Jahresrückblick 2004 

Der Zaunkönig, Vogel des Jahres 2004

 

SZ v. 11.10.03.

 

Jahresbericht 2004

 

Jahreswahl

 

April    Juli    Oktober   

 

3. Januar

Der NABU bot Plätze an für den Besuch der Naturschutztage von BUND und NABU in Radolfzell am Bodensee (SZ v. 3.1.04).

 

16. Januar

Erste Ausschusssitzung 2004 im Gasthaus "Zur Brücke" in Ostrach, zu welcher 11 Personen kamen.

Es ging im wesentlichen um die Gestaltung der bevorstehenden Hauptversammlung im Februar, um eine Ehrenordnung zu runden Geburtstagen und Funktionsträgern, um eine Teilnahme an der Umwelthilfesammlung in Verbindung mit einem Projekt, um das Programm 2004, um Anträge auf Förderung und um Verschiedenes (SN v. 8.1.04).

 

29. Januar

Im Adler in Ennetach fand die Gesprächsrunde zur Erarbeitung eines Landschaftspflegekonzepts statt. Dies war als eine Möglichkeit gedacht, die Blumenwiesen in den Donauauen zwischen Ennetach und Scheer zu erhalten und zu schützen.

Veranstalter war die Stadt Mengen auf Initiative unserer Ortsgruppe.

Das Gespräch verlief sehr positiv, die teilnehmenden Landwirte waren sehr aufgeschlossen. Stadt, Landratsamt und NABU werden weitere Maßnahmen veranlassen. Die Ausweisung der Donauauen als Flora-Fauna-Habitat (FFH) bzw. Vogelschutzgebiet als Voraussetzung für die Aufnahme der Wiesen ins MEKA II - Programm wird jetzt gemeinsam vorangetrieben.

 

 

6. Februar

Im Adler in Mengen-Ennetach fand die diesjährige Hauptversammlung statt. Mit 23 Anwesenden, darunter auch viele neue Mitglieder, konnte zu Beginn der Versammlung ein neuer Besucherrekord festgestellt werden.

Werner Löw begrüßte alle Anwesenden und eröffnete die ordnungsgemäß einberufene Hauptversammlung. Er ging in seinem Bericht auf den allen Mitgliedern zugestellten Jahresrückblick 2003 ein, welcher immerhin 8 DINA5-Seiten umfasse und Hinweis für die zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr sei.

Er nannte als Beispiele die Arbeit an den Amphibienzäunen (dort waren auf 2300m Länge 8 Wochen lang über 100 Kinder und Erwachsene im Einsatz), die Öko-Regio-Tour, das Jugendzeltlager, die Sammelbestellung für Hochstamm-Obstbäume und die selbst entworfene Blumenwiesentafel.

Besonders stolz sei man auf die guten Kontakte zu den Schulen. Schüler der Ablachschule, Realschule und des Gymnasium Mengen waren bei den verschiedenen Arbeitseinsätzen mit dabei. Hauptsächlich die Aktivitäten der Natur- und Tierschutzgruppe von Anne Pfundstein an der Realschule verzahnen sich weiter mit denen des NABU.

Werner Löw dankte allen Aktiven für deren großes Engagement recht herzlich. Er bedankte sich auch bei Liane Schmid und Hannelore Lenk für deren Engagement beim Aufbau und der Betreuung ihrer Kindergruppe an der Ablachschule Mengen. Den passiven Mitgliedern dankte er für deren Unterstützung. Deren Beiträge machen die gemeinnützige Arbeit erst möglich.

Auch für das laufende Jahr stehe ein umfangreiches und anspruchsvolles Programm an. Neben den obligatorischen Amphibienzäunen bilden die Bemühungen um den Erhalt der Blumenwiesen in den Donauauen den Schwerpunkt. Dazu laufen Gespräche mit den Städten Mengen und Scheer, den Landwirten und Fachbehörden. Mit der Ausstellung "Mensch und Landschaft" im Römermuseum, dem Blumenwiesenfest und Einweihung der Blumenwiesentafeln wolle man in der Öffentlichkeit für dieses Anliegen werben. Dabei könne man auch hundert Jahre Vogelschutzbund und NABU in Mengen feiern. Aufgrund der großen Nachfrage sei auch im Herbst wieder eine Sammelbestellung für Hochstammobstbäume vorgesehen.

 

Martin Orlik ließ in seinem Bericht das vergangene Jahr mit Zahlen und Fakten noch einmal Revue passieren und lieferte einige interessante Details zur Statistikauswertung unserer Homepage. Demnach hatten wir im Mai und August 2003 mit rund 12.000 Besuchern pro Monat die meisten Besucher, im September und Dezember 2003 mit rund 7.000 am wenigsten, aber immer noch eine relativ hohe Zahl. Bei einem Monatsschnitt von rund 9.000 Besuchern waren es 2003 immerhin knapp 100.000 Besucher! Bester Tag im Jahr 2003 war der 2. Weihnachtsfeiertag mit knapp 1.000 Besuchern. Die meist aufgerufenen Unterseiten waren 2003 der Terminkalender, die Biotope, hier insbesondere die Blumenwiesen und der Download-Bereich. [Anmerkung: Die meisten Besucher kommen über in Suchmaschinen gelistete Unterseiten auf unsere Homepage, meist direkt nicht über die Startseite].

 

Regina Miglioranzi verglich in ihrem sehr anschaulich präsentierten Kassenbericht die Einnahmen mit den Ausgaben. Dabei hänge ein Überschuss oder Defizit aus der E/A-Rechnung im jeweilgen Rechnungsjahr entscheidend vom Eingang der Zuschüsse ab.

 

Die Kassenprüferinnen Hermine Miglioranzi und Erika Rimmele-Laux bescheinigten der Kassenwartin eine einwandfreie, übersichtliche und klare Kassenführung und schlugen deren Entlastung vor.

Den Vorschlag zur Entlastung der gesamten Vorstandschaft nahm Mitglied Wolfgang Eberhard vor. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

 

 

Im Anschluss an die Wahlen stellten Armin Lenk die gemeinsam erarbeitete Blumenwiesentafel vor.

 

Nach Beendigung der Versammlung präsentierte Werner Gottwald in einem aufschlussreichen Diavortrag den Vogel des Jahres 2004, den Zaunkönig (Vorankündigungen in der Presse: SN v. 22.01.04, SZ v. 24.01.04).

Pressebericht: SZ v. 13.02.2004.

 

 

14. Februar

Pressebericht zur Naturgruppe der Ablachschule / Kindergruppe des NABU und deren gewonnene Preise und Urkunden beim Naturerlebniswettbewerb "Erlebter Frühling" (SZ v. 14.02.04).

 

15. Februar

Die Führung zum Zaunkönig, Vogel des Jahres 2004 führte bei kalt-bedecktem, aber trockenem Wetter an der Ablach entlang von der Zielfinger Straße zwischen Rulfingen und Zielfingen am Surfsee entlang in Richtung Zielfinger Vogelsee.         

Unter der Leitung von Werner Gottwald fanden sich 8 Personen zusammen, um neben dem erhofften Zaunkönig auch seltene Wintergäste auf den Seen zu entdecken. Unter anderem konnten 28 Graugänse, Schwäne, eine Reiherente, einige Gänsesäger, ein Zwergsäger, Blässhühner und Stockenten, mehrere Haubentaucher, einige Kolbenenten und eine Wasseramsel gesichtet werden.

       

       

 

 

16. Februar

Infoveranstaltung "Wie können wir Amphibien helfen?" im Rulfinger Narrenheim für interessierte Bürger und Naturschützer.

Erfreulicherweise entwickeln sich zunehmend in Gemeinden Gemeinschaftsaktionen der örtlichen Vereine, um bei den alljährlichen Amphibien-Laichwanderungen zu helfen.

Außer den Amphibienzäunen bei Blochingen, Ennetach, Zielfingen und dem Kieswerk Valet und Ott bei Rulfingen wird an der Rosnaer Straße bei Rulfingen ein weiterer Amphibienzaun nötig. Als Ausgleich für den Kiesabbau ob der Schauberthalde wurden dort Tümpel angelegt. Sie haben sich inzwischen zu bedeutenden Laichgewässern für Kröten, Frösche und Molche entwickelt.

 

Die meisten Amphibienarten leben ganzjährig an Land. Sie kommen bei uns ab Ende Februar aus ihren Winterquartieren. Viele müssen dann zum Ablaichen in diesen Tümpeln die Rosnaer Straße queren und später wieder zurück. Auch auf dieser Straße nimmt der Verkehr ständig zu. Amphibien wandern nachts und vornehmlich bei Regenwetter. Zermatschte Amphibien machen die Straße glitschig und werden zur Verkehrsgefährdung. Aber besonders aus humanen, tierschützerischen Gründen werden deshalb an den Straßen Amphibienschutzzäune errichtet.

Anhand von Bildern stellte Armin Lenk leicht verständlich die Lebensweise unserer heimischen Amphibien vor und berichtete aus seinen Erfahrungen beim praktischen Amphibienschutz an Straßen. Der Vortrag war für die (leider recht wenig erschienenen) Erwachsenen und für die erfreulicherweise recht zahlreich gekommenen Schüler höchst interessant. 

     

Pressemitteilungen: SN v. 12.02.04 und SZ v. 14.02.04

 

17. Februar

Leserbrief in der Schwäbischen Zeitung zur Ablehnung der Windkraftanlage in Blochingen durch die Baurechtsbehörde vom 6. Februar: "Plötzlich wird der Naturschutz entdeckt" (SZ v. 17.02.04).

 

27. Februar

Zweite öffentliche Ausschußsitzung im Jahr 2004, diesmal im Hotel Baier in Mengen.         

Auf dem Programm standen im wesentlichen die Besprechung der für das erste Halbjahr 2004 geplanten Veranstaltungen: Aufbau und Kontrolle der Amphibienzäune, Energievortrag "Watt-ihr-volt!", Ausstellung "Mensch und Landschaft" in Verbindung mit einem Malwettbewerb für Schüler und Bildern unserer Landschaft, Blumenwiesenfest in Verbindung mit unserem 100jährigen Jubiläum Vogelschutzbund - NABU-Ortsgruppe Mengen und der Aktion "Lebendige Donau".

 

      

 

 

1. März

Energievortrag "Watt-Ihr-volt!" über Förderung und bürgerliches Engagement für alternative Stromgewinnung im Hotel Baier, Mengen, mit insgesamt 13 Besuchern.

