieder hergerichtet haben. Also bot man der Stadt an, die Maßnahme selber in die Hand zu nehmen. Ortsvorsteher Eberhart aus Ennetach und Klaus Vogel, bei der Stadt zuständig für die Grünflächen, stimmten der Unterhaltungsmaßnahme durch den NABU zu. Damit konnten die ursprünglich für ein Laichgewässer am Soppenbach vorgesehenen  Fördergelder genutzt werden. Neben der Planung erbrachte der NABU auch Handarbeit und wird sich weiter um das Biotop kümmern.

Es wurde nicht nur die Wasserfläche wieder freigelegt und erweitert. Die wichtigste Verbesserung ist in der Abflachung der Uferböschung zu sehen. Das Flachufer macht das Gewässer auch für den Weißstorch wieder interessant und bietet Lebensraum für viele andere Tiere und Pflanzen. Denn gerade Amphibien lieben besonnte Ufer und Wasserflächen.

Es wurde auch darauf geachtet, dass das Areal künftig besser, eventuell durch Landwirte, gepflegt werden kann. Schließlich erwartet man beim NABU auf der großen Rohbodenfläche eine äußerst artenreiche Pflanzengesellschaft, die mindesten alle zwei Jahre gemäht werden muss.

SZ v. 26.01.05

 

 

18. Februar

 

Unsere diesjährige Hauptversammlung fand im Hotel Baier in Mengen statt. Die Veranstaltung war mit rund 25 Personen sehr gut besucht.

      

Der 1. Vorsitzende Werner Löw begrüßte die Anwesenden zur 16. Hauptversammlung, unter ihnen als Vertreter der Stadt Mengen Bürgermeisterstellvertreter Herrn Hagmann.

Zuerst wurde in einer Schweigeminute der zwischenzeitlich verstorbenen NABU-Mitglieder gedacht.

Die Ortsgruppe umfasse, so Werner Löw in seinem Bericht, derzeit 476 Mitglieder. Die aktiven Mitglieder kommen fast nur aus Mengen und Scheer, daher liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten auch in diesen Gemeinden. Gerne machen wir auch in den anderen Teilgemeinden, z.B. der Göge / Hohentengen mehr, dazu bedürfe es aber weiterer aktiver Mitglieder mit Ortskenntnissen.

Werner Löw hob in seiner Rede einzelne Veranstaltungen aus dem vergangenen Jahr 2004 hervor, so den Blumenwiesen-Malwettbewerb und dankte diesbezüglich Anne Pfundstein, Erika Rimmele-Laux und Frau Kaminski. Er dankte auch dem Gesangsverein Liederlust und der Band "Jazz Take It" für die musikalische Untermalung beim Blumenwiesenfest.

Stolz sei man auch auf die selbst entworfene Blumenwiesentafel.

 

Ein Dank ging auch an die Stadt Mengen für deren Zuschuss, an die Schulen von Mengen, insbesondere an Anne Pfundstein und deren Tierschutz AG an der Realschule Mengen.

Glücklich sei man auch über die Kindergruppe von Liane Schmid an der Grundschule Mengen.

Sehr erfolgreich sei auch die Pflegemaßnahme auf dem Ennetacher Berg verlaufen. Hier ging der Dank an alle Helfer, darunter sehr viele Jugendliche, Pfarrer Einsiedler, 13 Mitglieder mit Kindern, die Pfadfinder und engagierte Bürger.

Werner Löw dankte allen Aktiven für deren Engagement und allen Passiven für deren Beitrag. Dank ging auch an die Spender und Privatleute.

Enttäuscht sei man über das Nicht-Zustandekommen des Ersatzlaichgewässers  am Soppenbach, welche auf einer sachlichen Fehleinschätzung des Ortschaftrats Ennetach beruhe. Auch bei der Verwaltung in Mengen wurde zu wenig getan. Die bereitgestellten Fördermittel des Landkreises und der Bundesstiftung Umwelt wurden inzwischen aber für ein anderes Projekt verwendet, die Freilegung eines Donaualtwassers im Olber bei Scheer.

Werner Löw stellte die Umweltbindung mit und für unsere Kinder als zentrale zukünftige Aufgabe heraus. Dazu müsse es gelingen, mehr Mitarbeiter und Förderer zu finden.

 

 

Im Anschluss an den Bericht von Werner Löw folgte der Bericht des Schriftführers und Webmasters Martin Orlik.

Martin Orlik ging im wesentlichen auf die zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten 2004 ein. Er dankte den zahlreichen Helfern und Mitgliedern für deren sehr gute Mitarbeit und Unterstützung.

Unsere Homepage war im Januar 2005 mit 21.000 Besuchern und an Neujahr mit allein 1200 Besuchern am besten besucht, in den Monaten März und April 2004 mit je 10.000 Besuchern am wenigsten. Der Monatsschnitt lag bei 13.500 Besuchern. Mit insgesamt 162.000 Homepage-Besuchern (über die exakte Verweildauer konnte keine Aussage getroffen werden) seit der letzten Hauptversammlung war dies eine Steigerung um 26%. Die meisten Besucher kommen über Suchmaschinen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

 

Anne Pfundstein berichtete von der gemeinsamen, vielfältigen Arbeit der Realschule Mengen mit dem NABU und dankte Werner Löw, Armin Lenk, Werner Gottwald und den anderen Gruppen-Mitgliedern für die sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung.

Liane Schmid berichtete über ihre Kindergruppe an der Ablachschule Mengen und über die zahlreichen Aktivitäten im Jahr 2004. Auch 2005 werde es ein ähnliches Angebot mit und für eine bis mehrere Gruppen an der Grundschule geben.

Im Anschluss stellte Liane Schmid stellvertretend für Regina Miglioranzi den Kassenbericht vor. Die Einnahmen entsprachen in etwa den Ausgaben, es verblieb ein kleiner Überschuss. Der Dank ging auch an Regina Miglioranzi für deren gewissenhafte und fachmännische Arbeit.

Die Kassenprüferinnen Hermine Miglioranzi und Liane Schmid konnten eine einwandfreie Kassenprüfung bestätigen.

Herr Hagmann nahm die Entlastung der Vorstandschaft vor, welche einstimmig ohne Gegenstimme oder Enthaltung erfolgte. Er übermittelte die Grüße von Bürgermeister Lange, zudem sei er schwer beeindruckt von unserer Arbeit.

Hermine Miglioranzi und Liane Schmid wurden einstimmig wieder zu den Kassenprüferinnen gewählt. Es erfolgten keine weiteren Wahlen.

