Jahresrückblick 1996 

Der Kiebitz, Vogel des Jahres 1996

Jahresbericht 1996

Jahreswahl

 

 

 

2. Februar

Ausschußsitzung im "Bürgerstüble" in Ennetach. 

Besprochen wurde die nahende Hauptversammlung, die Öffentlichkeitsarbeit der Ortsgruppe sowie die Gestaltung des Programms für das laufende Jahr.

 

1. März

Ausschußsitzung im "Bürgerstüble" in Ennetach. 

Neben der Organisation der bevorstehenden Amphibienwanderungen (Aufbau, Kontrolle und Abbau der Zäune) wurde die geplante Namenserweiterung besprochen.

 

9. März

Aufbau der Amphibienzäune in Ennetach und Zielfingen. Betreuung des Zielfinger Zaunes durch Familie Kerle. Erstmals wurde auch ein Zaun am Lausheimer Weiher von örtlichen Vereinen aufgestellt und betreut.

 

22. März

In der Hauptversammlung 1996 im "Hotel Baier" Mengen legte Werner Löw in seiner Rede großen Wert darauf, dass Bund, Länder, Kreise und Gemeinden allein personell und finanziell nicht in der Lage wären und oft auch nicht willens seinen, die Lebensgrundlage und den Erholungsraum des Menschen zu schützen und zu erhalten. Dafür bedürfe es ähnlich dem sozialen Bereich der finanziellen und tatkräftigen Mithilfe engagierter Bürger. Dieses Engagement rechtfertige aber auch eine kritische Aufmerksamkeit gegenüber allen Eingriffen in die Natur, zumal, wenn ein Verband wie der NABU anhörungsberechtigt wäre. Das sei Zukunftsvorsorge auch für die Menschen und deren Nachkommen, die in dieser Landschaft leben. Dafür suche man weitere engagierte Mitbürger und Mitbürgerinnen.

Desweiteren wurde neben weiteren Berichten der Vorstandschaft vor allem die Namenserweiterung der Ortsgruppe von "NABU Ortsgruppe Mengen" auf "NABU Ortsgruppe Mengen-Scheer-Hohentengen" beschlossen, um dem Aktionsradius der Ortsgruppe, die in etwa identisch mit dem Gebiet des Gemeindeverwaltungsverbandes Mengen, Scheer und Hohentengen ist, gerecht zu werden (SZ v. 04.04.96, SN v. 04.04.96)

Ein Diavortrag von Werner Gottwald zum Kiebitz, Vogel des Jahres 1996, bildete den gelungenen Abschluss der Veranstaltung.

 

 

31. März

Führung zum Kiebitz, Vogel des Jahres 1996, bei Blochingen.

 

 

Frühsommer / Sommer

Die Kampagne "GRÜN INTAKT" wurde unter dem Motto "Natur braucht Platz" weitergeführt und hatte die Entsiegelung von Flächen und Vermeidung von Versiegelung zur Folge.

Zu dem Betreuungsauftrag vom Regierungspräsidium Tübingen für das Mengener Riedle hat die Ortsgruppe auch die Trägerschaft für die Pflege der stadteigenen artenreichen Magerwiesen mit dem Donaualtarm zwischen Ennetach und Scheer übernommen.

 

 

31. Mai

Weitere Ausschußsitzung

Hauptbesprechungspunkte waren die Trögebachsanierung im Herbst und die weitere Entwicklung Südsee III sowie die Asphaltierung des Gemeindeverbindungsweges zwischen Ennetach und Zielfingen.

 

 

2. Juni

Führung auf den Stauden zwischen Laucherthal und Hitzkofen mit Werner Gottwald.

 

 

9. Juni

Führung zu den Blumenwiesen an der Donau zwischen Scheer und Ennetach mit Werner Löw.

 

 

Herbst

Ökonomie und Ökologie sind nicht immer unvereinbar: Vorgesehen war der Abtransport von 3000m² Erdaushub am Hipfelsberg zwischen Ennetach und Scheer. Nach Untersuchung des Geländes und der Pflanzengesellschaften erarbeitete die NABU-Ortsgruppe einen Vorschlag an das Umweltamt. Der Bauherr konnte den Aushub in nächster Nähe in das Gelände einbauen. Transportkosten für mehr als 500 LKW-Fahrten zur Erddeponie samt verbundener Belastung für die Umwelt konnten damit erfolgreich eingespart werden.

 

Spätherbst 1996

Die Renaturierung des Trögebachs beim Marienwäldle Ennetach wurde unter Anleitung durch die Ortsgruppe in Zusammenarbeit mit Ortschaftsverwaltung und Landratsamt Sigmaringen planerisch in Angriff genommen, ein entsprechender Antrag war zuvor gestellt worden. 

Die NABU Ortsgruppe wollte damit ein Beispiel geben für modernen, naturgemäßen Hochwasserschutz an Kleingewässern. Gleichzeitig sollten damit verbesserte Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen werden.

 

 

22. November

Ausschußsitzung im "Bürgerstüble" in Ennetach. 

Haupttagesordnungspunkte waren die Gestaltung des Programms für 1997, des Baumlehrpfads im Klostergarten Ennetach und die Renaturierung des Trögebachs auf Gemarkung Ennetach.

 

1996 - Rückkehr des Weißstorchs nach Mengen

Erstmals nach fünfzehnjähriger Abwesenheit hatte wieder ein Storchenpaar auf dem Turm der Martinskirche in Mengen gebrütet. Nachdem das Storchenpaar um den 22. April mit der Brut begonnen hatte, schlüpften über Pfingsten vier Junge. Infolge der Schlechtwetterperiode starben leider drei der vier Jungvögel, da ihr Federkleid noch nicht ganz ausgebildet war und die Altvögel zu wenig Zeit zum Hudern hatten.

Am 26. Juni wurde der Jungstorch durch den Storchenbeauftragten, Herrn Dr. Lakeberg beringt und ein Ertinger Adoptiv-Jungstorch hinzugesetzt, der ohne Probleme aufgenommen wurde.

In der Folge verstarb das Storchenweibchen durch den Aufprall an einer Hauswand am 23. Juli. Der Ertinger Jungstorch wurde in Rulfingen an einer Straße tot aufgefunden. Das Storchenmännchen und der Mengener Jungstorch konnten noch häufig in der Umgebung Mengens beobachtet werden. Während der Jungstorch am 2. August seine Brutheimat verließ, wurde der Altstorch noch bis in den November hinein in Mengen und Umgebung gesichtet.

 

Die Kampagne "Überbelichtet" zeigte erste Erfolge. Während sich die Stadt Mengen noch zögerlich zeigte, beschloss die Gemeinde Herbertingen, ihre Straßenbeleuchtung auf "Gelblicht" umzustellen.

 

 

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