Für Skeptiker gleichsam wie für Umweltbewusste war der Vortrag von Ursula Sladek , Geschäftsführerin der EWS, von großem Interesse. Spannend war allein schon der Werdegang der EWS, der Kampf von David gegen Goliat, interessant ihre Betriebsphilosophie und deren praktische Umsetzung.

Als Stromrebellen aus Schönau haben sie für Schlagzeilen und Aufsehen in den Medien gesorgt. Sie haben sich nicht nur gegenüber den scheinbar übermächtigen großen Stromversorgern durchgesetzt, das örtliche Stromnetz gekauft und  ein bundesweites Solidarnetz geknüpft, um kleine alternative Stromerzeuger zu unterstützen.

Die Elektrizitätswerke Schönau GmbH, EWS, als die sie heute firmieren, erzeugen selber keinen Strom. Sie vermarkten elektrische Energie von vielen kleinen, also nichtatomaren, umweltfreundlichen Stromerzeugern. Ihre Stromkunden sind eine Solidargemeinschaft  Sie fördern mit einem geringen Aufpreis wiederum den Bau von neuen umweltverträglichen Stromerzeugungsanlagen und damit auch Arbeitsplätze.

Schwerpunkt der finanziellen wie auch politischen Unterstützung ist, neben Solarstromanlagen, die Kraft-Wärmekopplung KWK, besser bekannt als Blockheizkraftwerk, BHKW. Das am 1.4.2002 in Kraft getretene KWK-Gesetz ist der Überzeugungsarbeit der EWS und Umweltverbände gegenüber der Politik zu verdanken. Der damit festgelegte Bonus von 5,11 Cent / KWh zum Preis des Stromnetzbetreibers macht auch zunehmend Biogasanlagen interessanter (SZ v. 26.02.04).

 

9. März

Foto: www.realschule-mengen.de

Schüler der Astrid-Lindgren-Schule, der Hauptschule, der Realschule, Werner Löw von unserer NABU-Ortsgruppe, Philipp Käppeler vom Schwäbischen Albverein und einige Lehrkräfte der drei Schulen suchten geeignete Plätze für 20 von der Tierschutzgruppe der Realschule Mengen gebastelten Nisthilfen und montierten diese (SZ v. 11.03.2004).         

 

 

10. März

Treffen zur Ausarbeitung und Durchführung eines Malwettbewerbes für Kinder bei Familie Lenk in Magenbuch.

 

11. und 12. März

Aufruf zur diesjährigen, amtlich genehmigten Umwelthilfesammlung: Mengener Realschüler sammeln vom 15. bis 20. März für zwei Tunnelröhren für Kröten (SN v. 11.03.04 a, SN v. 11.03.04 b und SZ v. 12.03.04).

 

13. März

Aufbau des Amphibienzaunes Rulfingen I mit NABU-Aktiven und Helfern.

 

15. - 20. März

Umwelthilfesammlung: Mengener Realschüler unter Leitung von Frau Pfundstein sammeln für die Beschaffung eines Krötentunnels (SN v. 11.03.04 Teil 1, 2, SZ v. 12.03.04).

 

15. März

Der NABU veranstaltet einen Blumenwiesen-Malwettbewerb (Ausschreibung).

 

16. März

Auch der Ennetacher und der Zielfinger Amphibienzaun stehen! Infolge des lange andauernden Winters und des folglich noch gefrorenen Bodens konnten die Amphibienzäune in diesem Jahr erst mit ca. 2 Wochen Verspätung aufgestellt werden, gerade rechtzeitig zu Beginn der Wanderungen, welche in diesem Jahr hauptsächlich (mit den meisten Tieren) vom 19. bis 23. März 2004 stattfand.

 

18. März

Ein provisorischer Zaun "Rulfingen II" an der Rosnaer Straße wurde in Zusammenarbeit mit dem Straßenbauamt aufgestellt, welchem wir an dieser Stelle danken.

 

18. März

"Tempo 30 rettet Leben" - Veröffentlichung in den Stadtnachrichten und in der Schwäbischen Zeitung (SN v. 18.03.04 und SZ v. 24.03.04). Gleichzeitig sind wieder viele Aktive des NABU, Lehrer, Schüler und Helfer(innen) an den Amphibienzäunen im Einsatz (insgesamt = 1.600m!).  

 

 

25. März

Einblick in die Vogelwelt - Werner Löw begleitete am Wochenanfang die Kindergartenkinder vom Kindergarten St. Christophorus Ennetach beim wöchentlichen Waldtag und erzählte den interessierten Kindern viel über einheimische Vögel und deren Nestbau. Im Kindergarten bastelte er mit den Kindern zusammen einen Nistkasten und suchte mit ihnen einen geeigneten Platz zum Aufhängen im Garten des Kindergartens. Kurz darauf zogen bereits Kohlmeisen in den Nistkasten ein (SN v. 25.03.04).

 

26. März

Ausschußsitzung in der Weinstube Kernler in Krauchenwies. Neben verschiedenen Berichten stand vor allem die Besprechung und Planung der nächsten Veranstaltungen (Aufstellen der Infotafeln zu den Blumenwiesen, Blumenwiesen-Malwettbewerb, Ausstellungseröffnung im Römermuseum) auf dem Programm.

 

Januar    Juli    Oktober   

 

2. April

Der Amphibienzaun in Ennetach wurde wieder abgebaut, nachdem die Erdkröten mittlerweile die Wanderung zu ihrem Laichgewässer abgeschlossen hatten.

 

4. April

Der NABU informierte darüber, dass Kleingewässer und Hecken zukünftig EU-weit förderfähig sind.
 

"Ende März hat die EU-Kommission über eine Durchführungsbestimmung einen wegweisenden Beschluss gefällt: Landschaftselemente, wie Hecken, Feldgehölze, Kleingewässer, Steinriegel oder Gräben, müssen zukünftig nicht mehr von den Landwirten aus der prämienberechtigten Fläche herausgerechnet werden.

Im Zuge der Umsetzung der so genannten Entkopplung können ab 2005 damit endlich diese für die Kulturlandschaft prägenden Charaktermerkmale in den Genuss der EU-Fördermittel der so genannten 1. Säule kommen.

Nach alter Rechtslage war nur bei Agrarumweltmaßnahmen und der Ausgleichzulage eine Integration der Landschaftselemente in die prämienberechtigte Fläche möglich. Doch auch dies hatten in Deutschland bisher nicht alle Bundesländer umgesetzt. Landwirte, die ihre Kulturpflanzenprämien beantragen wollten, mussten die am Rand gelegene Hecke oder ihre im Acker gelegenen Sölle jeweils aus der Antragsfläche abziehen.

Mit der nun vorliegenden Durchführungsbestimmung besteht jetzt die Chance, Landschaftselemente in landwirtschaftlichen Flächen ohne Einbußen für die Landwirte schützen zu können. Wichtig ist nun, dass in Deutschland die Vorgaben der EU-Kommission nach vollständiger Integration der Landschaftselemente konsequent und zügig von Bund und Ländern umgesetzt werden. Insbesondere sind nun die Länder gefordert, damit die Landschaftselemente ohne verwaltungstechnische Schwierigkeiten in die Agrarförderung ab nächstem Jahr aufgenommen werden können". Quelle: DLV - Pressemitteilung vom 1.4.2004
 

 

8. April

Der Standort für die Blumenwiesen-Infotafeln wurde gemeinsam bestimmt.

  

 

9. April

Kinder unserer Ortsgruppe und der Sonnenluger Schule gestalten das Schaufenster unter dem Motto " Ostereifärben mit Naturfarben".

 

 

22. / 23. April

Das Fundament für unsere Blumenwiesentafeln wurde ausgehoben, vorbereitet und in Beton gesetzt. Außerdem wurden die Amphibienzäune in Zielfingen und Rulfingen abgebaut.

 

30. April

Bei der sehr lebhaften Ausschußsitzung im Lamm in Mengen ging es im wesentlichen um aktuelle Berichte, die Planung der Ausstellung "Mensch und Landschaft" vom 28. Mai bis 25. Juni, das Blumenwiesenfest am 20. Juni, die Ablachsanierung im Rahmen von "Natürliche Donau" und den Aktionstag "Natürliche Donau" am 11. Juli.

 

 

4. Mai

Infoveranstaltung zur Streuobst-Aufpreisvermarktung im Adler in Ennetach (SN v. 29.04.04, SZ v. 03.05.04 und großes Interview mit Werner Löw "EU-Geld für die Streuobst-Idealisten" in der SZ v. 04.05.04).

Es waren 30 Interessenten erschienen. Sie verfolgten aufmerksam die Erläuterungen des Herrn von der BayWa-Obst Ravensburg. Nachdem die Teilnehmer jedoch gehört hatten, dass sie bei einer Mindestgröße von 0,3 ha (ca. 25 Bäume) 130 EUR Kontroll- und Verwaltungskosten zahlen müssen, wurden sie zurückhaltend. Im Kosten-Nutzenvergleich verbleiben dennoch mindestens 135 EUR Gewinn. Mit zunehmender Zahl der Bäume verbessert sich das Verhältnis.

Eine Interessengemeinschaft kam zunächst nicht zustande. Die meisten Teilnehmer haben aber Unterlagen mitgenommen für eventuelle Einzelbeteiligungen. Die Entscheidung muss allerdings noch im Mai fallen, um dann bereits ab Herbst 2004 teilnehmen zu können und die Vorteile der Streuobst-Aufpreisvermarktung nutzen zu können.

 

6. Mai

Der Gemeinderat der Stadt Mengen lehnt die Ausweisung weiterer FFH (Flora-Fauna-Habitate) mehrheitlich ab (SZ v. 06.05.04, Leserbrief von Werner Löw in der SZ vom 18.05.04).

 

7. Mai

Die Holzgestelle für unsere Blumenwiesentafeln wurden unterhalb der Ennetacher Krautländer und am Beginn des Wanderweges entlang der Donau bei Scheer aufgestellt.

 

 

10. Mai

Der Abgabetermin für unseren Malwettbewerb zum Thema "Blumenwiesen" endete an diesem Tag

Siehe hierzu Malwettbewerb 2004 sowie Veröffentlichungen in den Stadtnachrichten v. 25.03.2004, in der Schwäbischen Zeitung vom 25.03.2004, in den Stadtnachrichten vom 29.04.2004, in der Schwäbischen Zeitung vom 03.05.2004 und in der Schwäbischen Zeitung vom 14.05.04.

 

 

 

14. Mai

Die Blumenwiesentafel in Ennetach unterhalb der Krautländer wurde jetzt montiert...

... und informiert fortan Wanderer, Radler und Naturinteressierte über "ein artenreiches Naturerlebnis".

 

15. Mai

Werner Löw nahm für unsere Ortsgruppe am Bezirkstag des NABU Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben in Langenargen teil.