 

Ein Verein lebt von der Treue seiner Mitglieder. Unsere Ehrenordnung sieht vor, Mitglieder mit 25, 30, 40 und 50 Jahren Mitgliedschaft zu ehren.

Der 2. Vorsitzende Peter Danner nahm diese Ehrungen vor. Mit Weinpräsenten geehrt wurden:

 

 

  • Heinrich Laidler, 50 Jahre Mitglied

  • Herr Engler, 40 Jahre Mitglied (Bild links),

  • Herr Rau, 30 Jahre Mitglied

  • Dr. Sophia Gschwind-Kränzler / Fritz Kränzler, je 30 Jahre Mitglied

  • Werner Löw, 25 Jahre Mitglied (Bilder unten).

 

         
  

 

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Film zum Uhu, Vogel des Jahres 2005, welchen Werner Gottwald mit fachmännischen Wissen und reichem Erfahrungsschatz in einer lebhaften und interessanten Diskussion ergänzte.

SN v. 3.2.05; SN v. 17.2.05; SZ v. 17.2.05, großer Bericht SZ 02.03.2005.

 

 

19. Februar

Werner Löw besuchte für unsere Gruppe stellvertretend den Naturschutztag der CDU im großen Plenarsaal der Landesregierung in Stuttgart.

 

 

14. März

Wir haben dem Mengener Storchenbrunnen-Storch wieder auf die Beine geholfen.

 

16. März

Öffentliche Ausschußsitzung im Gasthaus "Weithart" in Habstal, bei welcher es im wesentlichen um die Jugendarbeit, um das Jugendfest auf dem Ennetacher Berg, um eine Patenschaft für eine Blumenwiese, um die Storchenparade und um die Fassadenneugestaltung unseres Schaufensters ging.

 

17. und 18 März

Aufbau der Amphibienzäune in Ennetach und Rulfingen I und II durch Lehrer und Schüler des Gymnasium Mengen, der Astrid-Lindgren-Schule, der Berufsvorbereitungsgruppe Sigmaringen und Mitglieder unserer Ortsgruppe (SZ v. 26.03.05).

 

18. und 19. März

Beginn der Zaunkontrollgänge. Es wurden noch dringend Amphibienschützer gesucht! (SZ v. 19.03.05).

 

21. / 22. März

Auch die Straßenmeistereien Saulgau und Sigmaringen stellten ihre Zäune wieder auf, welche wir kontrollieren.

 

24. März

Presseveröffentlichung "Amphibien retten ist ein interessantes Erfolgserlebnis" (SZ v. 24.03.05; SN v. 24.03.05).

 

Januar    Juli    Oktober   

 

 

6. April

Gutbesuchte öffentliche Ausschußsitzung in der Bacchusstube in Scheer, bei welcher es im wesentlichen um den geplanten Infostand bei der Storchenparade, um die Fassadengestaltung des NABU-Schaufensters, den "Erlebten Frühling" und das Jugendfest auf dem Ennetacher Berg am 3. Juni ging.

 

8. April

Peter Danner, Werner Löw, NABU-Mitglieder und Gymnasiasten bauten den Amphibienzaun bei Ennetach ab.

Insgesamt wurden 2005 an allen Zäunen am Lausheimer Weiher, bei Ennetach, Rulfingen und in Zielfingen mit über 70 Helfern insgesamt 2.200m Zaun zweimal am Tag in über 900 Arbeitsstunden kontrolliert und 800m Zaun auf- und abgebaut. Den Auf- und Abbau der übrigen 1.400m Zaun haben die Straßenmeistereinen übernommen.

 

8. April

Werner Löw, Werner Gottwald, Peter Danner und Anne Pfundstein fuhren gemeinsam nach Zwiefalten zur Preisverleihung des "Zwiefalter Naturfonds 2004" der Zwiefalter Klosterbrauerei, verbunden mit einer Besichtigung der Brauerei (SZ v. 22.4.05). Sie nahmen den mit 500 € dotierten Preis für vorbildliche Jugendarbeit im Naturschutz entgegen.  

 

14. - 16. April

Schüler(innen), Lehrer(innen) und NABU-Mitglieder strichen das Erdgeschoss des Gebäudes in der Hauptstraße 119, in welchem sich unser Schaufenster befindet, komplett neu.

 

          

 

Auch unser NABU-Logo erstrahlt in neuem Glanz.

Wir dankten der Stadt Mengen für die Vorarbeiten und den vielen Helferinnen und Helfern für deren Engagement und aktive Mithilfe!

Artikel in den Stadtnachrichten "NABU erhellt die Oberstadt" v. 04.05.05

 

 

22. April

Zeitungsveröffentlichung "Blumenwiese brachte dem NABU Glück" (SZ v. 22.4.05).

 

23. April

Zeitungsveröffentlichung "Bronzestorch wartet auf Geschwister" (SZ v. 23.04.05).

 

24. April

Infostand am Storchenbrunnen in Mengen anlässlich der Storchenparade (SN v. 21.4.05).

 

Oben: Bilder vom Aufbau

Trotz des relativ schlechten Wetters war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Die 110 Storchenbrezeln waren im Nu verkauft.

 

 

28. April

Liane Schmid und Werner Löw machten im Rahmen der NABU-Aktion "Erlebter Frühling" mit einer 4. Klasse der Ablachschule Mengen eine Exkursion in Lianes Garten.

 

 

 

Mai

Anne Pfundstein besuchte mit ihrer 6. Klasse der Realschule Mengen den Blochinger Sandwinkel. Die Veranstaltung im Rahmen der NABU-Aktion "Erlebter Frühling" führte Werner Löw.

 

4. Mai

Liane Schmid und Werner Löw machten im Rahmen der NABU-Aktion "Erlebter Frühling" mit einer 4. Klasse der Ablachschule Mengen eine weitere Exkursion in den westlichen Stadtgraben und um das Freibad.

 

10. Mai

Das Donaualtwasser bei Ennetach wurde mit den Schülern von Frau Leins der Astrid-Lindgren-Schule und Werner Löw vom Müll gereinigt. Verbunden damit wurde ein anschaulicher Unterricht über die Entstehungsgeschichte dieser Landschaft. Außerdem wurden verschiedene Blumen vorgestellt.

 

13. Mai

Ausschußsitzung im Adler in Ennetach. Besprochen wurden unter anderem das bevorstehende Jugendfest auf dem Ennetacher Berg, die bundesweite NABU-Aktion "Stunde der Gartenvögel", eine Storchen-Ausstellung, das Kindersommerprogramm und verschiedene andere aktuelle Themen.

