Jahresrückblick 1994 

Der Weißstorch, Vogel des Jahres 1994

Jahresbericht 1994

Jahreswahl

 

24. Februar

Vortrag von Herrn Fridrichs über Kanadas Regenwald im "Adler" in Ennetach (SN v. 24.02.94 mit Hinweis auf die Hauptversammlung 1994).

 

11. März

Hauptversammlung im Gasthaus "Adler" in Ennetach. 

Werner Löw hob in seiner Ansprache hervor, dass wir mit unseren praktischen Arbeiten allein das fortschreitende Artensterben kaum aufhalten könnten. Aber wir könnten helfen, noch bestehende Strukturen sowie Arten und deren Restlebensräume in anzustrebende und notwendige großräumige Schutzkonzepte, in eine wieder naturnahe Landschaft hinüberzuretten. Diese großen Lösungen seien nur möglich, wenn es uns gelänge, bei einem Großteil der Bevölkerung, vor allem bei den kommunalen Verwaltungen und Entscheidungsträgern Verständnis zu wecken und ihre Unterstützung zu gewinnen.

Nach den weiteren Regularien (Berichte und Neuwahlen) hielt der Storchenbeauftragte für Oberschwaben, Herr Dr. Hans Lakeberg, einen Vortrag zum Thema "Eine Chance für den Weißstorch in Oberschwaben?"

 

17. März

Vortrag von Herr Fridrichs über Kanadas Regenwald im "Sportheim" in Hohentengen.

 

 

Frühjahr

Die Amphibienzäune bei Blochingen an der Heudorfer und Scheerer Straße wurden ab 1994 nicht mehr aufgestellt. Die Sammelergebnisse gingen bis 1993 drastisch auf wenige Exemplare zurück. Angenommene Ursachen waren hohe Todesraten auf der Rückwanderung besonders bei den Jungtieren über zwei stark befahrende Landstraßen, Rückgang des Hauptlebensraumes Wiese, die intensive Landwirtschaft und ein neues Baugebiet auf dem Hauptwanderweg der Amphibien.

Der Zaun an der Leerer Bahn bei Ennetach erwies sich als immer wichtiger. Der Feuerlöschteich am Trögebach hatte sich in der Zwischenzeit zu einem bedeutenden Laichgewässer besonders für die Erdkröte entwickelt. Insgesamt konnten in diesem Jahr auf nur 150m Hauptwanderstrecke insgesamt 975 Tiere eingesammelt werden.

An interessierte Grundstücks- und Hausbesitzer wurden verschiedene Nistkästen ausgegeben. Für Eisvogel, Wasseramsel und Schleiereule wurden Nisthilfen angebracht und betreut. Aus einem neuinstallierten Schleiereulenkasten bei Beizkofen waren bereits Jungeulen ausgeflogen, ein weiterer Kasten in Ennetach wurde ebenfalls angenommen.

Zudem wurden die Heckenpflanzen aus Anpflanzungen vergangener Jahre wieder regelmäßig ausgemäht.

Am Ennetacher Berg wurden Ersatzpflanzungen für gefällte alte Obstbäume vorgenommen.

 

25. März

Ausschußsitzung

Besprochen wurde u.a. die Reaktion auf die völlig unvorhergesehene Fällung von Pappeln und Grünlandumbruch im Ölkofer Ried, auch im Zusammenhang mit einer möglichen Erweiterung des Flugplatzes Mengen. 

Geplant wurde außerdem die Stellungnahme zu der beabsichtigten Bebauung der Arnoldsgrube durch die Stadt Mengen.

 

 

22. April

Vortrag über den Weißstorch von Martin Sigg.

 

 

28. Mai

Naturkundliche Führung zum Uhu durch Werner Gottwald mit nachfolgender Vorführung eines naturnahen Gartens.

 

 

Juni

Führung ins Mengener / Beizkofer Riedle zum Vogel des Jahres 1994, dem Weißstorch und zum Beizkofer Storch mit Manfred Stützel. 

Bereits im Frühjahr waren dort unter Federführung von Manfred Stützel und in Zusammenarbeit mit der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege beim Regierungspräsidium Tübingen wieder umfangreiche Pflegemaßnahmen mit Freischneiden der Wassergräben und ähnlichem durchgeführt worden. Für die großflächigen Mäharbeiten auf den Wässer- und Feuchtwiesen gab es Pflegeverträge mit hiesigen Landwirten, welche über die NABU-Ortsgruppe abgewickelt wurden.

 

 

12. Juni

Führung zu den Blumenwiesen an der Donau mit Werner Löw.

 

 

18. November

Ausschußsitzung im "Bürgerstüble" Ennetach. 

Erarbeitet wurden u.a. die Stellungnahme zum Baugebiet Edelbrunnen, Ennetach, ein Schreiben an die Stadt Sigmaringen wegen der Verwendung von Gelblicht für die Straßenbeleuchtung sowie ein Schreiben an das Wasserwirtschaftsamt bezüglich der Regenwasserversickerung.

 

Ganzjährig

wurden wieder Kartierungen der brütenden, durchziehenden und überwinternden Vögel mit Schwerpunkt Mengener Riedle und Blochinger Sandwinkel durchgeführt. Die erhobenen und ausgewerteten Daten wurden an Fachbehörden und die AVIFAUNA Baden-Württemberg, eine bekannte Forschungsgesellschaft, übermittelt.

Zahlreiche Stellungnahmen wurden gemeinsam mit dem LNV (Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg, Arbeitskreis Sigmaringen erarbeitet zum Landschaftsplan für den neuen Flächennutzungsplan Mengen, Scheer und Hohentengen sowie zum künftigen Naturschutzgebiet "Blochinger Sandwinkel", außerdem zum Baugebiet "Schleussbrunnenweg" in Mengen mit den dafür notwendigen Ausgleichsmaßnahmen.

Die Vorschläge zum Baugebiet "Edelbrunnen" in Ennetach bezüglich Ausgleichsmaßnahmen und Grünordnungsplan wurden vom Planer und dem Stadtbauamt Mengen weitgehend in die Planung übernommen.

 

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