 

17. Mai

Frau Pfundstein, Frau Kaminski und Schüler(innen) der Realschule Mengen rahmten die bei unserem Malwettbewerb eingereichten und prämierten Blumenwiesenbilder für unsere Ausstellung im Römermuseum. Wir danken allen Helfer(innen) recht herzlich für deren enorme Vorarbeit!

 

18. Mai

"FFH-Gebiete sind eine Chance" - Leserbrief von Werner Löw zur Ablehnung des Gemeinderates Mengen, weitere FFH-Gebiete auszuweisen (SZ v. 18.05.04).

 

26. Mai

 

Unsere Ausstellung "Mensch und Landschaft" wurde gemeinsam im Römermuseum in Mengen-Ennetach aufgebaut.         

         
    
       

         

 

 

27. Mai

Drei Jungstörche waren im Mengener Storchennest zu vermelden (SN v. 27.05.04).

 

 

 

28. Mai

Feierliche Eröffnung unserer Ausstellung "Mensch und Landschaft" im Römermuseum in Mengen-Ennetach.

Anwesend waren unter den mit rund 90 Personen gerammelt vollen Römermuseum neben zahlreichen Kindern Rektor Stark-Frick von der Grundschule Mengen, viele Lehrkräfte anderer Schulen und der Geschäftsführer des Naturparks Obere Donau.

 

 

Neben Grußworten von unserem 1. Vorsitzenden Werner Löw, dem stellvertretendem Bürgermeister der Stadt Mengen Otto Bacher und dem Ennetacher Ortsvorsteher Wolfgang Eberhard übernahmen Erika Laux die Vernisage...  

     
... und Peter Danner die Ehrung der Preisträger unseres Malwettbewerbes.

Alle Preisträger waren mit ihren beteiligten Lehrern, Freunden und Verwandten zur Eröffnung der Ausstellung eingeladen. Die Kinder nahmen ihre Auszeichnung und das Programm für die Zugfahrt zum Naturschutzzentrum Beuron sichtlich stolz entgegen:

Andreas Brotzer, Fabian Kaufmann, Anna Michelberger, Mandy Brotzer, Katharina Strauß, Lukas Kühn, Raphael Reiner, Cristoph Schütter, Realschule Mengen; Alice Tannert,, Franziska Gruber, Hauptschule Mengen; Franziska Müller, Melanie Bolt, Fabian Stöckler, Hauptschule Hohentengen; Larissa und Julienne Kanz, Grundschule Mengen; Noah Reck, Mengen; Mike Hager, Jonny Seidel, Astried-Lindgrenschule, Anna Neichel, Simon Klein, Linda Keller, Andre` Dangel, Matthias Kastle, Yvonne Findeisen, Ostrach; Nicole Wieland, Nicole Merk, Hauptschule Ostrach; Jonas Langlotz, Katrin Röck, Grundschule Heudorf; Lea Reisch, Reute/Bad-Waldsee; Annika Schütter, Lena Ferreira.

 

Auch für das leibliche Wohl war mit Sekt, Bio-Apfelsaft, Mineralwasser und Butterbrezeln reichlich gesorgt.

 

Unsere Ausstellung vom 28. Mai bis 25. Juni 2004 „Mensch und Landschaft“, eine Leihgabe des Landwirtschaftsamtes Tuttlingen, zeigt Bilder von früherer Landbewirtschaftung bis heute und wie sie unser Landschaftsbild geprägt hat.

Ergänzt wird die Ausstellung mit Bildern aus dem Malwettbewerb zum Thema  „Blumenwiesen“, zu dem alle Schulen von Mengen und Umgebung eingeladen wurden und großformatigen Fotos unserer heutigen Landschaft von Rüdiger Hartmann und Foto-Iske.

         
Sich auf so etwas Schönes wie eine bunte Blumenwiese mit Hummeln, Käfern und bunten Schmetterlingen besinnen sollten sich die Kinder. Das war die Absicht des NABU mit seiner Einladung zum Malwettbewerb „Blumenwiesen“. Fast alle Schulen von Scheer, Mengen, Hohentengen und Ostrach und damit über zweihundert Schüler(innen) haben mitgemacht. Die Kinder und Jugendlichen entwickelten sehr viel Fantasie und brachten sie in den verschiedensten Mal- und Basteltechniken mit einer Vielfalt an Farben und Formen zu Papier. Beim Betrachten einiger Bilder glaubt man in einer Wiese zu liegen. Aber auch gute Naturbeobachtungen waren in manchen der Bilder zu erkennen.
Den Juroren fiel es dann auch gar nicht leicht, unter Berücksichtigung des Alters und der verschiedenen Stile unter den über zweihundert eingereichten Arbeiten die vierundzwanzig Preisträger zu ermitteln. Leider war im Römermuseum nicht Platz für alle Bilder. Viele der anderen annähernd gleichwertigen schönen Bilder eignen sich sehr gut für Dekorationszwecke und können in Schaufenstern ausgestellt werden.     
Zu sehen sind die ausgewählten Bilder als Teil der Ausstellung „Mensch und Landschaft“ im Römermuseum.   

Auf Wunsch der Stadt Mengen wurde zum Besuch von Minister Stächele Mitte Mai im Römermuseum der Teil der Ausstellung, der sich mit den Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Landschaft befasst, bereits vorab installiert, ebenso die große Bildtafel des NABU „Blumenwiesen, ein artenreiches Naturerlebnis“.

Ein weiterer Teil der Ausstellung zeigt, wie bereits erwähnt, frühlingshaft leuchtende Landschaftsbilder unserer Heimat entlang der Donau von Scheer bis Beuren von Rüdiger Hartmann und Foto-Iske

Die Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung "Mensch und Landschaft" war ein großer Erfolg.

Wir bedanken uns an dieser Stelle zunächst bei den vielen jungen Teilnehmer(innen) an unserem Blumenwiesenmalwettbewerb, bei der Stadt Mengen für die sehr gute Unterstützung und die Bereitstellung des Römermuseums, bei der Schwäbischen Zeitung, den Stadtnachrichten und Info für die vielen guten und werbewirksamen Veröffentlichungen, bei Rüdiger Hartmann und Foto-Iske für die hervorragenden Fotos, bei den Wirtsleuten des Römermuseum für die gute Bewirtung und auch bei allen Helfern und Spendern, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.

Veröffentlichungen zur Ausstellung: Einladung, Malwettbewerb, SZ v. 14.05.04 "Blumenwiesen im Römermuseum", SN v. 19.05.04, SZ v. 25.05.04 "Schöne Bilder ermuntern zum Schutz", SZ v. 25.05.04 "Blumenwiesen-Maler (Preisträger)", Info v. 26.05.04 "Kinder bringen Frühling und Farbe ins Römermuseum", SN v. 27.05.04 "Kinder und Rüdiger Hartmann bringen den Frühling ins Römermuseum (Artikel 1)", SN v. 27.05.04 "Kinder und Rüdiger Hartmann bringen den Frühling ins Römermuseum (Artikel 2)", SZ v. 27.05.04 "Ausstellung Mensch und Landschaft", SZ v. 28.05.04 "Blumenwiesen im Museum", SN v. 03.06.04 "Schöne Ausstellung "Mensch und Landschaft" im Römermuseum.

 

 

 

2. Juni

Ringe für die Storchenkinder - Neues auch vom Storchennachwuchs in unserer Nachbargemeinde Bad Saulgau (SZ v. 02.06.04).

 

 

3. Juni

"Da wurde zu kurz gedacht" - Leserbrief von Werner Löw zur Baupolitik der Stadt Mengen (SZ v. 03.06.04).

 

 

6. Juni

Öffentliche Ausschußsitzung im Adler in Mengen-Ennetach, in welcher es neben aktuellen Berichten im wesentlichen um die Planung und Organisation unseres bevorstehenden Blumenwiesenfestes ging.

 

 

9. Juni

Blumenwiesen betrachten - Veröffentlichung in der Schwäbischen Zeitung (SZ v. 09.06.04).

 

 

12. Juni

Preisträger des NABU Blumenwiesen-Malwettbewerbes 2004 fahren in die Steinzeit

15 Jungen und Mädchen trafen sich am Samstagmittag auf dem Bahnhof  Mengen, um einen Tag in der Steinzeit zu verbringen. Dieser Tag war der Gewinn des Blumenwiesen-Malwettbewerbes, den die NABU-Ortsgruppe Mengen-Scheer-Hohentengen-Ostrach veranstaltete.

 

 

 

 

     

Die Gruppe fuhr mit dem Zug nach Beuron ins Donautal. Dort wartete Herr Kuhn – Ranger im Naturpark – auf die Gewinner und führte alle hinauf zur Petershöhle. Dort oben, in dieser riesengroßen Höhle, konnten die Kinder einiges über das Leben der Steinzeitmenschen in solchen Höhlen erfahren.

        
    Anhand eines Textes aus dem Buch „Rulaman“, den Herr Kuhn den Kindern vorlas, erhielten die Kinder eine Vorstellung über die Jagd in der Steinzeit. Mit welchen Waffen die Menschen zur Jagd gingen, welche Jagdmethoden sie hatten und auch, gegen welche Tiere sie damit zu kämpfen hatten.
Dann bauten alle nach Herr Kuhns Anleitung eine Steinaxt, wie sie wohl so ähnlich damals auch gebaut wurde. Dabei mussten geeignete Steine gesucht und auch das Binden der Axt musste erst geübt werden. Sofort wurde die Treffsicherheit und Schlagkraft dieser selbstgebauten Axt in der Höhle ausprobiert.    
      
An der Donau wurde abends dann gegrillt, bevor sich die Gewinner mit der Bahn wieder auf den Heimweg machten (SN v. 09.06.04; SZ v. 11.06.04).    
         

 

 

 

13. Juni

Gemeinsame Besichtigung der Blumenwiesen zwischen Ennetach und Scheer, um die Führungen für das bevorstehende Blumenwiesenfest vorzubereiten.

        

         

 

 

16. und 17. Juni

Neues von den Störchen in Mengen (SZ v. 16.06.04) und in Beizkofen (SZ v. 17.06.04).

 

 

25. Juni

Unsere sehr erfolgreiche Ausstellung "Mensch und Landschaft" im Römermuseum in Mengen-Ennetach konnte letztmals besucht werden.