 

18. / 19. Mai

Wer hat die schönsten Wiesen? - Erste „Wiesenmeisterschaft“ der Schwäbischen Alb

Das baden-württembergische Ministerium für Ernährung und Ländlicher Raum lobte einen Wettbewerb zur Prämierung besonders artenreicher und nachhaltig bewirtschafteter Wiesen aus. Bis 22. Mai konnten Vorschläge aus der Region Schwäbische Alb, so auch aus dem Landkreis Sigmaringen, eingereicht werden. Die Bereiche unmittelbar am Fuße der Alb, also entlang der Donau, waren mit einbezogen. Ziel des Wettbewerbes war, die Verdienste der Landwirte und Bewirtschafter zur Erhaltung der Artenvielfalt zu würdigen.

Das Projekt war ein gemeinsames Vorhaben von Ministerium, Landesbauernverband, Naturschutzbund NABU und Schwäbischer Albverein.

Zur „Wiesenmeisterschaft“ konnte sich jeder Bewirtschafter einer artenreichen Wiese oder Weide anmelden. Voraussetzung war, dass die Grünlandfläche mindestens vier der auf dem Anmeldeformular abgebildeten so genannten Kennarten aufwies, mindestens 30 a groß war und die genaue Lage der Fläche angegeben wurde.

Die Anmeldung konnte auch von Nicht-Landwirten mit Zustimmung des Bewirtschafters initiiert werden.

Für die drei Kategorien Fettwiesen, Magerwiesen und die Vielfalt im Gesamtbetrieb gibt es jeweils drei Sieger. Zunächst erfolgt(e) von Mitte Mai bis Anfang Juni durch Mitarbeiter des Instituts für Agrarökologie und Biodiversität die Begutachtung der gemeldeten Flächen. Danach wird eine Jury die „Wiesenmeister“ auswählen.

Nähere Informationen zu dem Projekt und Anmeldebögen gab es bei den Geschäftsstellen des Landesbauernverbandes, den unteren Landwirtschaftsbehörden, beim Schwäbischen Albverein, beim NABU ( für den Raum Mengen, Werner Löw, Tel: 07572/8371) sowie im Internet unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de (SZ v. 18.05.05; SN v. 19.05.05).

 

300 Teilnehmer nahmen insgesamt an dem Wettbewerb teil, darunter 6 Bauern aus dem Raum Mengen / Scheer. 2 dieser Teilnehmer aus unserem Raum sind inzwischen für ihre wunderschönen Blumenwiesen Wiesenmeister geworden und werden am 7. September bei der Siegerehrung in St. Johann bekannt gegeben und prämiert.

 

 

20. Mai bis 22. Mai

Der NABU veranstaltete die „Stunde der Gartenvögel“ mit einer bundesweiten Gartenvogelzählung.  

Er rief die Menschen aus ganz Deutschland auf, alle Vögel zu notieren, die sie innerhalb einer beliebigen Stunde im Garten oder den öffentlichen Grünanlagen beobachten konnten. Wir erhielten so wichtige Erkenntnisse über den Bestand und die hauptsächliche Verbreitung der einzelnen Vogelarten. Egal ob alleine, zu zweit, mit Freunden oder der ganzen Familie: Einfach schauen, was für Vögel sich in unseren Gärten oder öffentlichen Grünanlagen so tummelten. Das ging vom Fenster, dem Balkon, beim Spazieren gehen oder von einer Parkbank aus. Je mehr Menschen daran teilnahmen, desto aussagekräftiger waren die Ergebnisse. Unter den Teilnehmern verloste der NABU Preise im Wert von mehreren tausend Euro.

Wer noch keine Erfahrung im Vogelbestimmen hatte und gerne mitmachen mochte, konnte am Freitag, den 20. Mai mit Fernglas und Bestimmungsbuch zur Gartenvogelrallye am westlichen Stadtgraben in Mengen kommen. Treffpunkt war beim Spielplatz. Dort gab es auch die Teilnahme- bzw. Meldebogen. Die lagen auch in den Rathäusern von Mengen und den Teilorten sowie den umliegenden Gemeinden aus (SZ v. 19.05.05; SN v. 19.05.05).

 

 

 

3. Juni

NABU-Jugendfest auf dem Ennetacher Berg.

      

Auf dem Platz beim Hochbehälter auf dem Ennetacher Berg, ganz in der Nähe des größten letzten Arbeitseinsatzes, veranstaltete der NABU ein Fest für alle Schüler und Jugendlichen sowie deren Eltern, Lehrer und Betreuer, die seit einem Jahr bei Aktionen und Arbeitseinsätzen mitgeholfen haben.

Das Fest war mit rund 50 Personen sehr gut besucht.

         
    Die Teilnehmer durften das Fest ein bisschen selber gestalten. Sie konnten ausprobieren, wie man eine Feuerstelle einrichtet und wo man in der Natur Feuerholz findet.

Auch ein Naturquiz, bei welchem es verschiedene Strauch- und Baumarten auf dem Ennetacher Berg zu erkennen galt, sorgte für Abwechslung. Den Gewinnern winkten kleine Preise.

Geschicklichkeit und Kondition waren beim originellen Sägewettkampf  gefordert. Stadtförster Grohm stellte einen Baumstamm und eine frisch geschärfte Schrotsäge zur Verfügung.

Auf einer frisch gemähten Wiese gab es außerdem ein Volleyballnetz.

     

Ein beeindruckendes Wespennest ließ ein Mengener Bürger an seinem Haus bis zum Ausfliegen der Wespen hängen. Die Festbesucher waren erstaunt über dessen imposante Größe. Wir danken dem Mengener Bürger für dessen vorbildliches Verhalten!

Das Fest war sehr schön und ein voller Erfolg. Allen Helfern ein herzliches Dankeschön für das große Engagement!

SN v. 25.05.05; SZ v. 30.05.05; SZ v. 01.06.05; SN v. 02.06.05.

 

 

3. Juni

Anne Pfundstein nahm für unsere Ortsgruppe am Regionaltreffen „Netzwerk Natur“ in Beuron teil. Es wurden verschiedene Projekte vorgestellt mit dem Ziel, diese untereinander zu vernetzen. Vorgesehen sind ein Info- und Erfahrungsaustausch, eine Kooperation mit den Gemeinden, eine Informierung der Bevölkerung und eine Verbesserung der fachlichen Ausbildung.

Anne Pfundstein stellte bei der Veranstaltung den Qualipass vor. Dieser sollte ursprünglich als Ergebnis der Veranstaltung von mehreren Projekten favorisiert und bezuschusst werden. Das Land stoppte das Vorhaben aber in Bezug auf den Naturschutz damals zunächst, da es in diesem Bereich etwas Ähnliches unabhängig vom Qualipass vorhatte. Nun wurde aber dennoch eine Förderung im Kreis Sigmaringen angestrebt.

