Jahresrückblick 1991 

Das Rebhuhn, Vogel des Jahres 1991, Charaktervogel der offenen Kulturlandschaft

Jahresbericht 1991

Jahreswahl

 

 

3. Januar

Ausschußsitzung im Hecht in Mengen. 

Es ging hauptsächlich um die weiteren Vorhaben 1991 und 1992 und um wichtige Beschaffungen für die Durchführung von Pflegemaßnahmen.

 

28. Februar

Ein Vortrag des Gartenarchitekten Herrn Jost Einstein, Leiter des NABU-Naturschutzzentrums Bad Buchau, über die Gestaltung und Pflege von Naturgärten im "Adler" in Ennetach gab vielen Häusle- und Gartenbesitzern wertvolle Tipps und Anregungen zur praktischen Umsetzung.

 

8. März

Ausschußsitzung

Besprochen wurde die Gestaltung der Hauptversammlung 1991, die Amphibienzaunaktionen, die Wasserbaumaßnahmen im Mengener Riedle sowie die Gestaltung des Faltblatts mit dem Jahresbericht.

 

Frühjahr

Für über 1500 DM bei 80% Landeszuschuss wurden Nisthilfen für bedrohte Vogelarten und Fledermäuse angeschafft. Das Anbringen an geeigneten Stellen bei interessierten Haus- und Grundstücksbesitzern im Aktionsbereich der Ortsgruppe war in der Folgezeit eine abwechslungsreiche Aufgabe.

 

 

12. April

Hauptversammlung im "Drei König" in Mengen

Es wurde eine eigene Satzung beschlossen, die vom Landesverband als richtig bestätigt und vom Finanzamt Saulgau anerkannt wurde. Damit galt die Ortsgruppe als gemeinnützig. Spenden an die Ortsgruppe waren somit fortan steuerlich wirksam. Der NABU Mengen hatte inzwischen bereits 56 Mitglieder.

Mangels Mitarbeitern musste sich der NABU 1990 auf das Wesentliche beschränken, den Landschafts- und Artenschutz

Ein interessanter Tonfilm über den Vogel des Jahres 1991, das Rebhuhn, machte die Ursachen für dessen rapiden Rückgang deutlich (SN v. 11.04.91; SN v. 25.04.91; SZ v. 27.04.91).

 

19. April

Vortrag zum Kompost und rund um den Naturgarten von Roland Herbig (in Zusammenarbeit mit dem BUND).

 

 

2. Juni

Radtour mit Manfred Stützel durch das Mengener- / Beizkofer Riedle sowie zum Storchennest Beizkofen.

 

7. Juni

Ausschußsitzung im Hecht in Mengen. 

Besprochen wurden das Streuobstpflegeprogramm, die geplanten Führungen sowie die Teilnahme am SPD-Flohmarkt im Herbst.

 

14. Juni

Vortrag über "Energie in Haushalt und Gemeinde" von Hans Nagel (in Zusammenarbeit mit dem BUND).

 

23. Juni

Die Radtour zu den "Schönheiten am Wegesrand" in die noch recht urwüchsige Donaulandschaft zwischen Scheer und Ennetach mit Werner Löw fand bei Most und Weißbrot einen gemütlichen Ausklang.          

 

 

7. September

Teilnahme am SPD-Flohmarkt mit einem Stand.

 

13. September

Gemeinsame Begehung des Vogelsees bei Zielfingen mit dem DBV Sigmaringen.

 

20. September

Ausschußsitzung im Dreikönig in Mengen

Die Pflanzaktion in der Schauberthalde Rulfingen wurde abschließend besprochen, außerdem der Kauf einer Motorsense und eines Balkenmähers. 

 

21. September

Werner Löw, Manfred Stützel und Martin Orlik nahmen am Kurs der Akademie für Natur- und Umweltschutz in Bad Buchau teil.

 

22. September

Grosse Pflanzaktion in der Schauberthalde Rulfingen. Viele Anwohner halfen bei der Bepflanzung mit.

 

 

 

4. Oktober

Mit Unterstützung des Landesnaturschutzverbandes wurde zur Pflege des Mengener Riedle ein gebrauchter Mulchbalkenmäher gekauft, aus Mitteln der Umwelthilfesammlung der Realschule Mengen außerdem eine Motorsense mit Zusatzgerät

Unter Leitung von Manfred Stützel beteiligten sich wieder viele Schüler der Realschule Mengen an den Pflegemaßnahmen und an der Betreuung des Mengener Riedle im Rahmen der Kooperation Schule / Naturschutz.

 

 

 

19. Oktober

Besuch der Landesvertreterversammlung in Süßen.

 

23. Oktober

Teilnahme am "Forum Kiesabbau" des Regionalverbandes in Langenargen.

 

31. Oktober

Ausschußsitzung im "Drei König" im Mengen. 

Besprochen wurden die weiteren Arbeitseinsätze, hauptsächlich Pflanzaktionen sowie Vorschläge für die Ausweisung schutzwürdiger Flächen für den Regionalverband Bodensee / Oberschwaben.

 

 

Oktober / November

Der NABU führt zahlreiche weitere Pflanzaktionen durch. Unter anderem werden 300 einheimische Sträucher und Bäume beim Regenüberlaufbecken Ennetach und im Mengener Riedle gepflanzt. Für jeden der Standorte, auch für die Schauberthalde in Rulfingen (siehe September) wurde ein ausführlicher Pflanzplan erarbeitet (SZ v. 08.01.1992).

 

 

 

 

13. November

Leserbrief in der SZ zum gewaltigen Grünlandumbruch an der Ablach und resultierenden weiteren Entzug der natürlichen Lebensgrundlage für den Mengener Weißstorch.

 

 

20. Dezember

Ausschußsitzung im Hecht in Mengen

Es wurde eine Stellungnahme zur Ausweisung des Ölkofer Rieds zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet erarbeitet. Zudem wurden die Sitzungstermine für das Jahr 1992 fixiert. Die Gestaltung des Tätigkeitsberichtes 1991 war ebenfalls ein wichtiges Thema. Für das Storchnest auf der Martinskirche in Mengen wurde ein Zuschussantrag gestellt.

 

Dezember

Zusammen mit der Stadt Mengen und dem BUND wurde das Förderprogramm zum Erhalt der Streuobstwiesen in die Tat umgesetzt. Das Programm war zunächst auf die Stadtteile Ennetach und Rulfingen begrenzt und wurde rege in Anspruch genommen (SZ v. 03.12.91).

 

 

Ganzjährig

Um die Auswirkungen der Pflegemaßnahmen und die Entwicklung des Mengener- / Beizkofer Riedles zu dokumentieren, wurden laufend die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten kartiert. Besonders Vogelbeobachtungen in der näheren Umgebung wurden ganzjährig an die AVIFAUNA, das bekannte Kuratorium für avifaunische Forschung in Baden-Württemberg, gemeldet. Für die gleiche Institution wurden auf bestimmten Untersuchungsflächen die überwinternden Vögel erfasst.

 

Das neue Storchennest auf der Martinskirche in Mengen wurde von der Ortsgruppe und der Stadt Mengen mit der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege im Rahmen des Storchenprogramms des Landes initiiert.

 

Die Ortsgruppe beteiligte sich an den Stellungnahmen zu verschiedenen Planfeststellungsverfahren sowie bei Empfehlungen für den neuen Regionalplan des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben.

 

Ein Landwirt meldete mehrere tote Großvögel an einem Mittelspannungsmasten. Bei einer Kontrolle der Linie gab es auch Funde an anderen Masten. Nach Meldung an die zuständige Stelle wurden die Masten gesichert.

 

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