Veröffentlichungen zur Ausstellung: Einladung, Malwettbewerb, SZ v. 14.05.04 "Blumenwiesen im Römermuseum", SN v. 19.05.04, SZ v. 25.05.04 "Schöne Bilder ermuntern zum Schutz", SZ v. 25.05.04 "Blumenwiesen-Maler (Preisträger)", Info v. 26.05.04 "Kinder bringen Frühling und Farbe ins Römermuseum", SN v. 27.05.04 "Kinder und Rüdiger Hartmann bringen den Frühling ins Römermuseum (Artikel 1)", SN v. 27.05.04 "Kinder und Rüdiger Hartmann bringen den Frühling ins Römermuseum (Artikel 2)", SZ v. 27.05.04 "Ausstellung Mensch und Landschaft", SZ v. 28.05.04 "Blumenwiesen im Museum", SN v. 03.06.04 "Schöne Ausstellung "Mensch und Landschaft" im Römermuseum.

 

25. Juni

Weitere Ausschußsitzung im Lamm in Mengen. Neben letzten Details zum bevorstehenden Blumenwiesenfest (Hauptdiskussionspunkt war hier das geplante Kassen- und Bonsystem) wurden die kommenden Veranstaltungen (Aktionstag "Lebendige Donau" und Kindersommer) besprochen.

 

25. Juni

"Mit Blick in die Zukunft das Jubiläum feiern" - Veröffentlichung in der Schwäbischen Zeitung (SZ v. 25.06.04).

 

27. Juni

Unser diesjähriges Blumenwiesenfest war ein voller Erfolg. Viele Gäste besuchten die Veranstaltung und nahmen teil an der Einweihung unserer Blumenwiesentafel, an unserem 100jährigen Jubiläum Vogelschutzbund - NABU Ortsgruppe Mengen und an der auch der Aktion "Lebendige Donau" geltenden Veranstaltung.

Bei Sonnenschein und teilweise bewölktem, schwül-warmem Wetter konnten die Festbesucher zu Fuß, mit dem Rad oder mit der Pferdekutsche die Weite der Donaulandschaft mit den Blumenwiesen erleben und genießen.

Wer mochte, konnte auch bei Bio-Bier und Apfelsaft oder Wein sowie Kaffee und Kuchen und Musik der Band "Jazz Take It" oder vom Gesangsverein Liederlust einfach nur einen schönen Nachmittag in der Natur verbringen. Für Kinder gab es günstig Alkoholfreies, einen Mal- und Spieltisch, eine Extraführung und einen Streichelzoo.

Die Veranstaltung begann um 13 Uhr. Stündlich gab es insgesamt 4 Führungen zu den schönsten Blumenwiesen. Sie wurden extra dafür stehen gelassen. Um 14:30 war die Einweihung und öffentliche Übergabe der Infotafeln mit Grußworten. Ausführlicher Bericht mit weiteren Fotos.

 

        

Einladung, Vorberichte: SN v. 17.06.04, SZ v. 19.06.04, SZ v. 23.06.04, SN v. 24.06.04, SZ v. 25.06.04; Nachberichte: SZ v. 30.06.04 und SN v. 01.07.04.

 

29. Juni

Die Ausstellung "Mensch und Landschaft" im Römermuseum in Ennetach endete am 25. Juni und wurde nun wieder abgebaut.

 

Januar    April    Oktober    

 

9. Juli

Werner Löw nahm für unsere Ortsgruppe an einer sehr gut besuchten und sehr interessanten Veranstaltung der Akademie für Umwelt und Naturschutz über die EU-Wasserschutzrichtlinie in Riedlingen teil.

 

11. Juli

Der NABU veranstaltete zusammen mit den Fischereivereinen Mengen und Ennetach im Rahmen der Aktion "Lebendige Donau" zwei abenteuerliche Führungen zu Ablach und Donau und stellte Renaturierungsmaßnahmen vor.

Bilder der 1. Führung um 8 Uhr:

Ennetacher Ablach

Ablachüberquerung

Kleiner Bruch-/Auwald an der Donau unterhalb von Mengen-Ennetach

Lebendige Donau

Ufereinbruch / Jakobstal / Donau

Kalkbänke an der Donau / "Ausläufer" der Schwäbischen Alb

        Rückweg durch Feld und Flur zum Ausgangspunkt der Führung  

Die 2. Führung um 14 Uhr war mit 25 Personen sehr gut besucht. Leider lagen hierzu keine Bilder vor.

 

NABU und Fischer wollen wieder mehr "Lebendige Donau"
 
Die wenigsten Teilnehmer an den Exkursionen zu den Aktionstagen kannten den Unterlauf der Ablach und die Donau von dieser Seite. Der NABU und die Mengener und Ennetacher Fischer hatten zum Aktionstag "Lebendige Donau" am 11. Juli 2004 eingeladen.

Zur Exkursion am Nachmittag fanden sich trotz zweifelhaftem Wetter doch noch eine größere Gruppe Teilnehmer ein. Werner Löw vom NABU bedankte sich eingangs bei den Ennetacher Fischern, insbesondere bei Markus Heim, für die sehr umfangreiche und gelungene Präsentation zum Thema. Dazu gehörten auch zwei Aquarien mit heimischen Fischen. Die Mengener Fischer hatten sich als Gastgeber bei ihrem Fischerheim in der Walke gut vorbereitet.

 

Werner Gottwald vom NABU skizzierte kurz die Entstehungsgeschichte unserer Donaulandschaft mit ihren Nebengewässern. Danach ging es zur Ennetacher Ablach. Dort hatten die Ennetacher Fischer mit Baumstämmen und Dielen einen sicheren Steg gebaut. Die Exkursionsteilnehmer fühlten sich darauf ein bisschen wie im Urwald. Markus Heim erklärte die bereits, mit in die Ablach gefällten Weiden und Pappeln, eingeleiteten Renaturierungsmaßnahmen. Werner Löw ging auf die ins Auge gefassten weiteren, etwas großzügigeren Pläne zu neuen Auewaldbereichen, Flutmulden und Umgehungsgerinnen ein. Heim merkte dazu an. Verwertbar wäre dies für ein Ökokonto der Stadt Mengen als anrechenbare Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Landschaft durch Baugebiete oder Straßen.

Bei der Mündung eines Ablacharmes in die Donau tauchten die Teilnehmer noch in einen richtigen kleinen Urwald mit umgestürzten Bäumen ein. Spürbar wurde das auch an den vielen Vogelstimmen. Donauaufwärts hatte der Eisvogel seine Bruthöhle in einem hohen Uferabbruch. Damit die Donau sich dort ungehemmt ihre Ufer selber gestalten kann, hatte das Land schon vor Jahren Flächen aufgekauft. Aufgrund der extensiven Bewirtschaftung gehören sie zu den schönen Blumenwiesen. 

Beeindruckend war eine große Schule stattlicher Wildkarpfen die unten gemächlich dahin zogen. Wo weiter flussaufwärts, im Jakobstal, auf eine größere Strecke in der Restwasserdonau Kalkfelsen hervortreten, fühlt man sich in eine Wildwest-Landschaft versetzt. Das  belegt auch, dass Mengen am Fuße der Alb liegt, nicht im Allgäu, wie manche Unterländer meinen. Auf dem Rückweg war an den vielen Flutmulden in der weiten Aue der frühere und wechselhafte Verlauf der einstmals vielen Donauarme noch erkennbar. Um landwirtschaftliche Fläche zu gewinnen wurden im 18. und 19. Jahrhundert die Donau und ihre Zuflüsse, wie z. B Ablach und Ostrach weitestgehend begradigt. Bebauung und Verbauungen bis in die heutige Zeit schnürten das Gewässersystem Donau weiter ein.

NABU, BUND und Fischer wollen sich in einem Bündnis aktiv für wieder mehr "Lebendige Donau" einsetzen.

 

Wir danken an dieser Stelle den Fischereivereinen Mengen und Ennetach für die sehr gute Zusammenarbeit im gemeinsamen Interesse.

SN v. 08.07.04 (1); SN v. 08.07.04 (2); SZ v. 10.07.04; 30 Aktionen entlang der Donau SZ v. 09.07.04; Aktionstag der Rulfinger Fischer zum Biber in Rulfingen SZ v. 10.07.04; Bachpaten pflegen Ennetacher Ablach SZ v. 14.07.04; Da fühlte man sich ein bisschen wie im Urwald SZ v. 17.07.04.

 

 

15. Juli

Die Klasse 5 der Hauptschule Mengen mit ihrer Lehrerin, Frau Striegel, veranstaltete im NABU-Schaufenster in Mengen das erste Blumenquiz. Dort waren 10 Wildblumen ausgestellt, deren Namen herausgefunden werden sollten. 5 Tafeln Schokolade wurden unter den richtigen Einsendungen verlost.        

 

 

16. Juli

Für Engagement in der Tierschutz AG der Realschule Mengen unter Leitung von Anne Pfundstein sowie für Arbeit beim NABU zeichnete Realschul-Konrektor Wolfgang Wurster 2 Schülerinnen mit je einem wertvollen Buchpreis aus, welcher vom NABU gestiftet wurde (SZ v. 16.07.04).

 

 

16. Juli

"Mit Info-Tafeln die Natur entdecken" - Großer Artikel in der Schwäbischen Zeitung (SZ v. 16.07.04).

Der NABU hatte anlässlich seines 100 jährigen Jubiläums mit einem Blumenwiesenfest die beiden Info-Tafeln mit dem Titel „Blumenwiesen, ein artenreiches Naturerlebnis“ bei Scheer und Ennetach der Öffentlichkeit übergeben. Zunächst war nur eine Tafel bei Ennetach vorgesehen. Aber mehr als die Hälfte der Blumenwiesen in den Donauauen liegen auf Markung Scheer. Also hatten auch die Scheeremer eine Tafel und den Hinweis auf ihre schönen Wiesen am Weg dahin verdient, dachte man beim NABU. Und so wurde beschlossen, zwei Tafeln anzufertigen

Monatelang hatte der „Arbeitskreis Infotafel“ Tier- und Pflanzenbilder gesammelt und aussortiert. Texte entworfen und diese immer weiter auf das Notwendigste verdichtet. Fachbehörden wie die Gewässerdirektion Riedlingen haben Luftaufnahmen von einem Hochwasser, Kartenausschnitte und den Bauplan für die Tragekonstruktion zur Verfügung gestellt. In mehreren Sitzungen wurden die Bilder und Texte am PC bis zur Druckreife hin und her geschoben und farblich abgestimmt. Die Mühe hatte sich gelohnt. Die 1,5 x 1m großen Tafeln in Vierfarbdruck  waren schön geworden fürs Auge und informativ zugleich. Kurz und leicht verständlich war zu lesen, wie die Donau diese Landschaft geformt und die Bedingungen für eine große Artenvielfalt geschaffen hatte. Stellvertretend für dreiunddreißig gezählte Tagfalterarten waren der Schwalbenschwanz, und für die 29 Brutvogelarten der Neuntöter, die Schafstelze, das Rebhuhn und der Weißstorch, alles Arten der „Roten Liste“, abgebildet. Goldammer und Feldlerche wurden ausgewählt, weil sie in einer für heute noch außergewöhnlich großen Zahl dort vorkommen. Der Wiesensalbei steht als Kennart für diese Wiesen.