 

Mitte bis Ende Juni

Wir stellten gemeinsam mit Schülern den Amphibienzaun in Zielfingen wieder auf. Der "Froschregen" fiel in diesem Jahr extrem stark aus, so dass 3-4 Kontrollen pro Tag notwendig waren, um die Jungfrösche sicher über die Straße zu bringen.

 

Mitte Juni

Bei der Schnitzeljagd der Grundschule hat der NABU die 1. Station am Storchenbiotop übernommen. Es fanden Tests mit verschiedenen Flüssigkeiten statt, welche es zu erraten gab. Für richtige Ergebnisse gab es Punkte. Nebenbei konnte mit Ferngläsern das Storchenbiotop beobachtet werden, um Wartezeiten für die Grundschüler verkürzen.

 

17. Juni

Gut genährt und wohlauf befanden sich drei Jungstörche im Beizkofer Horst (SZ v. 17.06.2005).

 

21. Juni

Eine vierköpfige Storchenfamilie thronte auf dem Mengener Horst auf der Martinskirche. Manfred Stützel war bei der Beringung der Störche mit dabei (SZ v. 21.06.05).

 

24. Juni

Im Gasthaus Dorfstuben in Ennetach fand eine weitere Aussschußsitzung statt.

Neben Berichten wurden Pflegemaßnahmen am Zielfinger Hang, am Ennetacher Berg und am Donaualtwasser zwischen Ennetach und Scheer, die Anschaffung eines PKW-Anhängers, von Heugabeln und Heurechen und das Projekt "Qualipass" im Rahmen der Aktion "Netzwerk Natur" besprochen. Außerdem fanden wir Verbesserungsmöglichkeiten für das nächste Jugend-Helferfest.

 

 

Januar    April    Oktober    

 

6. Juli

Werner Fritz und Frau Wendler von der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege, BNL, vom Regierungspräsidium Tübingen kamen zu unserer Ortsgruppe. Die Beiden besichtigten gemeinsam mit Werner Löw das Naturschutzgebiet Ölkofer Ried. Sie besprachen Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung des Gebietes und die Umsetzung längst fälliger Ausgleichsmaßnahmen.

 

7. Juli

Die schönsten Blumenwiesen gibt es zwischen Ennetach und Scheer.

Unter ca. 300 gemeldeten Blumenwiesen zu den Blumenwiesenmeisterschaften der Schwäbischen Alb und Albtrauf befinden sich die schönsten in den Donauauen bei Scheer und Ennetach.

Mit den Wiesenmeisterschaften sollten die Leistungen der Landwirte gewürdigt werden, die es verstehen, ihre Wiesen und Weiden so zu bewirtschaften, dass diese bei einer akzeptablen Futterleistung zugleich eine hohe Artenvielfalt aufweisen. Diese Leistungen - im einzelnen die Erhaltung der Wiesen als Lebensräume für Pflanzen und Tiere, aber auch zum Schutz des Grundwassers sowie ihre Funktion für Tourismus und Heimat-Identität, sollten mit der Wiesenmeisterschaft stärker ins Bewusstsein gerückt werden. Veranstalter waren das baden-württembergische Ministerium für Landwirtschaft und ländlicher Raum, der NABU und der Schwäbische Albverein.

Ausgesucht und in Abstimmung mit den Landwirten gemeldet wurden vom NABU Mengen fünfzehn Wiesenschläge auf den Markungen Ennetach und Scheer. Die Jury aus hochkarätigen Fachleuten von der Landesanstalt für Grünlandwirtschaft, vom NABU-Institut für Agrarökologie und Biodiversität "ifab", vom Landesbauernverband und dem Schwäbischen Albverein hat unter den Wiesen der engeren Wahl die Preisträger ermittelt. Sie war höchst erstaunt, dass es so etwas Schönes hier in den Donauauen gibt. In der Kategorie Fettwiesen gehören Winfried Stärk aus Ennetach, bei den Magerwiesen Johann Rebholz, ebenfalls aus Ennetach, zu den Preisträgern.

Ob sie einen ersten oder dritten Preis gewonnen haben, erfuhren sie bei der Preisverleihung am 7. September beim berühmten Kartoffelfest in St. Johann auf der Alb (SN v. 07.07.05).

 

14. Juli

Werner Löw entbuschte mit Schülerinnen der Tierschutz AG der Realschule Mengen die Kiesinsel des Flußregenpfeifers im Storchenbiotop in Mengen. Die Vegetation stand in diesem Jahr besonders hoch.

 

14. Juli

Weitere Ausschußsitzung in der Dorfstuben in Ennetach, bei welcher es neben aktuellen Berichten hauptsächlich um die geplanten Pflegemaßnahmen auf dem Ennetacher Berg, am Zielfinger Hang und am Donaualtwasser zwischen Ennetach und Scheer  und um die Einführung und Umsetzung des Qualipasses im Wirkungsbereich unserer Ortsgruppe ging.

 

16. Juli

Werner Löw fuhr zusammen mit den Firmlingen der katholischen Kirchengemeinde Mengen und Pfarrer Einsiedler in Burgweiler-Pfrunger Ried.

 

17. Juli

Gemeinsame Fahrradtour zu den geplanten Pflegemaßnahmen Zielfinger Hang / Ennetacher Berg und Donaualtwasser mit anschließender Einkehr im "Donaublick" in Scheer

 

18. Juli - 21. Juli

Schulen, Landwirte, NABU und Stadt arbeiten zusammen und pflegen Blumenwiesen

Gleich drei Dinge hatte der NABU Mengen mit seinem Projekt „Blumenwiesen“ erreicht:

  1. Das blumenreiche 24 a Biotop bei Zielfingen wurde endlich mal wieder gemäht.

  2. Am Ennetacher Berg kann wieder eine bunte Blumenwiese entstehen.

  3. Sein Projekt  mit den Schulen „ Natürlich  lernen durch praktische Arbeit“ konnte er weiter umsetzen.

Die im vergangenen Winter von Gestrüpp frei gemachte Fläche unter dem „Fohrenwäldle“ über Ennetach soll wieder eine bunte Blumenwiese werden. 

