Jahresrückblick 1993 

Der Flussregenpfeifer, Vogel des Jahres 1993

Jahresbericht 1993

Jahreswahl

 

 

9. Januar 

Die traditionelle Jahresabschlusswanderung 1992 führte durchs Unterwasser, die Walke und zum Egelsee und schloss mit einem gemeinsamen Essen im Sportheim in Blochingen ab.

 

Januar

Die Ortsgruppe bot in Rulfingen einen Heckenpflegekurs an, der sich in diesem Fall an Landwirte als Hauptzielgruppe richtete.

 

Frühjahr

Für die versuchsweise extensive Bewirtschaftung eines Wiesenstreifens leisteten wir einen finanziellen Ausgleich. Der NABU half so Landwirten vor Ort, Programme für eine umweltverträgliche Landwirtschaft umzusetzen.

 

12. März

Vortrag des Herrn Dr. Kapfer über "Extensivierung - Eine Chance für den Grundwasser- und Artenschutz". Der Vortrag nahm Bezug auf das MEKA- und Ökologieprogramm des Landes Baden-Württemberg.

 

19. März

Hauptversammlung im "Dreikönig" in Mengen. 

Werner Löw betonte in seiner Rede, dass eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit erste Priorität habe. In zehn Jahren praktischen Artenschutzes und landschaftspflegerischer Arbeit (seit 1983 mit der "ANU", siehe 1988) habe man viele Erfahrungen gewonnen. Man habe auch festgestellt, dass viele Mitbürger die Notwendigkeit des Natur- und Umweltschutzes anerkennen, sich aber nur wenige der tatsächlichen Situation bewußt wären und sich zum Handeln und Mitarbeiten aufraffen könnten. Dies gelte auch für die Bemühungen um die Wiederansiedlung des Weißstorchs in Mengen.

Neben weiteren Berichten der Vorstandschaft wurden die Kassenprüfer neu gewählt. Im Anschluss an die Regularien folgten ein Film zur Donaurenaturierung bei Blochingen sowie ein Diavortrag über den Vogel des Jahres 1993, den Flussregenpfeifer (SZ 26.03.93).

 

27. März

Führung zum Rappenfelsen im Laucherthal mit Werner Gottwald.

 

8. Mai

Führung am Vogelherd in Scheer mit Werner Gottwald.

 

15. Mai

Führung am Ennetacher Berg mit Werner Löw.

 

 

Frühjahr bis Herbst

Der NABU erarbeitete zusammen mit dem BUND Vorschläge für Freihalteflächen im Rahmen der Fortschreibung des Regionalplanes (Landesplanungsgesetz) für das Gebiet des Verwaltungsverbandes Mengen, Scheer und Hohentengen.

 

Die Ortsgruppe arbeitete im Arbeitskreis Sigmaringen des Landesnaturschutzverbandes (LNV) mit. Sie beteiligte sich auch an der Stellungnahme zur Erneuerung des Triebwerkes Schmölz an der Mengener Ablach. Unser Vorschlag zur natürlichen Gestaltung des Fischpasses anstelle zweier Betonbauwerke wurde von der Wasserbaubehörde, dem Landratsamt und dem Sachverständigen des Regierungspräsidium Tübingen als sehr gut anerkannt. Er wurde sogar zur Ausführung mit Modellcharakter empfohlen. Die Stadt Mengen stellte lobenswerterweise die Fläche zur Verfügung.

 

Ein weiterer Erfolg war nach intensiven Bemühungen (vorerst) die Bewahrung der Arnoldsgrube, einem schönen Naherholungsgebiet mit herrlichen alten Streuobstwiesen vor der Bebauung.

 

Mitglieder der Ortsgruppe kartierten für die AVIFAUNA, eine Forschungsgesellschaft in Baden-Württemberg, Vogelarten zu allen Jahreszeiten im Bereich der Donau von Scheer bis Hundersingen sowie den unteren Raum der Ablach und Ostrach. Damit sollte die Bedeutung dieses Gebietes als Brutgebiet, Rastplatz zu den Zugzeiten und Winterquartier unterstrichen werden. Darüber hinaus wurden Flächen mit besonderen Pflanzengesellschaften erfasst.

 

Untersuchungen der Fließgewässer Mengener und Ennetacher Ablach und Ostrach auf verschiedenen Stadien der natürlichen Uferveränderungen wurden auf Wunsch des Institutes für Wasserbau der Uni Karlsruhe durchgeführt.

 

Im Auftrag von Herrn Klepser, Regierungspräsidium Tübingen (Abteilung Wasserbau) übernahm die Ortsgruppe die vogelkundlichen Beobachtungen im Blochinger Sandwinkel, einer ursprünglichen Flusslandschaft, die durch die Donaurenaturierung entstanden ist. Im ornithologischen Jahresbericht 1993 wurden 65 Vogelarten festgestellt, wobei 46% der Arten auf der "Roten Liste" Baden-Württembergs standen. Interessantester Vogel war der Flussregenpfeifer, Vogel des Jahres 1993 mit vier Brutpaaren.

 

Mit Führungen, auch zum Vogel des Jahres 1993, dem Flussregenpfeifer (Werner Gottwald), Vorträgen sowie Veröffentlichungen in der lokalen Presse über Natur- und Umweltschutzbelange wollten wir auch weiterhin Wissen und Verständnis für diese Notwendigkeiten wecken.

 

Herbst

Der Infostand beim Herbstreff in Mengen war der Auftakt für ein Programm, in Mengen den Weißstorch wieder heimisch zu machen.

 

 

Winter 1993 / 1994

Heckenpflegeaktion in der Hausener Straße in Rulfingen zusammen mit der Ortsgruppe Mengen des BUND.       

Besonders die starkwurzelnden und in sich verkeilten Schlehen waren nur sehr mühsam mit viel Kraftaufwand zu bearbeiten !

         

 

 

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