Der Naturpark „Obere Donau“ hatte 70% der Kosten übernommen. 600 Euro hatte der NABU selber neben der Arbeit, dazu gehörten auch das Ausheben der vier Fundamente, Betonieren und Aufstellen der Tafeln, draufgelegt. Sehr stolz war man darauf beim NABU und meinte, das Geld wäre gut angelegt.  Man hoffte, dass dadurch viele Menschen Freude und Erholung in der schönen Donaulandschaft finden und sich für den Erhalt der Blumenwiesen einsetzen.

Die Verwaltungen von Mengen und Scheer und der Ortschaftsrat Ennetach hatten Ihre Zustimmung für die Errichtung der „Anlagen“ gegeben, so auch die Kirchengemeinde Scheer. Denn die Scheerer Tafel steht auf deren Grundstück.

 

 

 

18. Juli

Zusammen mit Markus Heim vom Fischereiverein e.V. Ennetach fand eine Begehung der Ennetacher Ablach und des Soppenbaches statt, um mögliche Renaturierungsmaßnahmen direkt vor Ort zu besprechen. 

         
     

 

20. Juli

Die Klasse 5 der Hauptschule Mengen mit ihrer Lehrerin, Frau Striegel, veranstaltete im NABU-Schaufenster in Mengen das zweite Blumenquiz. Dort waren erneut 10 Wildblumen ausgestellt, aber diesmal andere. Wieder winkten 5 Tafeln Schokolade, welche unter den richtigen Einsendungen verlost wurden. 

Zweites Blumenquiz SZ v. 21.07.04 und SN v. 22.07.04.

 

23. Juli

Weitere öffentliche Ausschußsitzung im Dreikönig-Biergarten in Mengen. Neben aktuellen Berichten und der Besprechung der bevorstehenden Kindersommerveranstaltungen ging es im wesentlichen um mögliche Renaturierungsmaßnahmen an der Ennetacher Ablach und am Soppenbach und um das Helferfest 2004.

 

 

23. Juli

Auf dem Spielplatz der Ennetacher Grundschule führten die Kinder der Naturgruppe des NABU im Juli 2004 mit Unterstützung der Ablachschule drei kleine Theaterstücke vor. Diese Stücke hatten die Kinder selbst geschrieben und unter der Anleitung von Liane Schmid phantasievoll in Szene gesetzt. Die Vorstellung wurde von Schülern und Eltern gut besucht, so dass die Kinder mit Begeisterung Tiere und Pflanzen unserer Heimat darstellten und von deren Leben erzählten. Die Veranstaltung war gleichzeitig ein Teil des Wettbewerbbeitrages der Gruppe zum "Erlebten Frühling", eine Aktion der Naturschutzjugend NAJU des NABU (SZ v. 23.07.04).

 

26. Juli

Kennt Ihr diese Blumen?

Unter diesem Motto waren im NABU-Schaufenster in der Hauptstraße 119 (Oberstadt) in Mengen wieder Wildblumen ausgestellt. Es mussten vom 22. bis 26 Juli wieder 10 richtige Pflanzennamen gefunden werden. Unter den richtigen Einsendungen wurden 5 Tafeln Schokolade ausgelost. Sie konnten ab 27. Juli wieder bei der Schwäbischen Zeitung in Mengen abgeholt werden.

Erstes Blumenquiz siehe auch SN v. 15.07.04 und SZ v. 16.07.04; zweites Blumenquiz SZ v. 21.07.04 und SN v. 22.07.04.

 

28. Juli

Was blüht und fliegt am Storchenbiotop?

Der NABU veranstaltete beim Storchenbiotop an der KSE-Mengen eine hochsommerliche Bestandsaufnahme. Alle an der Natur interessierten Mitbürger waren dazu eingeladen. Wer mochte, konnte ein Bestimmungsbuch über Pflanzen, Schmetterlinge, Hummeln und andere Insekten oder Vögel mitbringen. Sehr hilfreich waren auch Lupen oder ein Fernglas. Geleitet wurde die Exkursion von Werner Gottwald und Werner Löw (SZ v. 27.07.04).

 

29. Juli

Gutbesuchter Fledermausabend im Rahmen des Mengener Kindersommers.

Vom Treffpunkt am Römerbrunnen beim Römermuseum in Ennetach ging es nach einer Präsentation  mit kurzem Vortrag mit Fledermausdetektoren zu Fuß auf den Ennetacher Berg. Dort warteten wir mit Spielen auf die Fledermäuse. Zum Abschluss saßen wir gemütlich am Lagerfeuer zusammen und besprachen das Erlebte.

 

30. Juli

Unsere NABU-Ortsgruppe ergänzte das Programm des Mengener Kindersommers durch ein neuartiges Angebot:

Naturphänomenen auf der Spur!

Mit Unterstützung der durchgängig scheinenden Sonne führten die 7 Mädchen und 6 Jungen unter der Anleitung von Liane und Gerhard Schmid an einem Vormittag bei der Ennetacher Grundschule verschiedene Experimente durch.

Zum Auftakt konnten die 13 Kinder bereits 2 Energieformen der Sonne kennenlernen und benennen. Diesen beiden Energiearten, die Lichtenergie und die Wärmeenergie sollten während der nächsten Stunden genauer erforscht werden.

 

Ein Teil der Kinder begann damit, einen Sonnengrill zu bauen, in dem zur Mittagszeit Saitenwürstchen, ausschließlich mit Sonnenenergie, gegrillt werden sollten.

Die andere Gruppe hob Sandgruben aus und bedeckte diese mit Plastikfolie, um nachzuweisen, dass die Sonne Wasser verdunsten lässt. Die größeren Kinder wussten sogar, dass dieses Phänomen den Wasserkreislauf der Erde bestimmt.

Anschließend wechselten die Gruppen und am Ende wurden die Saitenwürstchen auf den Grill gespießt und in die Sonne gestellt.

Zwischendurch entfachten die Kinder mit einem Brennglas Feuer auf einem Grill und erlebten erstaunt, dass es möglich ist innerhalb von 20 Sekunden ein Zeitungspapier anzuzünden. Natürlich wurden dabei die Gefahren eines offenen Feuers besprochen und eine Sonnenbrille sorgte für den Augenschutz.

Solange die Würstchen von der Sonne gegrillt wurden, kochten die Betreuer Nudelsuppe in einem Solarkocher, der bei optimaler Sonneneinstrahlung Wasser zum Kochen bringt. Dies gelang nicht ganz, weil sich im entscheidenden Augenblick ein Wölkchen vor die Sonne geschoben hatte und so musste die Nudelsuppe heiß, aber ungekocht, genossen werden.

Nach dem gemeinsamen Verspeisen, der je nach Bauart und Sonneneinstrahlung mehr oder weniger gegrillten Würstchen, startete der große Solarzeppelin über dem Ennetacher Sportplatz. Bedingt durch die schwarze Umhüllung, erwärmte die Sonne die Luftfüllung des Zeppelins, der schließlich aus eigener Kraft in den Himmel aufstieg.

Zum Abschluss untersuchten die Kinder die Ergebnisse des Verdunstungsexperiments. Innerhalb von ein bis zwei Stunden konnte in den Sandgruben ein Schälchen Wasser gewonnen werden, welches von einigen mutigen Kindern probiert und für genießbar erklärt wurde.

Somit konnten alle Experimente als gelungen bezeichnet werden und die Kinder gingen, teilweise von weiterer Experimentierlust gepackt, nach Hause (SZ v. 12.08.04).

 

11. August

"Schüler schützen die Natur" - Veröffentlichung in der Schwäbischen Zeitung. Alfons Laux baute vor einigen Wochen zusammen mit Schülern der achten und neunten Klasse der Astrid-Lindgren-Schule ein Hotel für Insekten (SZ v. 11.08.04).

 

 

26. August

Fledermausexpedition an das Donauufer – Veranstaltung des NABU im Kindersommer Scheer

Am 26. August 2004 trafen sich bei beginnender Dämmerung auf dem Hof der alten Brauerei in Scheer 26 Kinder und 2 Erwachsene zu einer Expedition in die Dunkelheit.

 

Mittels Video - Beamer wurden die Expeditionsteilnehmer mit dem Jagdobjekt des Tages vertraut gemacht: Fledermäuse. Die Kinder waren gut ausgestattet mit Taschenlampen und Fledermausdetektoren – also konnte es losgehen: Den Trampelpfad an der Scheune der ehemaligen Brauerei entlang – dann links weiter Richtung Donauufer. Zwischen Felsenwand und der leise rauschender Donau führte unser Weg. Vorbei an dunklen Höhlen und viel Gebüsch. Und schon flogen die ersten Fledermäuse über unsere Köpfe hinweg und es erklang das bekannte Knattern aus den Kopfhörern der Fledermaus-Detektoren. Die ersten Geister der Nacht, Zwergfledermäuse, waren unterwegs auf Beutezug. Gut waren sie gegen den Himmel zu erkennen. Vier, teilweise fünf Stück schwirrten um die Köpfe der Expeditionsteilnehmer. Kurz darauf wurde auf der Donau die erste Wasserfledermaus gesichtet, zu erkennen am hellen Bauch und dem typischen Flug knapp über der Wasseroberfläche.

Viele der Forscher bekamen langsam Hunger und drängten zum Grillplatz am Rande der Sportanlage. Hier hatte Werner Löw das Feuer und den Schwedenofen schon entzündet. Mit Grillen und Getränken endete diese Veranstaltung gegen 22.00 Uhr (SZ v. 24.09.04 "Fledermaus-Nacht bei Scheer").

 

 

2.September

Fahrradexkursion zur Haifischzahnbucht nach Ursendorf im Rahmen des Mengener Kindersommers

 

Haifischen und Krokodilen der Urzeit und Tieren der Gegenwart auf der Spur

 

Achtzehn Kinder und einige Eltern fuhren von Mengen aus mit den Fahrrädern Richtung Bremen.  Unterwegs machte Werner Löw vom. NABU auf die Einfluglöcher für Turmfalken oder Schleiereulen an einer Feldscheuer aufmerksam. Untersuchungen der darunter liegenden Gewölle, das sind die unverdaulichen Reste die von den Vögel ausgewürgt werden, wiesen auf Schleiereulen hin.