Und die noch artenreiche Wiese, ein 24 a Biotop an der Kirchhalde bei Zielfingen, sollte im gleichen Zuge nach Jahren wieder eine Pflege erfahren, um ihre Schönheit und Vielfalt zu erhalten. Für Hugo Sonntag aus Zielfingen lohnt sich die Bewirtschaftung  seiner Wiese schon lange nicht mehr. Und die Pflege der Ennetacher Fläche ist der Gemeinde zu teuer. Beide sind wegen ihrer steilen Lage kaum noch mit herkömmlichen Maschinen zu bearbeiten. Nachdem aber der NABU die Mahd der steilen Fläche mit IRUS-Mäher und Motorsense und das Abräumen des Mähgutes übernommen hat, Realschüler halfen dabei, sagte Landwirt Sonntag spontan, dann mulche ich da, wo ich noch fahren kann und entsorge das Mähgut. Dieses schafften Schüler der Astrid-Lindgren-Schule mit ihrem Lehrer Christian Baacke  mit Rechen und Gabeln zum Weg für den Abtransport und hatten viel Spaß dabei.

Das Schnittgut mit den meisten Blumen transportierte der NABU aber zum Ennetacher Berg, streute es aus, dass es dort aussamen kann, um eine ebenfalls bunte Wiese entstehen zu lassen. Die Bodenverhältnisse und Lage an beiden Standorten sind sich ähnlich.

Dort hatten Landwirt Hans Kleiner vom Hipfelsberg und Dieter Schorer bereits den fast mannshohen Wald aus Disteln, Brennnesseln, Klettenlabkraut und Waldziest weitgehend gemäht, der sich nach der Entfernung des Gestrüppes vergangenen Winter entwickelt hatte. Der NABU besorgte noch die Feinarbeit mit seinen Geräten. Schüler vom Gymnasium gabelten und rechten letztlich das Schnittgut zum Weg, von wo es vom Bauhof  der Stadt abgeholt wird.

Beim jeweils obligatorischen Vesper erklärte Werner Löw den Schülern, wie wichtig solche „ökologischen Trittsteine“ seien. Damit würde z. B. der Genaustausch zwischen den gleichen Arten in den Blumenwiesen der Donauauen und denen bei Zielfingen begünstigt; Inzucht aufgrund der zunehmenden „Verinselung“  der Lebensräume sei mit ein Grund für das Artensterben. Zudem steigere so eine Blumenwiese den Erholungswert der Landschaft (SN v. 28.07.05; SZ v. 05.08.05).

 

21. Juli

Presseveröffentlichung zur aktuellen Schaufenster-Ausstellung:

Damit unsere Kinder noch eine schöne Heimat haben

 

So hießt die Ausstellung mit den schönsten Bildern aus unserer Landschaft im NABU – Schaufenster an der Hauptstraße in der Mengener Oberstadt. Und mitten drin der Storch als Symbol für  eine noch naturnahe Kulturlandschaft, in der sich die Menschen wohl fühlen und erholen können. Der NABU, schon auch traditionsbewusst, beim Begriff Heimat denkt man aber hauptsächlich  in die Zukunft. So möchte man zum Beispiel bei Überlegungen  zur Stadtentwicklung auch die Landschaft mit einbezogen wissen. Diese Ausstellung war der Beitrag unserer Gruppe zu den Mengener Heimattagen. Wegen den seinerzeit verschiedenen Landschaftspflegemaßnahmen zusammen mit Landwirten, Schulen und der Stadt Mengen hatte man leider keine Zeit gefunden, um eine Gruppe für den Umzug zu bilden. Zu dem hatte man ja, auch mit dem Blick auf die Heimattage, im Frühjahr den Storch wieder auf den so lange verwaisten Storchenbrunnen gebracht (SN v. 21.07.05).

 

 

4. August

Scheerer Jungstörche sind auf gutem Weg (SZ v. 04.08.05).

 

 

4. August

Waldbesuch mit dem Mengener Stadtförster im Rahmen des Mengener Kindersommers

Vom Sämling zum Dachstuhl

Woher kommen die Bäume? Um dieses Rätsel zu lösen, hatte der NABU die Kinder in den Stadtwald eingeladen. Begleitet wurden sie von Frau Fäger vom Kindersommerteam sowie Werner Gottwald und Werner Löw vom NABU.  

Förster Gerhard Grom von der Stadt Mengen zeigte die Sämlinge von Fichte, Eiche und Buche. Man musste schon genau hingucken um sie nicht mit Moos zu verwechseln. Wie mit der Kreuzhacke, dem so genannten „Wiedehopf“ Pflanzen in den Boden gesetzt werden, zeigte Forstwirt Rautenberg. Die Kinder durften es auch probieren. Er zeigte auch wie der „Kupferstecher“, der kleine Borkenkäfer und das Wild den kleinen Bäumchen das Überleben schwer machen. Förster Grom stellte dann die verschiedenen Baumarten vor.

Spannend wurde es, als zwei „Käferbäume“ zum Fällen ausgesucht werden mussten. Erst beim genauen Hinsehen konnten die Bohrlöcher des Buchdruckers, dem großen Borkenkäfer, und das austretende Bohrmehl entdeckt werden. Die Kinder staunten wie schnell so ein großer Baum gefällt wird. Noch mehr beeindrucken war für sie, wie fast majestätisch und mit großer Wucht so ein Baum  zu Boden fällt und in kürzester Zeit entastet und für das Sägewerk zurechtgeschnitten ist.

         

 

5. August

Besuch der Sägerei Löw und der Zimmerei Löw in Ennetach im Rahmen des Mengener Kindersommers

Was man im Sägewerk mit Bäumen macht, erlebten die Kinder anderntags im Sägewerk Löw in Ennetach. Anne und Eugen Löw führten abwechselnd durch den Betrieb.

Auf dem „Holzplatz“ wurden die angelieferten Baumstämme, je nachdem was daraus werden soll, mit einem großen Greifer, der an einen Dinosaurier erinnert, ausgesucht und aufs Maß zugeschnitten. Über Transportbänder gelangten sie zur Gattersäge, die aus ihnen Balken und Bretter machte. Wie von unsichtbarer Hand wurden diese samt dem Abfall in verschiedene Wege zur Hobelhalle, Zerspahner oder Lagerplatz gelenkt. Abenteuerlich wurde es im Untergrund der Sägehalle mit Rohren, Transportbändern, Motoren und der Wasserturbine.

Abschließend hatte Anne Löw die Exkursionsteilnehmer zu Brezeln und Bluna in die gute Stube eingeladen.

 

Anschließend erlebten die jungen Teilnehmer im Zimmergeschäft Günter Löw, Ennetach, in der Praxis und in Miniatur, was unter anderem aus Balken gemacht werden kann. Alois Steidel und Werner Löw hatten ca. 200 kleine Pfetten, Sparren und Stützen für fünfzehn kleine Dachstühle vorbereitet. Mit Feuereifer wurde unter Anleitung von Werner Gottwald und Werner Löw zusammengefügt und genagelt.

Stolz konnten alle Kinder am Ende ihren selber gebauten Dachstuhl mit nach Hause nehmen.

 

 

8. August

Drei der vier Scheerer Jungstörche waren tot - gestorben an nicht den derzeitigen Schutzbestimmungen entsprechenden Strommasten der EnBW (SZ v. 08.08.05).

 

10. August

Interview mit Werner Löw in der SZ zum Tod der Scheerer Jungstörche (SZ v. 10.08.05, weitere Info zum Storch).

 

 

12. August

Fahrradexkursion zur Haifischzahnbucht bei Ursendorf im Rahmen des Mengener Kindersommers

 

Haifischzähne und Libellenlarven

Sechzehn Kinder machten sich vom Friedhofsparkplatz in Mengen mit dem Fahrrad über Bremen auf zu „Haifischzahnbucht“. Begleitet wurden sie von Karin Bix vom Kindersommerteam, Werner Löw vom NABU als Veranstalter und einigen Eltern.

Bei einem Zwischenstopp entdeckte man an einer Feldscheune zwei viereckige Einfluglöcher in der Wand. Die Untersuchung der darunter liegenden Gewölle (das sind die unverdaulichen Reste, welche Vögel wieder als kleine Ballen auswürgen) ergab, dass hier abwechselnd Schleiereulen und Turmfalken ihr Quartier hatten.

      
Am Ziel angekommen, hatten Robert und Regina Miglioranzi bereits einen kleinen Schatzsucherkamp eingerichtet.

 

 

Warum gibt es hier Haifischzähne, wollten die Kinder wissen. Robert Miglioranzi berichtete vom Urmeer vor vielen Millionen Jahren in dem nicht nur Haifische sondern auch Krokodile, Rochen und vieles mehr gelebt hatten und deren Skelette damals im Ufersand, der jetzigen Sandgrube, verschüttet worden sind. Miglioranzi konnte anhand eigener prächtiger Fundstücken beweisen was es alles gegeben hat und wonach die jungen „Archäologen“ achten sollen.

Er wies auch eindringlich darauf hin, es könne an verschiedenen Stellen der Grubenwände sehr gefährlich sein weil diese abrutschen und man erschlagen oder begraben werden könne und die Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen graben sollen. Aber Miglioranzi hatte einen ungefährlichen Platz ausgesucht und weiß, wo es was zu finden gibt. Danach bekamen alle ein Plastiktütchen um ihre Fundstücke aufzubewahren.

         

Dann ging zur Sache. Robert Miglioranzi begutachtete die Fundstücke, erklärte was was ist und übereichte jedem noch ein schönes Stück aus seiner umfangreichen Sammlung.
Fieberhaft, als ob es um einen Goldschatz ginge, wurde mit Schäufelchen und Sieben der Sandhang umgewühlt...
... und dafür teilweise auch mit Haifischzähnen reichlich belohnt. Alle wurden fündig und waren stolz und glücklich.

 

 

 

 

Für eine Sensation und Staunen sorgte zum Schluss Werner Löw mit einem Mammutzahn. Leider erwies er sich dann nur als täuschend ähnlichen Wurzelstrunk.

Aber dass so eine Sandgrube wieder zu einem wertvollen Biotop werden kann, zeigte Werner Löw mit anderen Fundstücken. Neben einem imposanten und inzwischen seltenen Heupferd, eine unserer größten Heuschreckenart, konnte er auch einen niedlichen Heufalter, Libellenlarven und Wasserläufer aus einem der Tümpel in Becherlupen vorstellen. Selbstverständlich wurden die Tiere danach wieder an ihrem Fundort freigelassen.

Abschließend bedankten sich die Kinder, die Eltern und auch Werner Löw beim Ehepaar Miglioranzi und Karin Bix für die gute Gestaltung dieser abenteuerlichen Veranstaltung und traten den Heimweg an (SZ v. 16.08.05).         

 

 

 

13. August

Gemeinsames, gemütliches Beisammensein beim 15. Zielfinger Dennetefest.

 

Zusammen arbeiten und festen

Peter Danner und Werner Löw haben Hugo Sonntag bei einem guten Vorort-Gespräch versprochen, wir kommen zu deinem Dennetefest nach Zielfingen. Hugo Sonntag ist Vorsitzender der Zielfinger „Segoister“, Ausricher des Dennetefestes auf seinem Hof in Zielfingen.

Hugo Sonntag ist Landwirt und hat sehr schöne Blumenwiesen. Eine davon ist ein 24a Biotop und ein „steiler Buckel“, schwer zu mähen. Dem NABU Mengen lag aber viel daran, dass wieder mal gemäht wird und übernahm in Handarbeit die Steillage. Sonntag sagte, dann mach ich den Rest, er hat was übrig für die Natur. Beim NABU weiß man, Naturschutz kann nur mit den Landwirten gemacht werden. Es hat gut geklappt zusammen und der NABU brauchte dann auch gleich zwei Tische bei diesem urgemütlichen Fest am Samstagabend (SZ v. 17.08.05).

 

 

16. August

Gemeinsame Erkundung von geeigneten Plätzen für eine Veranstaltung zur Europäischen Fledermausnacht am 27.08.2005.

 

 

 

 

7. September

Landwirte werden für ihre Wiesen geehrt - Wiesenmeisterschaft Schwäbische Alb 2005. Wir gratulieren Winfried Stärk und Johann Rebholz als Sieger herzlich!

(SZ v. 12.09.05; Ergebnis-Überblick Teil 1, Ergebnis-Überblick Teil 2; siehe auch 7. Juli)

 

 

10. September

Presseveröffentlichung "Die Mengener Störche sind knapp dran" (SZ v. 10.09.05)

 

 

20. September

Auktionserlös der Storchenparade wird gesplittet. Auch die Storchenhilfe wird berücksichtigt (SZ v. 22.09.05)

 

 

21. / 22. September

Anne Pfundstein und Realschüler beteiligten sich mit Werner Löw an der diesjährigen Obstlese um den Ennetacher Berg.

 

 

22. September

Richtigstellung von Werner Löw zu den Aussagen von Herr Wilfried Brotzer im Bericht der Schwäbischen Zeitung v.10.09.2005 „Die Mengener Störche sind knapp dran“ sowie zu den Vorwürfen von Stadtrat Emil Magino in der Sitzung v. 20.09.2005.