Nach der Fahrt durch das Feuchtgebiet "Bremer Viehweiden" gelangte man zur "Haifischzahnbucht" Dort hatten Robert und Regina Miglioranzi bereits  ein "Goldgräberkamp" eingerichtet.

 

 

 

Die Schätze, nach denen die Kinder graben wollte waren Zähne und Knochen von Urtieren. Die findet man mit viel Glück im Sand der dortigen Abbaustätte. Robert Miglioranzi erzählte zunächst von den Riesenkrokodilen und Haifische die im Urmeer bei uns gelebt haben. Als das Urmeer infolge der Erdverschiebungen bei uns zurück ging lagerte es die großen Sandschichten ab und mit ihnen die toten Tiere. Die Kinder waren fasziniert von den riesigen Zähnen, die Miglioranzi früher gefunden hatte. Die Kinder waren dann schon glücklich dass sie bei ihrer eifrigen Buddelei da und dort einen kleinen Zahn gefunden haben.

 

Zum Abschluss überreicht Miglioranzi allen Kindern noch ein schönes Stück aus seiner großen Sammlung. Einige der Kinder befassten sich mit Werner Löw vom NABU mit Heuschrecken, Schmetterlingen und Amphibien. Die Frösche brachten sich mit raschen Sprüngen in die Tümpel in Sicherheit. Leicht zu fangen waren die kleinen Molchlarven. Sie konnten in Becherlupen mit etwas Wasser genau betrachtet werden. Ihre Ohrbüschel zeigten, dass sie noch im Wasser atmen. Erst wenn sie diese verlieren werden sie Luftatmer und gehen in ihre Lebensräume an Land. Sie wurden wieder in die Tümpel entlassen und die Kinder traten unter Betreuung von Frau Gelder-Knoll von der Kindersommer-AG die Heimfahrt an.

 

Vorberichte: SZ v. 02.09.04; SN v. 02.09.04

Abschlussberichte: SZ v. 09.09.04; SN v. 09.09.04

 

9. September

Das diesjährige Helferfest fand im und um das Fischerheim des Fischereivereins Mengen in der Walke statt.

 

16. September

Gutbesuchte feierliche Eröffnung der Feldermausausstellung der Stadt Mengen, des Arbeitskreises Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. und unserer Ortsgruppe im Heimatmuseum in Mengen.

 

         

     
    SN v. 09.09.04; SN v. 09.09.04; SZ v. 14.09.04; SZ v. 14.09.04 Seite 1; SN v. 16.09.04, SZ v. 24.09.04 "Ausstellung nimmt Nachtjäger ins Visier".

 

 

16. September

Weitere öffentliche Ausschußsitzung im Gasthaus Lamm in Mengen, in welcher es im wesentlichen um die Besprechung kommender Projekte ging.

 

16. September

Im Betriebshof von Gaggli-Buck besteht wieder die Möglichkeit einer Streuobstanlieferung (SN v. 16.09.04).

 

28. September

Pflegeeinsatz zur Entgrasung der Kiesinsel im Storchenbiotop Mengen

Bei der Aktion halfen Schüler der Tierschutz AG der Realschule Mengen mit Anne Pfundstein sowie Ortsgruppen-Mitglieder.

 

30. September

Vororttermin auf dem Ennetacher Berg anlässlich der geplanten Pflegeaktion 2004

Mit dabei waren Ortsvorsteher Eberhart, Ennetach, Stadtförster Grom und Herr Vogel, Stadt Mengen, Frau Altherr, Landratsamt-Sigmaringen, Herr Fritz, BNL-Tübingen und Werner Löw, NABU Mengen.

 

 

Januar    April    Juli  

 

 

3. Oktober

Gemeinsame Besichtigung des Ennetacher Berges anlässlich der geplanten Pflegeaktion und Besprechung der zu wählenden Schwerpunkte.


Am Sonntag scheint die Sonne schön,
da könnten wir spazieren gehn
so zehn Uhr dreißig scheint mir richtig
nach einer Stunde denke ich, hätten wir den Ennetacher Berg besichtigt
beim Römerbronnen (gegenüber dem Römermuseum) sollten wir zusammenkommen

(Der neue Stern am Dichterhimmel)
         

 

Die ursprünglich sehr schöne, freie Sicht auf Ennetach, Mengen und das Umland vom Ennetacher Berg aus ist teilweise sehr stark zugewachsen.

Die ehemalige Jungkälberweide mit alten Streuobstbäumen ist mit Schlehe, Haselnuss, Eberesche, Robinie und Weißdorn stark verbuscht.

 

         

Eine Pflegeaktion zum Erhalt des Landschaftsschutzgebietes mit einstigen Seltenheiten wie Silberdistel und Frühlingsenzian ist daher dringend notwendig geworden. Ein Besichtigungstermin mit den Behörden fand bereits statt.

 

4. Oktober

NABU-Pflegeaktion: Reinigung des Teichs im Schulbiotop der Ablachschule Mengen

Ab 8 Uhr kam Frau v. Luckwald, Lehrerin der Grundschule mit Schülern, um zu untersuchen, was alles im Teich und dem Schlamm so kreucht. Es waren jeweils nur kleine Gruppen, die sich abwechseln. Die Tiere wurden in Eimern gesammelt, in der Schule näher betrachtet und notiert und danach wieder freigelassen (SN v. 07.10.04).

 

5. Oktober

NABU-Pflegeaktion Teil 1: Entbuschung des Schulbiotops  der Ablachschule Mengen

Schüler der Astrid-Lindgren-Schule halfen mit, den Biotop zu entbuschen. Der städtische Bauhof entsorgte das angefallene Material. Allerdings wird hier nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen ein Minibagger notwendig sein, um die größeren Gehölze richtig entfernen zu können, da diese stark mit den Wackensteinen am Grunde des Biotops verwurzelt sind.

SZ v. 13.10.04

 

8. Oktober

Öffentliche Ausschußsitzung im Gasthaus Adler in Ennetach, bei welcher es im wesentlichen um Berichte, die bevorstehende Pflege des Ennetacher Berges, um ein neues Laichgewässer am Soppenbach, um Themenstammtische (zum Igel, zur Winterfütterung von Vögeln, zu Nistkästen und Nistkästen - Standorten) und um Verschiedenes ging

 

12. Oktober

NABU-Pflegeaktion Teil 2: Weitere Entbuschung und Pflegedes Schulbiotops  der Ablachschule Mengen

 

Schulbiotop der Ablachschule gepflegt

Mädels und Jungs der 9. Klasse von der Astrid Lindgrenschule und dem NABU haben den Biotop entbuscht

Die anfänglich große Vielfalt an Wildblumen im Schulbiotop der Ablachschule drohte in einem aufkommenden Wald von Baumschösslingen zu ersticken. Rektor Stark-Frick hatte beim NABU angefragt, ob man sich nicht  darum annehmen könnte. Es ging auch darum, ein künftiges Nutzungs- und Pflegekonzept für das Areal zu finden. Das bisherige Zurückschneiden hatte nur eine Vermehrung der Triebe zur Folge. Zunächst  mussten also erst einmal die Schösslinge ausgerissen und ausgestockt werden. Das war gar nicht so einfach auf dem steinigen Boden und für die Grundschüler viel zu schwer.

 

 
                           

Christian Baacke von der Astrid Lindgren-Schule hatte Werner Löw vom NABU schon wiederholt darauf hingewiesen, seine Schüler möchten etwas für die Natur tun. Hier bot sich eine gute Gelegenheit dazu. Und die jungen Leute kamen in Begleitung ihrer Lehrerin, Frau Zükala, auch gerne. Mit Begeisterung schwangen  sie Kreuzhacken und Pickel und zogen die Schösslinge aus dem Boden. Ein Vesper am Lagerfeuer, gestiftet von der Schulleitung, verschaffte eine Verschnaufpause.  Schon am Schluss des ersten Arbeitseinsatzes konnte sich das ganze Team über das sichtlich positive Ergebnis seiner Arbeit freuen. Eine Woche später war es nach der zweiten Aktion dann wieder richtig hell geworden im Schulbiotop. Und weil es so viel Spaß gemacht hatte beschloss man, öfters etwas zusammen zu machen. 

Pressebericht SZ v. 28.10.04.

 

 

 

12. Oktober

Pressemitteilungen 1 und 2 zur bevorstehenden Pflegeaktion auf dem Ennetacher Berg (SZ v. 19.10.04)

Pressemitteilung zur Igelhilfe

SN v. 14.10.04; SZ v. 19.10.04; SN v. 21.10.04

 

14. Oktober

Martin Orlik besuchte stellvertretend für unsere Ortsgruppe den hochinteressanten und sehr gut besuchten Vortrag "Europas Vogelwelt im Wandel - Wohlstand als Ursache für Änderungen im Artengefüge" von Dr. h.c. Wulf Gatter / Ornithologische Forschungsstation Randecker Maar. Dieser fand in der Fachhochschule Rottenburg - Hochschule für Forstwirtschaft im Rahmen des Studium generale und der Vortragsreihe "Faszination Vogelwelt - Vögel als Indikatoren für Landschafts- und Klimawandel" statt, bei welcher bis Januar 2005 auch weitere bekannte NABU-Größen  referieren werden.

Die Klimaerwärmung gilt derzeit als eine der Hauptursachen für die Veränderungen der Vogelwelt. Wulf Gatters 2000 erschienene Arbeit "Vogelzug und Vogelbestände in Mitteleuropa" macht viel näher liegende und zugleich weit komplexere Faktoren für diesen Wandel verantwortlich. Dafür spricht, dass bei uns abnehmende Arten in Nordeuropa trotz identischer Überwinterungsgebiete überwiegend zunehmen. Als wesentliche Faktoren des Wandels unserer Vogelwelt sah Gatter vielmehr die veränderte Landnutzung nach dem Zweiten Weltkrieg, die Eutrophierung, positive wie negative Folgen des Naturschutzes sowie die veränderten Jagdgewohnheiten deutscher Waidmänner. Die Einflüsse auf das Artengefüge sind einschneidend. Bei vielen Vogelarten des Agrarlandes zeigt die Langzeitstudie dramatische Abnahmen bis hin zum Verschwinden. Keine Vogelart des Offenlandes konnte ihren Bestand im Grün- und Ackerland halten. Steigende Agrarerträge fördern jedoch Arten, die ihre Nahrung im Agrarland suchen, aber wie Rabenkrähe und Ringeltaube außerhalb desselben brüten. Positiver als bei den Arten des Offenlandes ist das Bild bei den Waldvögeln. In allen Bereichen Europas bis zur Taiga haben die Waldflächen zugenommen. Dennoch laufen zwei getrennte Entwicklungen ab. Nordische Wälder sind durch verstärkte Nutzung kontinuierlich jünger geworden. Zunehmende Zivilisationsabfälle und Agrarüberschüsse sind eine weitere Ursache für die Veränderung des Artenspektrums.