 

Es wurde nur wenig in Abstimmung mit dem NABU gemacht

 

Wie von der SZ beschrieben, hatten der NABU und BUND  in ihrer Stellungnahme zu den Ausgleichsmaßnahmen für die KSE u. A. flache, periodisch  überflutete Wiesenmulden als Nahrungsbiotope für den Storch empfohlen. Sie hätten weiterhin extensiv, landwirtschaftlich genutzt oder gepflegt und nach den Landschaftspflegerichtlinien bezuschusst werden können. Nachzulesen ist dies in der Stellungnahme des LNV zum Grünordnungsplan für die KSE Mengen. Die Stellungnahme ist Bestandteil der Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren und den damaligen Stadträten ausgehändigt.

Auf Empfehlung der Verwaltung entschied sich der Gemeinderat jedoch mehrheitlich für den Vorschlag vom Büro Senner, Überlingen. Meine nochmaligen Einwände, dieses Konzept sei nicht stimmig und wegen der unnötig großen Erdbewegungen viel zu teuer fanden keine Berücksichtigung.

Es ist richtig, dass wir dann in die Ausführungsplanung, einbezogen wurden. Wir konnten nur noch Nachbesserungen, wie u. A. der Verzicht auf  eine Baumpflanzung einbringen. Am Gesamtkonzept war nichts zu ändern.

Angesichts der nicht von uns geplanten großen Wasserflächen, es waren gleichzeitig stadtnahe Eisflächen im Gespräch, haben wir dann die beiden Brutinseln für den Flussregenpfeifer vorgeschlagen.  Flussregenpfeifer und Flussseeschwalben wollen unbewachsene Kiesinseln.

Auf unsere Anfrage hat die Firma Valet u. Ott  ein sehr günstiges Angebot gemacht für gewaschenen Kies in größerer Körnung.

Die die Erdarbeiten ausführende Firma hat dann angeboten, Kies zum gleichen Preis zu liefern. Eingebracht hat sie ungewaschenen Kies mit teils hohen Bodenanteilen.

Weil aber der übrige Bereich des Biotops nicht gemäht wird, erfolgt ständig starker Samenanflug, der auf dem ungewaschenen Kies leicht Fuß fasst. Seit zwei Jahren reißen wir auf der westlichen Insel an mehreren Tagen mit Schülern der verschiedenen Schulen den immer dichter und höher werdenden Bewuchs aus. Ob wir dem zunehmenden Druck weiter begegnen können ist fraglich.

Auf der östlichen Insel waren solche Anstrengungen aussichtslos.

 

Weil auch Störche keine hohe und dichte Vegetation wollen,  habe ich während den Bauarbeiten wiederholt und eindringlich gefordert, die Flächen um das Wasser herum und den Wall im Westen so flach wie möglich zu gestalten, sodass sie von Landwirten leicht und extensiv genutzt oder gepflegt werden können. Ich fand jedoch kein Gehör. In der jetzigen Ausführung aber ist es schwierig, eine Förderung nach den Landschaftspflegerichtlinien des Landes zu bekommen. Ein Biotop sich selbst zu überlassen wie vorgegeben bedeutet aber, dass es spätestens in zehn Jahren mit Bäumen und Sträuchern zugewachsen ist. Natürlich ist das auch ein wertvolles Biotop, aber nicht für den Storch.

 

 

23. September

Öffentliche Ausschußsitzung im Hotel Donaublick in Scheer u.a. zu folgenden Themen: Aktuelle Berichte, Qualipass, Restprogramm 2005.

 

25. September

Die Eröffnung der ÖkoRegioTour "Oberschwäbische Donau" in Riedlingen, an welcher wir teilnahmen, gab weitere Denkanstöße für einen naturschonenden Tourismus. Der Anstoß, dass Mengen, wenn auch bisher nur bescheiden, auf der Südroute mit dabei ist, kam vom NABU Mengen. In Gesprächen wurde eine Erweiterung für die Südroute eingeräumt. Nach dem Motto "Schützen durch Nützen" behalten wir dies im Auge (SZ v. 06.10.05).

 

26. September

Die EnBW hat schnell reagiert

Auf Betreiben des NABU wurden die Todesmasten bei Scheer bereits gesichert.

Wie von der SZ vor Wochen berichtet, waren drei von vier jungen Störchen aus der Brut auf dem Scheerer Schloss an Strommasten umgekommen. Der NABU hatte das auch gleich dem EnBW Regionalzentrum Heuberg-Bodensee in Tuttlingen gemeldet. Dort hatte man sofort reagiert.

Bei einer dann gemeinsamen Besichtigung der Masten um Scheer herum durch den zuständigen Fachingenieur Uwe Lohrer, der Storchenbeauftragten beim RP Tübingen Ute Reinhart, den Storchenbeauftragten des Landes Feld aus Karlsruhe und Werner Löw vom NABU Mengen wurden die notwendigen Schutzmaßnahmen festgelegt. Tatsächlich waren nicht alle Masten nach den mit der VDE von 1991 vereinbarten Bestimmungen gesichert. Einige der damals getroffenen Maßnahmen hatten sich inzwischen auch als wenig wirksam erwiesen. Es wurden die nach den derzeitigen Erkenntnissen wirkungsvollsten und auch nach rechtlichen Vorgaben geforderten Sicherungsmaßnahmen festgelegt.         

Die Masten mit Stützisolatoren, also wo die Leitungen über die Träger geführt sind, wurden mit witterungsbeständigen Abdeckhauben aus Kunststoff abgedeckt.  Damit die Großvögel sich nicht auf die gefährlichen Traversen der Abspannmasten setzen, wurden ihnen darüber Sitzstangen angeboten. Sie sind gut sichtbar, wurden extra weiterentwickelt und aus dem witterungsbeständigen Holz der Robinie angefertigt. Die Laschen zu den Isolatoren wurden mit Manschetten isoliert

Alle Schutzmaßnahmen wurden inzwischen im Zuge anderer Umbaumaßnahmen ausgeführt.

Dabei ging es nicht nur um den Schutz der Störche. Besonders Milane, Bussarde, Uhus und andere Eulen sind bei uns von ungesicherten Masten betroffen. Im Gespräch mit den Monteuren meinte einer, hier wäre tatsächlich einiges los und meinte wohl die roten Milane, die sich gerade auf dem Zug in den Süden hier aufhielten. Wie zur Bestätigung zog auch noch ein sehr seltener Fischadler seine Kreise. Die nehmen ebenfalls sehr gerne Strommasten als Sitzwarte an.