Presseartikel STB v. 16.10.04

 

14. Oktober

Die Stadt Mengen meldete keine weiteren FFH-Gebiete nach (SZ v. 14.10.04).

 

 

16. Oktober

1. Pflegeeinsatz auf dem Ennetacher Berg

Insgesamt 12 Personen, darunter der Stadtpfarrer von Mengen und acht Firmlinge, waren von 8-12 Uhr im Einsatz.

 

Miteinander eine Menge mehr am Ennetacher Berg

Die Bevölkerung und Vereine sind zur Landschaftspflege am Ennetacher Berg eingeladen

Der Ennetacher Berg, ein Landschaftsschutzgebiet mit alten Hochstammobstbäumen, war einmal ein schönes Naherholungsgebiet. Jungvieh weidete dort und hielt den Bewuchs kurz und den schönen Blick auf Ennetach, das Ablachtal und bis zum  Bussen frei.  Am Fuß des Fohrenwäldle, so heißt das kleine Waldstück auf dem östlichsten Sporn des Berges bei den Ennetachern, blühten Silberdisteln und Frühlingsenziane.

Nach der Einstellung der Beweidung gingen im Laufe der Jahre die Pflanzenvielfalt und der schöne Ausblick verloren. Schlehe, Hasel und Ahorne erdrücken die Obstbäume und lassen sie absterben. Auf den Wiesen machen sich Brennnessel und Ackerdisteln breit. Gelegentliche kleinere Pflegemaßnahmen durch den Bauhof  konnten die Entwicklung kaum aufhalten. Inzwischen reicht auch bei der Stadt Mengen das Geld nicht mehr für solche Arbeiten.

Die Ennetacher beklagten wie der Berg verkommt und den Verlust des schönen Ausblickes. Auch beim NABU verfolgte man diese Entwicklung schon länger mit Sorge.

 

Aber man wollte sich jetzt nicht mehr einfach damit abfinden und besann sich auf Mengen – Miteinander eine Menge mehr. So lautete die Leitidee der lokalen Agenda 21 von Mengen. In der Praxis könnte das auch heißen,  Ennetacher Bürger, natürlich auch Mengener, Vereine, Jung und Alt, nehmen sich selber um ihren Berg an und helfen mit, dass es ihnen wieder auf dem Berg gefällt.

Und weil man in einem Landschaftsschutzgebiet nicht einfach tun konnte, was man will, hatte der NABU bei der unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Sigmaringen angefragt, auch wegen eines eventuellen Zuschusses. Aber über eine Förderung nach den Landschaftspflegerichtlinien des Landes wird in Tübingen entschieden. So kam es zu einer Ortsbesichtigung auf dem Berg durch Frau Altherr v. LRA Sigmaringen, Herr Fritz von der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege, BNL, Tübingen, Ortsvorsteher Eberhart, Ennetach, Herr Vogel und Herr Grohm von der Stadt Mengen und Werner Löw vom NABU.

Die Maßnahme wurde von beiden Fachbehörden-Vertretern als sehr dringend gesehen. Sinnvoll wäre sie jedoch nur, wenn es danach ein Pflegekonzept  u. a. in Form von Beweidung durch Schafe, Ziegen, stellenweise auch Pferde gäbe. Das wurde quasi zur Bedingung gemacht. Der besseren Förderung wegen wurde der NABU als Maßnahmeträger, auch für die Arbeit durch die Stadt, vorgeschlagen.

Es war also mit einem Zuschuss, hauptsächlich für den Maschineneinsatz, zu rechnen. Eine rege Beteiligung von Seiten der Bürger und Vereine, einfach dem Berg und der Natur zuliebe an den Arbeitseinsätzen, würde die Maßnahme zu einem Bürgerprojekt und großen Erfolg für alle machen.

Pressemitteilungen 1 und 2 vom 12.10.04 zur bevorstehenden Pflegeaktion auf dem Ennetacher Berg. SZ v. 19.10.04; SN v. 21.10.04

 

 

 

17. Oktober  

Die Ausstellung "Fledermäuse" der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Mengen und unserer Ortsgruppe im Heimatmuseum in Mengen lief den letzten Tag. Insgesamt war die Ausstellung mit dem Besuch mehrerer Schulklassen und mit vielen Gästen an den Sonntagen ein volller Erfolg.

SN v. 09.09.04; SN v. 09.09.04; SZ v. 14.09.04; SZ v. 14.09.04 Seite 1; SN v. 16.09.04, SZ v. 24.09.04 "Ausstellung nimmt Nachtjaeger ins Visier"; SN v. 14.10.04.

 

 

21. Oktober

Der NABU lud alle Igelfreunde und die die es vielleicht noch werden, wenn sie so einen niedlichen Kerl finden, zu einem Natur-Stammtisch in die Martinsstube (hinter der St. Martinskirche) in Mengen ein.

 

Die Igel bereiteten sich bald für den Winterschlaf vor. Manche, heuer etwas spät geborene Jungigel schafften es nicht ganz, sich das nötige Fettpolster anzufressen. Was tun mit so einem Tier?

 

Petra Stauß von der Igelhilfe Sigmaringen führte in das Thema ein und beantwortete den (leider sehr wenigen) Besuchern viele Fragen. Dennoch wurde es ein unterhaltsamer Abend.

(Pressemitteilung v. 12.10.04; SN v. 14.10.04; SZ v. 19.10.04; SN v. 21.10.04); SZ v. 27.11.04 "NABU gibt Tipps zu igelfreundlichen Gärten".

 

 

23. Oktober

2. Pflegeeinsatz auf dem Ennetacher Berg. 12 Personen halfen wieder fleißig mit (SZ v. 19.10.04; SN v. 21.10.04).

 

28. Oktober

3. Pflegeeinsatz auf dem Ennetacher Berg zusammen mit Schülern und Lehrern der Astrid-Lindgren-Schule Mengen.

 

 

5. November

Öffentliche Ausschußsitzung im Hotel Baier in Mengen.

Zu Beginn der Sitzung wurde in einer Gedenkminute der verstorbene Franz Deutsch, langjähriges NABU-Mitglied und Freund,  gewürdigt. 

Besprechungspunkte waren unter anderem aktuelle Berichte, der Sachstand zur Ablachrenaturierung und zum Laichgewässer am Soppenbach, die Pflegeaktionen am Ennetacher Berg, der Naturstammtisch zur Winterfütterung der Vögel, die Gestaltung von Informationsmaterial zu Fledermäusen, Vogelschutz, Igeln und Amphibien und der NABU-Bezirkstag am 20.11.04 im Adler in Mengen-Ennetach.

 

6. November

4. und vorerst letzte Pflegeaktion auf dem Ennetacher Berg mit insgesamt 11 tatkräftigen Helfern und Helferinnen (SZ v. 03.11.04; SN v. 04.11.04).

 

 

9. November

Schöne Preise vergeben beim Fledermausquiz

Bereits bei der Eröffnung der Fledermausausstellung von der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg im Heimatmuseum Mengen war ein großes Interesse bei Jung und Alt zu erkennen. So wurde die Ausstellung an den Sonntagnachmittagen auch recht gut besucht.  Außerhalb der regulären Öffnungszeiten kamen Schulklassen der Haupt - und Realschule Mengen mit ihren Lehrern und sogar eine Grundschulklasse der Hummelschule Bad Saulgau. Mitglieder des NABU-Mengen, Scheer, Hohentengen, Ostrach führten die Schüler durch die Ausstellung und mussten natürlich viele Fragen, insbesondere zu den Fragebogen für das Quiz,  beantworten. Höhepunkt war der Besuch von Werner Hoffmann von der Fledermausschutzgruppe Kreis Ravensburg mit seinen drei Pfleglingen. Dass Fledermäuse gute Flieger sind, ist ja bekannt. Wie gut sie aber auch laufen und klettern können, versetzte die Schüler von der Tierschutz-AG der Realschule in Staunen. Und alle durften die putzigen Tierchen streicheln. Werner Hoffmann konnte viel Interessantes aus seiner Arbeit als Fledermausschützer erzählen. Trotzdem hatten unter den einhundertfünfzig Teilnehmern am Quiz  nur siebenundvierzig alle vier Fragen richtig beantwortet. Unter ihnen ausgelost wurden als 1. – und 2. Preis ein Kosmosbuch über Fledermäuse. Als weitere Preise gab es  sechs Fledermauskästen und ein von der Buchhandlung Rettich gestiftetes Kinderbuch über Fledermäuse, drei Kuschel-Fledermäuse, zwei blinkende Fledermäuse zum Anstecken, acht Fledermaus-Bastelbogen, zehn Briefchen mit Wildblumensamen und fünfzehn leuchtende kleine Fledermäuse als Trostpreise.

Gestiftet wurden die Preise von der Stadt Mengen, vom NABU und der Buchhandlung Rettich. Der NABU hatte die Ausstellung nach Mengen geholt. Die Stadt, daran interessiert, ihre Museen mit Leben zu erfüllen, wertete sie auch als wichtigen und kostengünstigen Beitrag zur Umweltbildung und hat im Rahmen des Budgets fürs Museum die Kosten übernommen (SN v. 11.11.04, SZ v. 15.11.04).

 

11. November

Martin Orlik besuchte stellvertretend für unsere Ortsgruppe den hochinteressanten und bestens besuchten Vortrag "Früher Vogel fängt den Wurm? Aktuelles zum Thema Vogelwelt und Klimawandel" von Dr. Wolfgang Fiedler, Leiter des Max-Planck-Instituts für Ornithologie Radolfzell. Dieser fand wieder in der Fachhochschule Rottenburg - Hochschule für Forstwirtschaft im Rahmen des Studium generale und der Vortragsreihe "Faszination Vogelwelt - Vögel als Indikatoren für Landschafts- und Klimawandel" statt, bei welcher bis Januar 2005 auch weitere bekannte NABU-Größen referieren werden.

Nahezu alle Tier- und Pflanzenarten leben in einer sich ständig wandelnden Umwelt. Die Anpassung an diese veränderlichen Umweltbedingungen (wie z.B. Nahrungsangebot, Feinde, Parasiten, Klima und vieles mehr) gehört daher zu den Grundeigenschaften von Organismen. Der Vortrag behandelte nicht nur die Ursachen oder umweltpolitische Forderungen im Zusammenhang mit der zumindest teilweise durch den Menschen zu verantwortenden Klimaerwärmung, sondern es sollte auch aus biologischem Blickwinkel dargestellt werden, welche Änderungen in unserer Vogelwelt bereits jetzt im Zusammenhang mit einem Klimawandel feststellbar und welche weiteren Entwicklungen zu erwarten sind. Obwohl die komplexen Wechselwirkungen zwischen Vögeln, ihrer Umwelt und der Klimaänderung noch weitgehend unerforscht sind, lassen sich bereits jetzt spannende Aspekte zu Ökologie und Evolution erkennen. Viele Vogelarten zeigen vor allem hinsichtlich Zug- und Brutverhalten erstaunlich schnelle Anpassungsgeschwindigkeiten an Umweltänderungen, jedoch gibt es offensichtlich auch Grenzen der Anpassungsfähigkeit, die letztlich zu "Gewinnern" und "Verlierern" bis hin zu Neueinwanderung und Verschwinden von Arten führen wird. Damit lässt der derzeitige Klimawandel erhebliche Änderungen in der Zusammensetzung unserer heimischen Avifauna und in deren Zug- und Brutverhalten erwarten.

Presseartikel STB v. 13.11.04

 

 

19. November

Die ehrenamtlichen Naturschutzwarte des Landratsamtes Sigmaringen besichtigten das Renaturierungsprojekt der Schwarzach, darunter auch Werner Gottwald und Werner Löw von unserer Ortsgruppe. Später bestand die Möglichkeit, mit Herrn Kranz vom Umweltschutzamt in Sigmaringen zu diskutieren. Hier nahmen besonders Fragen zum Thema Ökokonto einen breiten Raum ein (SZ v. 25.11.04).

 

 

20. November

Die 2. Delegiertenversammlung 2004 des NABU-Bezirksverbandes Donau-Bodensee e.V. fand im Adler in Mengen-Ennetach statt. Neben den üblichen Regularien zu Beginn der Versammlung wurde nachmittags ein Seminar zum Thema "Sponsoring von NABU-Ortsgruppen" und zeitgleich eine Exkursion ins Ölkofer Ried angeboten. Werner Löw und Werner Gottwald vertraten unsere Ortsgruppe.

 

 

24. November

Presseveröffentlichung zur großen Pflegeaktion des Ennetacher Bergs:

 

Hauptsächlich junge Leute bei der Landschaftspflegemaßnahme am Ennetacher Berg

46 Helfer, vorwiegend Jugendliche, machen die Entbuschungsaktion am Ennetacher Berg zu einer gelungenen bürgerschaftlichen Aktion.

 

Ausgerechnet die Naturschützer machten in großem Stiele Büsche und Bäume um am Ennetacher Berg, auch noch in einem Landschaftsschutzgebiet. Aber die Maßnahme war mit den Naturschutzbehörden so abgesprochen. Wofür sie gut ist, das musste Werner Löw vom NABU Mengen, Scheer, Hohentengen, Ostrach auch immer erst den freiwilligen Helfern erklären. Wenn im Urwald ein breit ausladender Baum umstürzt, entsteht eine Lichtung, in der viele Pflanzen und Tiere, die auf Licht angewiesen sind, wieder eine Chance bekommen. Der Ennetacher Berg hat sich zu einem kleinen Urwald entwickelt, in dem vor allem Hasel und Schlehe alles überwucherten. Die Obstbäume waren dabei abzusterben und auf den verbliebenen offenen Stellen der einmal bunten Wiesen dominierten Brennnesseln und Ackerkratzdisteln. Unter den alten Büschen ist der Boden weitgehend kahl. Der Ennetacher Berg ist ein Teil unserer einmal vielfältigen Kulturlandschaft, entstanden durch die frühere Landwirtschaft. Ihr verdanken wir auch eine große Artenvielfalt. Wir sind jedoch auf dem besten Wege dieses Erbe zu verlieren, meint Werner Löw. Mit großen Maschinen befahrbare Bereiche der Landschaft werden ausgeräumt und eingeebnet. Was schlecht befahrbar ist überlässt man der Natur, was ja zu begrüßen wäre. Aber das Mosaik der Vielfalt, dieser besondere Reiz unserer Landschaft, geht dabei verloren.

Erfreulicherweise hatten sich viele junge Leute zu den Arbeitseinsätzen eingefunden.

Pfarrer Stephan Einsiedler griff selber zur Motorsäge und ging mit neun Firmlingen an zwei Samstagvormittagen tatkräftig zu Werke. Sie hatten die Teilnahme an der Entbuschungsaktion des NABU als Firmprojekt ausgewählt. Trotz Knochenarbeit kamen einige sogar ein drittes Mal. Gleich siebzehn Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse kamen mit Frau Tikala und Frau Baacke von der Astrid Lindgrenschule Mengen einen Vormittag lang um zu helfen. Das Schleppen der großen Äste war für manche der jungen Leute die erste Erfahrung mit schwerer körperlicher Arbeit und mit der Natur. Aber allen machte es sichtlich Spaß, ihre Kraft auszulassen.

Albrecht Mohl aus Mengen wunderte sich, dass er als einziger Erwachsener aus Mengen und Ennetach sich zu der Bürgeraktion eingefunden hatte. Eine besonders große Hilfe war Markus Waldraff aus Rulfingen. Als gelernter Forstwirt verstand er es, in zwei Einsätzen äußerst wirkungsvoll mit der Motorsäge umzugehen.

Im letzten Arbeitseinsatz retteten dann vier Pfadis (Pfadfinder) noch die Ehre der Ennetacher.

Mit ihnen machten, außer den zwölf NABU-Mitgliedern, fünfunddreißig Personen die Entbuschungsaktion doch noch zu einem großen Erfolg und einer gelungenen bürgerschaftlichen Aktion, „Miteinander eine Menge mehr“. So eine schwere Arbeit macht hungrig. Die NABU-Aktiven Liane und Gerhard Schmid, sie wohnen direkt am Berg, haben dann auch die Akteure immer zu einem Vesper eingeladen.

Trotz 80 Stunden Arbeit mit Motorsägen, Freischneidegeräten und Balkenmäher sowie 170 Stunden Handarbeit entstand bei weitem kein Kahlhieb.

Die Fällungen wurden selektiv vorgenommen, so dass der Berg jetzt wieder lichter und leichter wirkt. Zum Schluss musste die Stadt Mengen nur noch mit großen Maschinen die riesigen Haufen an gefällten Bäumen, Sträuchern und die Wurzelstöcke häckseln und fräsen. Die Wiesenflächen müssen nun teilweise wieder hergerichtet und mit einer standortgerechten Samenmischung eingesät werden. Auch darum will sich der NABU kümmern.

Großer Artikel in der SZ v. 24.11.04

 

25. November

Hungernden Vögeln richtig helfen
Anhand von Dias wurden Vögel, die an die Futterstellen kommen, vorgestellt.
Winterfütterung für Vögel hatte der NABU als Thema für seinen zweiten Naturstammtisch in der Martinstube (hinter der St. Martinskirche) in Mengen gewählt. Die Vögel, die im Winter an die Futterstellen kommen, haben je nach Art unterschiedliche Ansprüche. Da gibt es viele Fragen zu wann, was, wem, wie. Nicht nur die Fachleute vom NABU gingen auf diese Fragen ein. Auch die leider sehr wenigen Teilnehmer und Vogelfreunde konnten ihre Erfahrungen mit in die Diskussion einbringen. Selbstverständlich gab es auch Infos zum Thema.

Siehe auch Presseveröffentlichungen SZ v. 23.11.04 und SZ v. 25.11.04.

 

26. / 27. November

Um etwas unter Schutz zu stellen oder Eingriffe zu verhindern ist eine gute Kenntnis der Arten und der Nachweis über besonders zu schützender Arten von großer Wichtigkeit. Dies und das Wissen um die Biologie und Habitatsansprüche der einzelnen Arten sind die Voraussetzung, um Schutz- und Pflegekonzepte zu erarbeiten und Mittel und Zuschüsse dafür zu erhalten. Hier gab das Seminar des BUND zur Wiesenpflege in Herrenberg, an welchem Werner Löw teilnahm, viel Interessantes und Lehrreiches mit auf den Weg.

 

 

1. Dezember

Der Ortschaftsrat Ennetach erteilte dem vom NABU vorgeschlagenen Amphibienbiotop am Soppenbach eine Absage, der Stadtrat der Stadt Mengen wollte sich diesem Votum nicht entgegenstellen (Großer Artikel mit Kommentar in der SZ v. 01.12.04).

 

10. Dezember

Letzte Ausschußsitzung im Jahr 2004. Es ging im wesentlichen um die Nachbesprechung erfolgter Pflegemaßnahmen, Aktionen und Teilnahmen an verschiedenen Veranstaltungen sowie um die Planung des Jahresprogramms für das Jahr 2005.

 

24. Dezember

Unsere NABU-Ortsgruppe wünschte allen Mitgliedern, Freunden und Bekannten frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

   

 

 

30. Dezember

Mit 16 Personen war unsere mittlerweile traditionelle Jahresabschlusswanderung auch in diesem Jahr sehr gut besucht.

 

Die Wanderung ging zunächst am Surfsee vorbei zum Eisvogel und zur Wasseramsel...         

...und dann durch einen wunderschönen, schneebedeckten Wald...

         
  zum eigentlichen Wanderziel, dem Wusthauer Weiher.    

Abschließend kehrten wir im Neuseeland in Mengen-Zielfingen gemütlich ein und blickten gemeinsam auf ein arbeitsreiches, aber insgesamt doch sehr erfolgreiches Jahr 2004 zurück!               

 

 

2004 lief ein Angebot für die Jugend, immer dienstags von 14:00 - 15:45 Uhr an der Ablachschule in Mengen.

Auf dem Spielplatz der Ennetacher Grundschule führten die Kinder der Naturgruppe des NABU im Juli 2004 mit Unterstützung der Ablachschule drei kleine Theaterstücke vor. Diese Stücke hatten die Kinder selbst geschrieben und unter der Anleitung von Liane Schmid phantasievoll in Szene gesetzt. Die Vorstellung wurde von Schülern und Eltern gut besucht, so dass die Kinder mit Begeisterung Tiere und Pflanzen unserer Heimat darstellten und von deren Leben erzählten. Die Veranstaltung war gleichzeitig ein Teil des Wettbewerbbeitrages der Gruppe zum "Erlebten Frühling", eine Aktion der Naturschutzjugend NAJU des NABU (SZ v. 23.07.04).

   

 

Jahresbericht 2004

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