 

 

Januar    April    Juli  

 

1. Oktober

Armin und Hannelore Lenk, Werner Löw und Martin Orlik begannen in Mengen in der Hauptstraße 119 damit, unsere Lagerräume hinter dem NABU-Schaufenster aufzuräumen, Wände zu streichen und Regale für die Einlagerung von Nistkästen und Nisthilfen zu montieren. Armin Lenk sorgte für Beleuchtung und Strom in den drei Räumen und dem Hausgang, so dass dort fortan auch frühmorgens und spätabends ohne Tageslicht gearbeitet werden kann. Weitere Arbeiten werden notwendig sein, um die Lagerräume vollständig zu sortieren, zu entrümpeln und sauber zu machen.

 

8. Oktober

"Rühre die Trommel, fürchte Dich nicht" - Zeitungsveröffentlichung in der Reihe "Bürger aus Mengen" über unseren 1. Vorsitzenden Werner Löw (SZ v. 08.10.05).

 

8. Oktober

Die Störche der Storchenparade kamen unter den Hammer. Ein Drittel des Erlöses ging an den NABU, zweckgebunden für die Betreuung der echten Störche (SZ v. 08.10.05).

 

15. Oktober

Hannelore Lenk und Werner Löw nahmen die Reinigung der Nistkästen bei Hundersingen an der Donau vor. Es hatte sich einiger von Vögeln und anderen Tieren eingetragener Schmutz angesammelt, welcher entfernt wurde. Inge und Heinrich Laidler sorgten die Verpflegung und die immer heitere, gemütliche Atmosphäre beim anschließenden Picknick auf einer Wiese.

 

22. Oktober

Werner Löw, Werner Gottwald und Hannelore Lenk nahmen an der LVV des NABU Baden-Württemberg in Münsingen teil.

 

29. Oktober

Der NABU erhält ein Drittel des Reinerlöses der Storchenparade Mengen, welches in die Pflege der echten Störche investiert wird (SZ v. 29.10.05).

 

 

4. November

Öffentliche Ausschußsitzung im Adler in Ennetach. Besprochen wurden neben Berichten im wesentlichen der aktuelle Sachstand zum Qualipass und die Gestaltung des Programms für das Jahr 2006.

 

5. November

Werner Löw besuchte eine Besprechung zum Kindersommer 2006 in Rulfingen.

 

12. November

Wir trafen uns mit nahezu 30 Personen zu unserer Herbstwanderung bei der Scheune des Ehemaligen Bräuhauses, ein imposantes altes Gebäude links nach der Donaubrücke, Richtung Sigmaringen, in Scheer.

Zunächst ging es an die Donau.

    

Dort führte ein wildromantischer Weg ...

... unter den Felsen vom Schlösschen Bartelstein vorbei durch das „Fischloch“.

           

                        
Danach querten wir die B 32 und wanderten hinauf zum „Stauden“. Das ist ein Höhenzug zwischen dem Donau – und Lauchert-Tal.
  Silberdistel am Wegrand

 

Auf dem Stauden finden wir noch eine typische Alblandschaft mit vielen Steinriegel-Hecken. Dazwischen gibt es im Sommer sehr schöne Kalkmagerwiesen.

 

 

Wir kamen vorbei am Göge- und Alpenblick...

 

 

 

 

 

 

und ehemaligen Bohnerzgruben...

 

 

Bohnerzkügelchen in Maulwurfshaufen

... und wechselten hinüber zum „Vogelherd“.

Das ist ein wunderschönes Streuobstgebiet mit schönen Wiesen und einer ebenso schönen Aussicht. Man kann sich dabei gut vorstellen, durch welch schöne Landschaft wir nächsten Sommer (2006) die Teilnehmer unseres Blumenwiesen-Wandertages schicken. Die Wanderzeit dauerte 2 ½ Stunden.     

Nach der Wanderung war für uns im „Donaublick“ in Scheer ein großer Tisch reserviert. Dort fand ein ausgedehntes gemütliches Beisammensein statt (SN v. 10.11.05; SZ v. 12.11.05).

 

 

15. November

Begehung des Mengener Riedle und des Naturschutzgebietes Ölkofer Ried mit Vertretern vom Regierungspräsidium Tübingen, dem Landratsamt Sigmaringen, Alfons Laux und Werner Löw.

 

19. November

Liane Schmid und Werner Löw haben die Delegierten-Versammlung des NABU-Bezirks Donau-Bodensee in Emmendingen bei Tuttlingen besucht.

 

25. November

Anne Pfundstein und Frau Benz stellten unser Angebot zum Qualipass beim Regierungspräsidium Tübingen vor. Mit dabei waren Werner Löw und Hannelore Lenk. Der Qualipass wurde vom Regierungspräsidium Tübingen als vorbildliches Projekt in das "Netzwerk Natur" aufgenommen.

Die Einführung des Qualipasses an den Mengener Schulen Ende 2005 war ein wichtiger Schritt für eine aktive, wirksame Jugendarbeit. Unsere Gruppe war dank Anne Pfundstein als treibende Kraft Vorreiter in dieser Sache.

 

26. November

Werner Löw, Peter Danner, Martin Orlik, Arnd Siebenrock und Gerhard Schmid räumten unser Lager in der Hauptstraße 119 auf und montierten ein Regal.

Hannelore und Armin Lenk dekorierten unser Schaufenster mit selbst gebastelten weihnachtlichen Motiven.

       

 

 

9. Dezember

Letzte Ausschßsitzung im Jahr 2005 im Gasthaus Lamm in Mengen. Neben Berichten ging es um die Programmgestaltung 2006, um Naturschutzmaßnahmen und um die Gewinnung neuer aktiver und passiver Mitglieder. Außerdem wurden bevorstehende interne organisatorische Umstrukturierungsmaßnahmen angesprochen (SN v. 08.12.05; SZ v. 09.12.05).

 

30. Dezember

Gutbesuchte Jahresabschlusswanderung durch den Fürstlichen Park in Krauchenwies bei kaltem, aber auch sonnigem Winterwetter.

Armin und Hannelore Lenk hatten die Jahresabschlusswanderung vorbereitet und erzählten Interessantes rund um das Landhaus der fürstlichen Familie und die geschichtliche Entstehung des Parks.

        
Dieser Park ist eine Anlage aus der Zeit ab 1830 und den Jahren danach und verfügt über einen sehenswerten, alten Baumbestand. Einzelne Bäume wurden bereits 1780 gepflanzt.
Anschließend kehrten wir in der Weinstube Kernler in Krauchenwies ein (SZ v. 30.12.05).    

 

Jahresbericht 2005

Januar    April    Juli    Oktober    

 

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